Guhgell des tages

Wisst ihr noch, wie scheiß-meikrosoft in den neunziger jahren mit sabotierendem spezjalkohd dafür gesorgt hat, dass man meikrosoft windohs nur auf einem DOS von meikrosoft installieren konnte? Und nicht (zum beispiel) das unendlich viel bessere DR-DOS?

Ja, meikrosoft ist schon ultraböse, nicht wahr?

Genau die gleiche widerwärtige sabotahsche-nummer läuft jetzt wieder, aber diesmal macht es nicht meikrosoft, sondern guhgell: guhgells juhtjuhbb zum beispiel wird vorsätzlich so gecodet, dass es auf webbrausern, die nicht von guhgell kommen, langsam und energiefressend ist.

Mein mitleid für scheiß-meikrosoft, diese stinkenden desktop-spämmer, hält sich allerdings in sehr bescheidenen grenzen. Da hats karma die richtigen erwischt.

Aber trotzdem: deinstalliert diese euch von evil guhgell mit gewalt reingedrückte krohmscheiße von euren rechnern und nehmt einen anderen webbrauser, solange ihr noch eine verdammte wahl habt! Denn jetzt habt ihr schon einen unabhängig entwickelten webbrauser weniger…

Gebt uns Geld! Mehr Geld!

„Ein weiteres Einfrieren des Rundfunkbeitrags würde die Leistungen des WDR wie auch der ARD ernsthaft gefährden“, sagt der Vorsitzende des WDR-Rundfunkrats

Also pumpt noch mehr geld in diese kwasistaatlichen anstalten zur alimentierung von p’litischen günstlingen und zur finanzjellen abfütterung der verbrecherischen korrupzjon der scheißsportverbände! Ist ja nur ein fass ohne boden! Und die dafür zahlen müssen, können sich auch nicht mehr legal wehren, so dass man bei weiteren GEZapo-geldforderungen völlig hemmungslos werden darf!

Aber hej: viel spaß am 25. dezember! Da zahlt man doch gern seine wohnungssteuer! *kotz!*

Stirb, scheißrundfunk, stirb!

Fäjhknjuhs des tages

Kurz vor dem Ende seiner Karriere kommen sich Glanz und Elend im Leben des Claas Relotius einmal ganz nah. Es ist der Montag vor drei Wochen, der 3. Dezember, am Abend wird Relotius, SPIEGEL-Mitarbeiter seit sieben, SPIEGEL-Redakteur seit eineinhalb Jahren, in Berlin auf eine Bühne gerufen. Er hat nach Meinung der Jury des Deutschen Reporterpreises 2018 wieder die beste Reportage des Jahres geschrieben, über einen syrischen Jungen diesmal, der im Glauben lebt, durch einen Kinderstreich den Bürgerkrieg im Land mit ausgelöst zu haben. Die Juroren würdigen einen Text „von beispielloser Leichtigkeit, Dichte und Relevanz, der nie offenlässt, auf welchen Quellen er basiert.“ Aber in Wahrheit ist, was zu diesem Zeitpunkt noch niemand wissen kann, leider alles offen. Alle Quellen sind trüb. Vieles ist wohl erdacht, erfunden, gelogen. Zitate, Orte, Szenen, vermeintliche Menschen aus Fleisch und Blut. Fake

[Archivversjon]

Nicht nur schön, dass der spiegel diesen vorgang offen eingesteht, sondern auch, dass dabei völlig klar wird, welchen glanzvollen wert irgendwelche auszeichnungen von jornalisten für andere jornalisten haben. Auch auch ansonsten fällt so ein regelmäßiger lügenpressemacher, der genau die preiswürdigen texte abliefert, die vom scheißverlag gewünscht sind, lange nicht auf — bis endlich mal ein kollege (unter inkaufnahme der möglichkeit, dass seine eigene existenz dabei zerstört wird) die ganz große glocke bimmelt:

An „Jaegers Grenze“ wird Relotius scheitern. Es ist der eine gefälschte Text zu viel, weil er diesmal einen Co-Autoren hat, der seinen „Quatsch“ nicht mitmacht, der Alarm schlägt und bald Fakten gegen die Fiktionen sammelt. […] Drei, vier Wochen lang geht Moreno durch die Hölle, weil Kolleginnen und Vorgesetzte in Hamburg seine Vorwürfe anfangs gar nicht glauben können. Relotius? Ein Fälscher? Der bescheidene Claas? Ausgerechnet?

Respekt für das rückgrat!

Aber ich hoffe, dass sich nun jeder vorstellen kann, wie viele derartige gestalten noch ihre lügengeschichten als ergebnis kwalitätsjornalistischer reschersche irgendwo auf tote bäume stempeln lassen können, ohne dass ihnen die enthüllung ihrer machenschaften droht.

[…] So lässt sich sagen, dass Claas Relotius, 33 Jahre alt, einer der auffälligsten Schreiber des SPIEGEL, ein bereits vielfach preisgekrönter Autor, ein journalistisches Idol seiner Generation, kein Reporter ist, sondern dass er schön gemachte Märchen erzählt, wann immer es ihm gefällt […] Die kruden Potpourris, die wie meisterhafte Reportagen aussahen, machten ihn zu einem der erfolgreichsten Journalisten dieser Jahre

So lässt sich sagen, dass es wohl noch viele reife, erwaxene menschen gibt — menschen, die auffällig schreiben und vielfach mit irgendwelchen jornalistischen tinnefpreisen ausgezeichnet wurden, idole einer ganzen generazjon von sonstigen jornalisten, die auch mal preise kriegen wollen — menschen, die keine reporter sind, sondern schön gemachte märchen erzählen, wann immer es ihnen gefällt.

Für die contentindustrielle verwurstung des jornalismus — also für die vermarktung von reklameplätzen — kommt es auf wahrheit jedenfalls nicht an, sondern mehr darauf, dass geklickt wird und dass die auflage der druckausgabe nicht allzu übel sinkt.