Claas Relotius ist überall

Was sind denn das für erfolgsorientierte alfablogger:innen, die unter ereignisüblichem tamtam tolle medienpreise für ihr bloggen verliehen bekommen?

Erfundene jüdische Familiengeschichte
Bloggerin täuscht Leser, Medien und Yad-Vashem-Archiv

Eine deutsche Bloggerin hat eine fiktive jüdische Familiengeschichte verbreitet. Nach SPIEGEL-Informationen waren auch andere Dinge, die die Historikerin über sich erzählte, frei erfunden […] Marie Sophie Hingst ist in der Blogger-Szene recht bekannt. 2017 beispielsweise war sie beim Preis „Die Goldenen Blogger“ in der Kategorie „Blogger des Jahres“ ausgezeichnet worden

Die contentindustrielle presse — wie etwa das fischblatt „die zeit“ — hat die schön gesponnenen erzählungen natürlich gern gebracht, um besser werbeplätze rund um die interessante und voll echte lebensgeschichte vermarkten zu können. Ich kann leider nicht beurteilen, wie gut diese frau geschrieben hat, weil ich die in „bloggerkreisen“ angeblich recht bekannte bloggerin nicht kenne und nie gelesen habe. Aber ich lese ja auch nicht, was von irgendwelchen schulterklopfrunden der alfabloggeria irgendwelche preise kriegt, sondern das, was mir übern weg läuft und interessant klingt. Aber wie gesagt, es kann schon sein, dass sie immerhin gut geschrieben hat und nicht so plump wie Claas Relotius war.

[Archivversjon]

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