Ein pfund gehacktes bitte!

Gehackte Websites:
620 Millionen Accounts zum Verkauf im Darknet

Bitte auch weiterhin ganz ganz feste daran glauben, dass eure daten bei irgendwelchen webklitschen in echt jetzt mal total sicheren händen sind! Und vergesst nicht, immer und überall für die noch totaler noch sicherere zwei-faktor-autorisierung auch noch eine telefonnummer anzugeben, damit eure telefonnummer auch zur handelsware wird. Ist doch schön, wenn man angerufen wird!!!1!

Freut ihr euch auch schon alle so wie ich drauf, wenn demnächst auch gesundheitsdaten unter kriminellen gehandelt werden? Oder die bewegungsprofile eurer „smarten“ autos? :mrgreen:

Hej, und in der karl-wiechert-allee sind mal wieder knallig krachende kompetenzwochen ausgebrochen:

Der Marktplatz befindet sich nicht im öffentlichen Internet – er ist über das Tor-Netzwerk erreichbar

Jeder kann auf das TOR-netzwerk zugreifen. Es ist so einfach wie die installazjon eines webbrausers. Echt. Klick klick. Da braucht man keine zugangsdaten für. Da braucht man kein geheimwissen für. Das ist öffentlich. Da kann übrigens auch jeder mit ein paar kenntnissen selbst einen hidden service aufmachen. Mann, heise! Wollt ihr das niwoh der kompjuterbild noch unterbieten?! Ernsthaft?! Oder bezahlt euch etwa irgendwer dafür, dass ihr möglichst viele leute dumm haltet?

Napalm girl

Kurz verlinkt: der contentindustrielle, historische und religjöse entstehungs- und nutzungskontext des pressefotos „napalm girl“ aus dem vietnamkrieg, das ja gerade wieder für die verleihung eines „friedenspreises“ hervorgekramt wurde [archivversjon]. Mit fotos und hintergründen aus der menschenverachtenden, scheißjornalistischen wirklichkeit, einer unbeschnittenen versjon des mittlerweile berühmten fotos und kurzem abriss der anschließenden jornalistischen, propagandistischen und religjösen ausbeutung des im schon gezielt manipulierten foto festgehaltenen elends.

Das ist wirklich sehr harte kost, in sehr vorbildlicher weise sachlich dargelegt, aber trotzdem ausgesprochen widerlich und sollte bei empfindlichem magen besser nicht gelesen werden. Wer es trotzdem lesen will: der text braucht etwas länger, bitte mindestens eine halbe stunde zeit dafür nehmen, besser ein bisschen mehr.

Mit rundfunkgebührenfinanzierter ZDF-hirnfick-erwähnung. Und mit blick auf die tränenrührende frömmelei der marke „gottes liebe besiegt allen hass“.

Unter den Wartenden, die sich „wie das Publikum auf einem großen Jahrmarkt“ verhalten haben sollen, befanden sich etliche Korrespondenten und Bildreporter wie David Burnett von „Time Magazine“, der südvietnamesische Freelance-Fotograf Hoang Van Danh, der AP-Reporter Peter Arnett, Fox Butterfield von der „New York Times“, der NBC-Kameramann Le Phuc Dinh, ITN-Reporter Christopher Wain sowie ein Fernsehteam der BBC […]

[…] Schon früh berichteten Nachrichtenagenturen und Reporter wie Peter Arnett und Fox Butterfield, dass ausschließlich Vietnamesen in den Vorfall verwickelt gewesen seien. Die einzigen Fremden am Ort des Geschehens seien ausländische Reporter gewesen […]

[…] Eine Gruppe von Journalisten war den Fliehenden bereits entgegengegangen, ohne aber helfend einzugreifen – so auch Nick Ut, auf den die Kinder frontal zuliefen. Einige Reporter wechselten ihre Filme; andere erwarteten die Gruppe angesichts der enormen Hitze aus etwas größerer Entfernung. Dabei fokussierte sich der Blick der Kameras schnell auf die nackte Kim Phúc, während ihre Großmutter mit dem verbrannten Baby im Arm sowie die Soldaten im Hintergrund kaum Interesse auf sich zogen […] Die wartenden Fotografen wussten, so die chinesische Autorin Denise Chong, „dass sie das Bild des Tages vor sich hatten. Sie schossen ein Foto nach dem anderen, bis sie keinen Film mehr in den Kameras hatten. Sie stellten sich schon vor, wie sie das Bild aussuchen würden, das Leben und Tod voneinander trennte. Die Lebenden vermitteln die Schrecken des Krieges besser; die Gesichter der Toten sprechen nicht mehr.“ Erst nachdem die Kameraleute und Fotografen ihre Bilder gemacht und ihre Filme verschossen hatten, kümmerte man sich um die Kinder […]

[…] Aus der großen Zahl der Aufnahmen, die Nick Ut in Trang Bang gemacht hatte, wählte man noch am selben Tag am Leuchttisch im Saigoner AP-Büro das Foto Nr. 7a mit der weinenden und nackten Kim Phúc aus. Dabei handelte es sich um ein typisches Opferbild des Krieges. Nicht zur Veröffentlichung geeignet erschienen diejenigen Bilder, die nur wenige Sekunden später entstanden waren und ein bezeichnendes Licht auf die Rolle der Medien im modernen Krieg werfen. Sie zeigen Kim Phúc, die sich in der Zwischenzeit beruhigt hatte, sowie zwei Fotografen und zwei weitere Kameramänner (zum Teil in ziviler Kleidung, zum Teil in militärischer Uniform), von denen allerdings wie auf dem ausgewählten Bild niemand irgendwelche Anstalten machte, den Kindern zu Hilfe zu kommen. Diese erscheinen eher als Getriebene der Medien denn als Opfer des Kriegsschreckens im Bildhintergrund […] Auf der NBC-Filmsequenz ist kurz eine Gruppe von etwa zwölf Bildreportern zu sehen, die sich wie eine lebende Barriere noch im Rücken von Nick Ut formiert haben, um das Geschehen festzuhalten. Erst später eilten Soldaten und Journalisten den Kindern zu Hilfe und reichten dabei auch der kleinen Kim einen Umhang und Wasser. Anders als Nick Ut später immer wieder behauptete, bilden gerade diese Aufnahmen weniger „den Krieg an sich“ ab als vielmehr das Verhalten der Medienvertreter gegenüber den Opfern […] Nur selten sind diese Fotos gezeigt worden […]

[…] Da man Schatten auf dem Körper Kim Phúcs als Schamhaare hätte deuten können, wurde der Abzug laut Denise Chong auf Bitte von Faas leicht retuschiert und damit entschärft […] Für die geplante Veröffentlichung ließ man das Foto Nr. 7a zusätzlich beschneiden. Das gesamte rechte Drittel des ursprünglichen Bildes, das am Straßenrand weitere Fotografen in militärischer Uniform zeigt, von denen einer gerade den Film seiner Kamera wechselt, aber keiner bereit ist, den verängstigten und weinenden Kindern zu helfen, fiel der Schere zum Opfer. Auch dieses nur selten publizierte unbeschnittene Bild hätte einen kritischen Hinweis auf das Verhalten der Medienvertreter geliefert und erschien für eine aktuelle Veröffentlichung demnach wenig geeignet. Mit der Fokussierung auf das nackte Mädchen und ihr schmerzverzerrtes Gesicht bedienten die Beteiligten gleichsam anthropologische Bedürfnisse des Publikums nach Bildern leidender und nackter Körper

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß dabei, sich jeden verdammten scheißtag von stinkenden, menschenverachtenden scheißjornalisten emozjonal und psychisch manipulieren zu lassen!

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, jornalist, verrecke!

Ändräut und kryptogeld des tages

Nehmt nur noch softwäjhr, die euch über die äppstohrs eurer betrübssystemmacher ausgeliefert wird, sagten sie. Das ist viel sicherer, sagten sie.

Fake-App in Googles Play Store sollte Kryptogeld stehlen

Mit verlaub, bei leuten, die allen ernstes auf die idee kommen, mit ihren verwanzten, trojanifizierten und ungepätschten wischofonen irgendwelches geld zu bewegen, ist mein mitleid von klar submikroskopischer größe und tendiert in seiner ausdehnung zur plancklänge. Schon ganz normale softwäjhr wird in der beschissenen wischofon-scheißkultur mit versteckten funkzjonen angereichert, wie sie sonst nur in der internetz-kriminalität üblich sind. Wer so einer giftkultur sein geld anvertraut, darf sich nicht wundern, wenn es weg ist.

„Internetz der dinge“ des tages

Dieses internetz der dinge ist wirklich toll, man kann alles aus der ferne machen und muss gar nicht mehr aus seinem sessel aufstehen. Jetzt müsste nur noch jemand an elementare sicherheitsmaßnahmen denken, wie etwa, das unmittelbar nach inbetriebnahme ein neues passwort erzwungen wird. Oh, viel zu schwierig? Na gut, dann wird eben gepwnt:

Mit einem Default-Benutzernamen in Kombination mit dem Standardpasswort 1234 können Angreifer via Webbrowser auf weltweit Tausende von Kühlsystemen des taiwanesischen Herstellers Resource Data Management (RDM) zugreifen

Eins, zwei, drei und vier; und dein kühlschrank gehorcht jetzt mir… :mrgreen: