Talkscheiß

Beim fischblatt „die zeit“ haben sie sich mal den alltäglichen talkscheiß im BRD-parteienstaatsfernsehen angeschaut und ein paar worte drüber geschrieben:

Immerhin wird so hübsch das Problem der Form von – kann man das eigentlich noch sagen? – Journalismus illustriert, wie solche Talkshows ihn vorstellen. Es geht einer Sendung wie Dunja Hayali fast nie um inhaltliche Auseinandersetzung, um Erkenntnisinteresse, um den Versuch, etwas zu verstehen und zu durchdenken, sondern immer nur ums Abhaken von vorher festgelegten Plotpoints, die das Ganze scheinbar fesch aufbereiten

Nur prof. dr. Offensichtlich war darüber überrascht. 😀

Und, werte scheißjornalisten bei der zeit: so läuft das mit jedem dieser angeblichen gespräche im zwangsgebührenfinanzierten fern-sähen. Seit jahren. Aber da war es für euch wohl nicht so wichtig…

Informazjonsfreiheitsanfrage des tages

An den ganz geheimen inlandsgeheimdienst (den so genannten „verfassungsschutz“) der BRD:

Bitte senden Sie mir die Ihnen vorliegenden Informationen („gute Gründe“) zu, die Herrn Maaßen zu der Einschätzung kommen lassen, dass es sich um „gezielte Falschinformationen handelt, um möglicherweise die Öffentlichkeit von dem Mord in Chemnitz abzulenken“

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es sich bei den behauptungen von Hans-Georg Maaßen um lügen, als vorsätzlich geäußerte unwahrheiten, handelt, die wegen ihrer propagandawirkung in die scheißpresse gestreut wurden (wer der bildzeitung ein interwjuh gibt, ist eh für die wahrheit verloren). Interessant ist jetzt nur noch, mit welcher an den haaren herbeigezogenen begründung vom scheißverfassungsschutz die auskunft verweigert wird…

Datenschleuder des tages

British airways hat 380.000 kundendatensätze „veröffentlicht“, schön zusammen mit daten zur bankverbindung und/oder kreditkarte.

Auch weiterhin ganz viel spaß und orwellness beim festen glauben an den überall und ohne jegliche konsekwenzen versprochenen datenschutz und würzhafte reklamelügenfrasen wie „wir nehmen den schutz der daten unserer kunden sehr ernst“ und dergleichen! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

„Tolle idee“ des tages

Guhgell hat eine ganz tolle idee für seine als webbrauser getarnte wanze namens krohm: so eine URL einer webseite ist aus anwendersicht ja viel zu kompliziert und unverständlich, das passt gar nicht in unsere trivialisierungsideen, die muss man irgendwie vorm anwender verbergen.

Meine kleine profetie: über diese kleinartige „lösung ohne problem“ werden sich sämtliche phisher und sonstigen kriminellen dieser welt freuen. Endlich gibt es aus nutzersicht keine möglichkeit mehr, zu sehen, wo ein link hinführt oder auf welcher webseit man sich befindet.

Kompeilerfehler des tages

Der gcc „optimiert“ bitoperazjonen so „gut“, dass das ergebnis falsch ist. Und nein, dazu muss man ihm nicht eigens sagen, dass er optimieren soll (obwohl es dann natürlich immer noch ein fehler im gcc wäre). Andere kompeiler übersetzen den beispielkohd richtig. (Gut, ich habs nur mit LLVM getestet.)

Wer den gcc nutzt oder nutzen muss und gerade mit seltsamen, ziemlich unverständlichen problemen zu kämpfen hat, wenn er ein bisschen shiftet, das komplement bildet oder ein paar bits setzt, maskiert, invertiert — ein ganz schneller tipp ohne jede garantie von mir: nehmt durchgehend unsigned und hängt an jede konstante ein U dran, dann scheint dieser fehler nicht aufzutreten.

Die gute nachricht des tages

Weniger Facebook:
Jeder vierte US-Bürger löschte App im letzten Jahr von seinem Handy

Aber so lange fuffzich prozent der fratzenbuch-nutzer glauben, dass ihr hilfloses rumgeschiebe bei den so genannten „datenschutzeinstellungen“ irgend etwas an dieser STASI-akte zum selbstschreiben ändert, so lange wird der wahnsinn noch weitergehen.