Ditschitäll detox

Das bekannte fischblatt „die zeit“ reizt zurzeit die lachmuskeln mit dem folgenden artikel, der hoffentlich als satire gemeint ist:

Digital Detox: Ein Leben nach dem Internet. Jetzt. -- Rumscrollen, hierkurzwaslesen, daschnellwasposten. Ah WhatsApp, oh Twitter, wow Tinder. Das digitale Leben macht uns krank und wir wissen das. Wir müssen es beenden! -- Von Anna Miller -- 11. August 2019, 10:15 Uhr

Oh, schön, habe ich mir gedacht. Endlich verlassen die scheißjornalisten in einem großen ditschitäll detox das internetz und bestempeln wieder bäume, damit das internetz wieder mehr für die menschen da ist. Leider habe ich nach genuss der ersten seite — wisst ja, contentindustrielle scheißzeitungswebseits wollen, dass ihr umblättert, als ob ihr es noch mit papier zu tun hättet, damit möglichst viel werbeplatz vermarktet werden kann — zu meiner großen erheiterung die folgende klickaktive ergänzung zum artikel gesehen:

Schaltflächen zum weitersagen auf fratzenbuch und zwitscherchen, schaltfläche für flipboard, schaltfläche für pocket, schaltfläche zum weitersagen über mäjhl -- Darunter eine schlagwortliste (hier nicht vollständig abgebildet): Soziale Netzwerke, Facebook, Netflix, Instagram, Social Media, Smartphone

Nicht einmal fäuleton kriegen diese kwatschjornalisten so hin, dass es nicht lächerlich, unglaubwürdig und dumm wird.

Danke, M., für den hinweis…

Überraschung!!1!!!

Einführung des autos:
Pferdedroschken-scheff warnt vor pleitewelle

Oder so ähnlich

Nein, ich kann solchen läden wie „uber“ nix abgewinnen. Aber den absurd überteuerten scheißtaxen mit ihren henkersfahrern auch nicht. Das geschäft mit den taxen hat bislang zu sehr großen teilen nur funkzjoniert, weil es den menschen nicht einfach möglich war, bei bedarf spontan fahrgemeinschaften zu bilden. Und deshalb wird dieses geschäft auch verschwinden. Wenn ich dann lese, dass bereits jetzt — also mit wucherpreisen für die nutzung — viele fahrer keine rücklagen für die alterssicherung anlegen können, dann ist klar, dass es mit den scheißtaxen im grunde schon vorbei ist und dass es taxen nur noch wegen staatlicher eingriffe gibt. Und morgen im gleichen kino: „die unsichtbare hand des marktes“, die für uns alle das beste schafft… :mrgreen: