Und nun zu den wissenschaftsmeldungen

Hier ein kleines leckerli für alle menschen, die glauben, dass wir innerhalb einer kompjutersimulazjon existieren: der niederländische fysiker und nobelpreisträger Gerardus ‘t Hooft geht davon aus, dass das universum ein zellulärer automat ist.

Ich finde das übrigens einen interessanten gedanken, stelle aber fest, dass es dann je nach geometrischer anordnung der zellen „bevorzugte richtungen“ der informazjonsausbreitung geben müsste, und das widerspricht zumindest dem bild des kosmos im großen, denn der verhält sich nach allen richtungen gleich. Allerdings gibt es keinen grund, warum die zellen nicht in einer mehrdimensjonalen regelmäßigen anordnung vorliegen sollten, und der für uns beobachtbare kosmos wäre ein dreidimensjonaler schnitt in dieses gebilde. Dabei könnten schon im vierdimensonalen fall sehr überraschende muster entstehen (inbesondere solche, die symmetrisch sind, sich aber nirgends im raum wiederholen), und für fünf dimensjonen würde ich keine aussage wagen, was für eigenschaften solche schnitte haben könnten.

Herr ‘t Hooft ist mir allein deshalb schon sehr sympatisch, weil er an einen vollständigen determinismus allen geschehens glaubt und deshalb auch die illusjon der „willensfreiheit“ ablehnt. 😉

3 Antworten zu “Und nun zu den wissenschaftsmeldungen

  1. Sehr spannend, auch wenn ich Automaten in diesem Zusammenhang nicht wirklich Ahnung habe. So eindeutig finde ich seine Ablehnung der Willensfreiheit allerdings nicht „Allerdings spielen dabei so viele Variablen eine Rolle, dass niemand sie jemals alle verstehen, geschweige denn kontrollieren kann. Darum gibt es in der Praxis überall so etwas wie einen freien Willen.“ Die weitere Frage ist, ob sich überhaupt von Determinismus sprechen läszt, wenn er nie nachvollziehbar sein kann.

  2. WillensfreiheitistEntscheidungsfreiheitistdieFreiheitseinenWegzuwählenundTriebenzuentsagen schreibt:

    Das schöne, sobald man an eine fehlende Willensfreiheit glaubt, kann man machen was man will und muss sich nicht mehr wirklich rechtfertigen, wer seine Triebhaftigkeit und Selbstsucht nachgeht. Die perfekt erteilte Selbstabsolution – Herr Richter, für meine Tat war nicht Ich verantwortlich, sondern meine Willensunfreiheit!?! Ich konnte doch nichts dafür, das ich meinen Trieben freien Lauf ließ!
    Natürlich Angeklagter, leider bin ich meiner Willensfreiheit als Richter beraubt und kann nicht anders als Sie für 12 Jahre in den Knast zu stecken!

    So kommt der Schicksalsglaube in die Köpfe der angeblichen Denker von Heute an, während sie Esoterik ganz entschieden von sich weisen.

  3. Pingback: Kommentar zu „Und nun zu den wissenschaftsmeldungen“ | saltpepperchili

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.