Wie man leben im weltraum findet?

Einfach mal gucken, ob auf extrasolaren planeten irgendwas leuchtet. Klingt nicht gerade nach einer einfachen aufgabe, wenn man so zwischen fünf und ein paar hundert lichtjahre davon weg ist und direkt neben dem planeten so eine lästige, viel heller leuchtende sonne steht… ist aber auch nur was für die teleskope der zukunft.

Lange nicht mehr so viele konjunktive in einem text auf scinexx gelesen. Aber hej, dafür gibt es auch noch eine klare aussage:

Diese Leuchtphänomene gehören zu unseren besten Chancen, Leben auf Exoplaneten zu finden

Ich — als nichtastronom und ohne formale wissenschaftliche ausbildung — sehe da eine mögliche bessere schangse in spektroskopischen untersuchungen von extrasolaren planeten-atmosfären, die übrigens auch extrem schwierige messungen werden. Für den einfluss von leben auf die atmosfäre eines planeten haben wir einen sehr guten präzedenzfall: die erde. Das bisschen metan in der irdischen atmosfäre steht in einem auffälligen chemischen ungleichgewicht zum sauerstoff (es würde unter anwesenheit von sauerstoff unter energiefreisetzung zu kohlendioxid und wasser), was zeigt, dass es durch einen… ähm… sehr exotischen chemischen prozess immer wieder neu erzeugt werden muss. Im fall der erde geschieht dies natürlich durch den stoffwexel in lebensformen.

5 Antworten zu “Wie man leben im weltraum findet?

  1. Hab heute gerade den Vortrag „Warum sind wir allein im Universum?“ auf youtube gesehen. Nach gutem Anfang und Ansatz gleitet er doch leider in langweilige Beschreibung ab wie man Exo-Planeten findet und darauf evlt. Leben. Aber die Frage im Titel beantwortet er leider nicht bzw. nicht wissenschaftlich. Daher – eher Clickbait-Titel.

    Ich frage mich dagegen: was wäre wenn es – wo auch immer – Leben/Außerirdische Zivilisationen da draußen gäbe? Selbst wenn uns der Nachweis gelingen würde, wir wären immer noch allein. Denn ein Mensch fühlt sich selbst auf einer einsamen Insel allein, obwohl er genau weiß, dass er woanders Familie und Angehörige hat. Erst die (direkte) Kommunikation nimmt die Einsamkeit. Aber mit 4 Jahren minimaler einfacher Signallaufzeit wie im Fall des alpha-centauri-Systems ist jetzt Kommunikation nicht wirklich möglich und direkt durch Besuch schon gar nicht. Deswegen bleiben wir außerirdisch allein.

    Wir könnten aber mal mit dem Nachbarn ein Schwätzchen halten oder abends mal weg gehen aus unserem Single-Haushalt oder 2000 Jahre nachdem jemand dafür an einen Baumstamm genagelt wurde, weil er gesagt hatte wie phantastisch er sich das vorstelle, wenn die Menschen ausnahmsweise einmal nett zueinander wären, einfach mal nett zu anderen Menschen sein, statt gleich mit dem Kriegsbeil zu drohen.

    • Ähmmm ich fange mal hinten an, mit dem „zueinander nett sein“.
      Zivilisation ist ein menschlicher Begriff, d.h. unter anderem, wenn man nach so etwas im All sucht, dann ist das ein ungefähres Spiegelbild dessen, was der Mensch auf Erden getan hat und tut. Alleine die Vorstellung, das es so etwas absurdes und abgrundtief bösartiges, was der Mensch hier zivilisiert nennt, irgendwo im All noch mal existieren sollte, ist, vorsichtig ausgedrückt, schon recht kühn.
      Und selbst wenn es um gar keine „höhere“ Zivilisation geht, sondern nur um rudimentäres Leben, bzw. Bausteine dazu, wie z.B. Nukleinsäuren, Aminosäuren usw., ist das auch wieder nur ein Spiegelbild von dem, was der Mensch als leben definiert. Es ist also nur eine Sichtweise von einer völlig absurden Spezies, die manche sogar als Fehler der Evolution betrachten, auf einem winzigen Planeten, in einem recht winzigen Sonnensystem, in einem Arm von vielen, einer Galaxie von sehr sehr vielen.

      In Star Trek TNG wurde es sogar mal thematisiert, dass Leben vielleicht gar nicht so sein muss, wie es der Mensch definiert und es deshalb auch (zuerst) gar nicht erkennt.

      Um nun zum Anfang und zu der Freundlichkeit zueinander zurück tu kommen. Wenn es wirklich im All irgend wo noch so etwas gibt, das der Mensch Zivilisation nennt, dann wird das ganz sicherlich nichts mit dieser Freundlichkeit zueinander. Dazu ist der Mensch kaum fähig und dem entsprechen auch nicht sein Spiegel- bzw. Abziehbild, nach dem er sucht.

      LLAP =Λ=

      • Ergänzung:

        […]Dazu ist der Mensch kaum fähig[…]

        Zumindest bisher nicht, muss da noch dazu. Und. Wenn der Mensch sich nicht selbst ausrottet, zurzeit ist es ja wieder recht akut mit den Atomwaffen usw., dann hat er ja noch ein paar Milliarden Jahre um aus dem zivilisatorischen Mittelalter heraus zu kommen, bevor dann die Sonne dem ganzen Spuk ein Ende bereitet.

        Zurzeit gibt es Zivilisation nur im kleinen, in formellen und informellen Gruppen, vielleicht auf Länderebene und selbst da trügt der Schein oft. Global und geopolitisch gibt es aber leider keine Zivilisation, wenn man damit etwas gutes verbindet, bzw. sind wir, wie oben schon erwähnt, immer noch im zivilisatorischen Mittelalter, ganz egal für wie toll sich die Spezies im allgemeinen heute hält.

        Ich halte es aber für sehr unwahrscheinlich, wenn auch nicht für unmöglich, dass etwaiges (biologisches) Leben auf anderen Planeten im All, noch einmal so verläuft, also eine Evolution so ähnlich abläuft, gar noch solch eine, von manchen als fehlerhaft betrachtete Spezies generiert, wie das auf Erden passiert(e).

        Aber das ist nur meine Meinung – vielleicht ist es anderswo im All viel besser gelaufen, oder vielleicht auch noch absurder als hier.

  2. […]Das bisschen metan in der irdischen atmosfäre steht in einem auffälligen chemischen ungleichgewicht zum sauerstoff (es würde unter anwesenheit von sauerstoff unter energiefreisetzung zu kohlendioxid und wasser), was zeigt, dass es durch einen… ähm… sehr exotischen chemischen prozess immer wieder neu erzeugt werden muss. Im fall der erde geschieht dies natürlich durch den stoffwexel in lebensformen.[…]

    Im Zusammenhang dazu:
    Der Geldsack Elon Musk will den Mars mit Atomwaffen bombardieren (Artikel in Englisch).

    […]Billionaire Elon Musk, who hates unions and wants to implant AI into human brains, has been continuing this trend of idiotic plutocratic futurology with a new campaign to detonate nuclear weapons on the planet Mars. This is not because Musk hates Mars, but because he wants to colonize it; the idea is to vaporize the red planet’s polar ice caps and throw carbon dioxide into the air to ultimately make the planet more habitable.[…]

    Das hat natürlich wenig mit dem finden von Leben im All zu tun, sondern anders herum, das kolonisieren des Alls mit menschlichem Leben, aber der Zusammenhang liegt bei der Atmosphäre und vor allem auch bei den bekloppten „gugg in die Luft“ Nerds, mit ihrem auswärts, statt nach innen gerichteten Blick.

    […]So many of us are looking forward to some escape route coming from outside of us to rescue us from ourselves; some are looking forward to the second coming of Jesus, some are looking forward to the aliens coming in to save the day, some are looking forward to the Democrats or the Republicans finally capturing the whole entire government and setting things right with the world, and some are looking forward to billionaires setting up a space colonization program so we can get off this accursed blue orb before we destroy it. But there is no deus ex machina here. No one’s going to save us from ourselves. Even if we do succeed in running away from home, we’ll inevitably bring the same inner demons with us that got us into this mess in the first place.

    We’ve got to turn inward and evolve beyond our self-destructive impulses. The only way out is through. The mind virus of celestial escapism stops us from doing this, because it offers us yet another false promise of deus ex machina. It lets us run away from doing the hard but necessary real inner work, just like doing drugs or binging on Netflix or any other kind of escapism.[…]

    Achso. Noch etwas ganz am Rande. Die Überschrift ist hanebüchener Unsinn, da sie voraussetzt, dass es Leben im all gibt, das man finden kann. „Wie man Leben im Weltraum sucht?“ wäre z.B. nicht so ein Unsinn.

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