Kurz verlinkt

Ausgerechnet die sonst ziemlich natoolivgrün gewordene TAZ hat einen bemerkenswerten artikel aus „le monde diplomatique“ ins deutsche übersetzt und auf ihrer webseit publiziert [archivversjon].

Man stelle sich vor, eine iranische Drohne würde über Florida abgeschossen oder ein paar Kilometer vor der US-Küste. Niemand würde über den exakten Abschussort diskutieren, vielmehr würden sich alle fragen, was diese Drohne dort zu suchen hatte – 11.000 Kilometer entfernt von Teheran.

Als Iran am 20. Juni eine US-Drohne zerstörte, knapp außerhalb der Landesgrenze (Pentagon-Version) oder innerhalb des iranischen Luftraums (Teheran-Version), fragte kaum jemand nach der Legitimität der US-amerikanischen Militärpräsenz am Golf. Diese asymmetrische Berichterstattung der westlichen Medien, die sich daran orientiert, ob das Land, das internationales Recht verletzt, eine (gute) Demokratie oder ein (böser) autoritärer Staat ist, bleibt heute völlig unwidersprochen

Wird noch besser:

Diese ungleiche Wahrnehmung, die „spontan“ die Großmacht USA begünstigt, stützt sich vor allem auf ein selektives Gedächtnis, ein Gemisch aus politisch induziertem Vergessen und von Medien transportierten Lügen, die auf Auslassungen basieren

Auch weiterhin viel spaß dabei, euch jeden tag von scheißjornalisten (die sich bislang noch in den dienst jeder miesen und mörderischen sache gestellt haben) ins gehirnchen ficken zu lassen!

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