Neues aus barbarien

Nach einem tödlichen Unfall auf der A8 bei Pforzheim sollen Gaffer einen Krankenwagen geöffnet haben, in dem ein verletzter Lkw-Fahrer behandelt wurde

Ich kann mir richtig vorstellen, wie diese empatiefreien schlechtmenschen ihre scheißhändies gezückt haben, oh gucke mal, ein schwerverletzter, gleich zum fratzenbuch. Gern auch mit selfiestick… 😦

Eine Antwort zu “Neues aus barbarien

  1. Jedem Schwein ist heute erlaubt Spionagegerät zu kaufen, zu benutzen und einzusetzen. Ganz wie er will. Heimlich oder nicht, verhindere mal das Kiddies von dir Fotos oder Videos anfertigen, die sofort auf YT oder sonstwo landen – Solange die Opfer keine Politiker, keine Journalisten, keine Manager oder Feministbiestinnen sind ist Recht auf Intimzone nicht mehr existent.

    Alle können und in weiten Teilen dürfen sie alles filmen, machen was sie wollen und wofür sie sich einen Jota verrottete Aufmerksamkeit versprechen, die sie dann an Youtube oder Facebook verkaufen, welche in Euro und vermeintlichem sozialen Kapital bezahlen.

    Es Ekelt einen an. Überall sind diese Intimzonenbefreiten Duzer unterwegs. Ein widerliche Unsitte, besonders gern gepflegt von denen, die sich einschleimen wollen zu ihrem eigenen Vorteil und jenen, die so tun als seien sie meine Kumpels. Fängt schon in der Firma an und zerstört notwendige Distanz zwischen den Hierachieebenen, verwischt die Ausbeutungswirklichkeit indem alles zu einer familiären Party umgestrickt werden soll.

    Noch dreister sind eigentlich nur die Reklameschweine, denen nichts heilig ist. Die Kinder mißbrauchen und mißhandeln, Menschen zerstören indem sie sie zu narzistischen Hohlbirnen formen. Eine Zombimaschinerie. Geschmiert mit Geld und Aufmerksamkeit und unbezahlten Versprechen – man muss ihnen nur glauben ihre Lügen.

    Da mischt sich der Kreis der kapitalistischen Verwertungsinteressen, die die Spionagetechnik auserkoren haben, heuer die Macht über das Individuum ins Absolute zu treiben, totalitär auszubauen. Kein Rückzugsraum für Verweigerer mehr. Asoziale Netze oder soziales Siechtum – Internet oder sozialer Tod – beides aufs Engste verwoben mit Spionagetechnik von Wischofon – dem amputierten PC in Miniformat. Alles ausgehorcht, abgelauscht und jede Intimsphäre wegfotografiert. Aufgeschrieben für die Ewigkeit in düster-gigantischen Datensammlungen der Spionageabteilungen moderner Konzerne. Für jeden zahlungskräftigen Kunden oder die nächstbeste Ära staatlicher Überwachungswunschträume.

    Gottgleiche Macht ungezählter Augen, keine Ruhe, kein Respekt, kein Raum für Leben und Intimität.

    Der Sinn von Intimität wurde schon durch eine wuchernde Pornofizierung bekämpft, Schamlosigkeit als Würgemahl in einer würdelosen Gesellschaft, die alle Werte verkauft hat und nun in der Sucht nach Geld zu einer drogensüchtigen Aufmerksamkeitshure aus der dreckigen stinkenden Gosse geworden ist.

    Und du berichtest noch über fotografierte Opfer? Die ahmen als Pseudo-Journalisten nur die Pseudo-Journalisten und Hype-Reporter nach: der verinnerlichte Bild-journalistische Pathos:

    „Ein Schwerverletzter und ich war dabei! Wie ich gelitten habe, das war so schrecklich anzusehen! Bin froh, das ich morgen beim Therapeuten Termin habe! Bitte schaut auch mein zweites und drittes Video, wo ich die offene Wunde zeige und das Blut auf der Straße. Mir tun die Kinder ja soooo leid! Der Max und Moritz werden nie wieder mit ihrem Pappa Fußball spielen können! Like nicht vergessen! „

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