Eine Antwort zu “Könnt ja ausziehen, wenn ich nicht mehr leben könnt…

  1. Das ist ehrlich gesagt fast unmöglich. Man kann gar nicht unter HArtz4-Regelsatz mit seinen Wohnkosten landen, es sei denn man wohnt einfach zu teuer. 😉

    Und wenn das so ist, hat man das Recht Hartz4 zu beantragen. auch wenn die Wohnung über dem erlaubten Wohnkosten der KDU liegt – Man erhält dann nur direkt die Kostensenkungsaufforderung. Dann muss man sich bemühen! Umzuziehen. Diesen Umzug finanziert auch das Amt bzw. leistet dafür dann Beihilfen. Die Kostensenkung gilt erstmal für einige Monate, dann muss man seine ernsthaften Bemühungen geeigneten billigeren Wohnraum zu erhalten, belegen. Oder man belegt wieso man nicht ausziehen kann und die teurere Miete unausweichlich ist (Rollstuhl, Altersgebrechlichkeit, Psycho und / oder Unzumutbarkeit umzuziehen, Kinder Kiga/Schule unmöglich aus laufendem Freundeskreis / spezieller Schule rauszunehmen oder man muss für kranke Angeh. um die Ecke erreichbar bleiben – oder oder oder „bitte hier ihren kreativen aber gerichtsfesten Beitrag einfügen“)
    Die Unterkunftskosten müssen immer erstmal bezahlt werden, dann bleibt mindestens der Regelsatz – Wenn die Kostensenkung belegbar! nicht möglich ist, muss das Amt solange weiterzahlen, bis es schwarz wird. Weigern die sich, dann kann eine Klage helfen – vorher unbedingt im Schnellverfahren das weitere Zahlen der Miete klären – dann kann man „gelassen“ (wenn das Amt dann nicht schikaniert) die 1-3 Jahre zum Prozess abwarten.

    Tatsache ist: Die Leute, die Schmierfinken, die sowas schreiben, haben keine Ahnung wie wenig Hartz4 wirklich ist.

    Es gibt was auch Lohnabstand sichert nämlich je nach dem noch Kindergeld und Wohngeld.
    Ausserdem frage ich mich, wie man bei Mindestlohn mit 1100-1200 Euro im Monat weniger haben will wie ein Hartzi nach Abzug der Miete?
    Ausserdem definiert der Artikel Miete nicht weiter. Warm? Kalt? Netto? Mit ohne NK? Heizung? Strom?

    Der Regelsatz selbst wird nämlich auch erstmal durch diverse Rahmenbedingungen abgeschmolzen. Der steht dem Hartzer NICHT komplett zur Verfügung, wie das die Träumer und Träumerinnen so meinen.

    Dem Hartzler bleiben zwischen 80 bis allerhöchstens 300 Euro pro Monat zur „freien“ Verfügung. Also für Lebensmittel, Kleidung und zur Sicherung der sozialen Teilhabe und sowas. Der Rest ist für Strom, Telefon, Medikamente, Zuzahlungen, Mobilität und ähnlichem. Individuell kommen noch Rückzahlungen ans Amt für Nachzahlungen, Darlehen und Co. hinzu.

    Idioten halt. Niemand rechnet wirklich nach und wirklich Aufklären tun die auch eher nicht oder nur selten. Labern nur.

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