Wenn jornalisten schreiben…

Wenn jornalisten über temen schreiben, von denen sie nix verstehen und dabei auch noch den text auf die contentindustriell gewünschte füllmassengröße runterkürzen — wie etwa in diesem wetterartikel im fischblatt zeit [archivversjon] — tritt beim lesen nicht klarheit ein, sondern verwirrung und verdummung.

Der Zeitraum von April bis August könnte zwar die heißeste und trockenste Periode seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 gewesen sein, teilte der DWD mit […]

Aha, es war in den letzten rd. anderthalb jahrhunderten noch nie heißer als im durchschnitt des jahres 2018, außer…

[…] Allerdings werde die Durchschnittstemperatur von 2003 aller Voraussicht nach nicht übertroffen

…man betrachtet durchschnittswerte. 😀

Es gibt eigentlich nur eine erklärung dafür, wie ein kwalitätsjornalist zwei einander schrill widersprechende sätze direkt hintereinanderschreiben kann: er hat überhaupt keine ahnung von matematik, nicht einmal auf dem niewoh eines hauptschulabgängers.

Na, hauptsache der scheißjornalist kennt sich mit den ganzen anderen sachen aus, über die er so schreibt. :mrgreen:

Und nun zum spocht…

Aus diesem Grund sehen wir keine andere Möglichkeit, als die Gespräche mit sofortiger Wirkung zu beenden und den Protest noch engagierter als zuvor in die Stadien zu tragen. Wir sind weiterhin bis in die Haarspitzen motiviert, uns für die Grundwerte des Fußballs und gegen eine weitere Entfremdung des Fußballs durch Korruption, Gutsherrenmachenschaften und Kommerzialisierung einzutreten. Wir sehen es mehr denn je als unsere Verantwortung gegen den DFB und die DFL aufzustehen und wissen zehntausende Unterstützer in den Kurven des Landes hinter uns

Nun, werte fußballfänns, so lange ihr in den kurven bleibt, überteuerten fänn-tinnef aller art kauft und mit eurem verhalten dafür sorgt, dass sich das geschäft mit TV-rechten auch weiterhin lohnen wird, so lange werdet ihr exakt nix ändern. Mein tipp: sucht euch einfach eine noch nicht so durchkommerzjalisierte sportart ohne fantastilljardengeschäfte und die ganze dann sofort entstehende scheißmafia, wenn ihr schon zum gerenne anderer leute rumbrüllen wollt. Rugby zum beispiel.

Lösung ohne problem des tages

Juchu! Endlich kann man auch als linux-nutzer völlig problemlos softwäjhr installieren

(Und das besteste daran: endlich kann sich auch jeder mensch mit erhöhter technischer lernunwilligkeit nichtoffizjelle pakete aus irgendwelchen kwellen installieren — da wirds ganz sicher so manches trojanisches päckchen geben. Denn wenn etwas einfacher wird, wird es dabei nie sicherer. Aber es wird eh höchste zeit, dass linux mal den ruf verliert, besonders sicher zu sein…)

Alle jahre wieder

So alle zwei jahre setzt sich irgendwo jemand hin und sammelt klimper klimper geld ein, um eine alternative zum fratzenbuch programmieren zu können. Und immer noch finden sich menschen, die da geld einwerfen, um eine alternative zum fratzenbuch nutzen zu können. Und das, obwohl die vorherige alternative zum fratzenbuch längst fertig ist und darauf wartet, einfach benutzt zu werden — aber dann sagen die leute, dass da ja gar nix los sei. 😦

„Social media“, von mir meist als S/M abgekürzt, muss so etwas wie eine hirnkrankheit sein, die jede fähigkeit zum denken, zur mustererkennung und zum ziehen der einfachsten schlüsse verkrüppelt. Hej, da fällt man dann sogar auf solche zusicherungen rein:

Der Wechsel zu Openbook von einem anderen Netzwerk soll besonders einfach sein. Nutzer sollen ihre Inhalte wie Fotos, Videos, Chats und Weiteres einfach importieren können. Das soll mit zahlreichen bestehenden sozialen Netzwerken funktionieren; welche das sind, verraten die Macher nicht

Meine vorhersage: das fratzenbuch wird nicht zu den netzwerken gehören, wo der import einfach möglich sein wird. Das wäre ja schlecht fürs geschäft vom fratzenbuch.

Aber ich lese die bildzeitung nur wegen des spochtteils…

…den rest kann man doch in der pfeife rauchen — so redet mitmensch vollidjot jeden verdammten tag, seit ich denken kann. Den spochtteil kann man aber auch in der pfeife rauchen.

Als 3. Bundesligist raus: Dortmund-Blamage in Fürth

Diese gleißendglänzende kwalitätsjornalistische sorgfaltsmeldung der bildzeitung ging kurz vor dem abpfiff raus, als es noch 1:0 für den zweitligisten spielvereinigung greuter fürth stand. Es fiel noch der ausgleich, und das spiel endete 1:2 für borussia dortmund. Die gemeldete blamahsche fand nicht statt.

Aber hej, diese fäjhknjuhs, die gibts nur im internetz, wo keine kwalitätsjornalisten an der contentindustriellen clickbaitfront mit berufsüblicher sorgfalt vorgehen; und diese fäjhknjuhs, die sind ganz irre gefährlich, da muss man mal so richtig ratzefummel durchzensieren!!!1!

Bildschirmfoto via @Mirco_WS74@twitter.com