Guhgell des tages

„Homosexuell“, „lesbisch“ und „schwul“ sind etwa Schlagwörter, die dazu führen, dass YouTube Videos demonetarisiert, also von der Möglichkeit ausschließt, durch Werbung Einnahmen zu generieren

Tja, leute, wenn ihr unbedingt ein paar klickpfennige dafür abhaben wollt, dass ihr eure juhtjuhbb-zuschauer mit einer scheißreklame belästigt, die niemand vermissen würde, wenn sie nicht da wäre, dann müsst ihr euch halt an die neuen prüderie-richtlinjen halten und dürft niemals über euer von der vermarkternorm abweichendes sexuelles empfinden sprechen. So ist das nun einmal, wenn man sich vermarkten will: man wird in güteklassen unterteilt und gegebenenfalls als nicht marktfähig aussortiert. Das gilt für alle produkte, die vermarktet werden sollen. Auch für juhtjuhbb-stars. Das ist nicht einmal diskriminierend, wenns auch manchmal schwer zu ertragen ist. Das ist kapitalismus. Fragt mal leute, für deren arbeitszeit keiner mehr bezahlen will und die vom dschobbcenter dafür gekwält und widerlich behandelt werden. Im kapitalismus wird gemacht, was bezahlt wird. In eurem fall: von scheißwerbern bezahlt. Und im kapitalismus wird nur gemacht, was bezahlt wird. Die würden mich zum beispiel auch nicht als fotomodell bezahlen. Wenn ihr mir das nicht glaubt, dann redet doch einfach mal mit einem erwaxenen menschen von normaler intelligenz und lebenserfahrung darüber… 😉

Hej, ihr „hauptberuflichen juhtjuhbber“: kennt ihr eigentlich „patreon“? Dann scheißt auf juhtjuhbbs antisozjalen S/M-menschenverkauf und findet wenigstens zu einem bisschen menschlicher würde zurück, indem ihr euch von denen bezahlen lasst, die euch gern sehen, statt euch für eine handvoll geld zum köderwurm an der angel des scheißwerbers zu machen! Scheißguhgell hat sowieso nichts anderes verdient, als dass wir uns immer weiter von diesem drexladen abwenden. Und wo ich gerade von würde spreche: damit könnt ihr genau jetzt anfangen. Ach, wollt ihr nicht? Gut, dann seid ihr eben idjoten. Schade, aber nicht zu ändern. 😦

Fefe hat auch etwas.

Fernsehen wird durch bild erst schön

Es war ein ewiger Traum von Axel Springer, das Verlegerfernsehen. Zeitlebens strebte der Gründer des Medienhauses danach, die Macht seiner Zeitungen ins Fernsehen zu verlängern; übrig blieb am Ende nur der Trost: Die „Bild“ ist gedrucktes Fernsehen. Nun aber soll der Traum wahr werden. „Bild“ wird Fernsehen. Springer will 20 Millionen Euro investieren, um das Boulevardblatt zu einer TV-Marke zu machen, eigener Sender nicht ausgeschlossen. 18 Stunden Live-Fernsehen täglich sind geplant, eine eigene Sendelizenz soll her

[Archivversjon]

Vor zwanzig jahren hätte ich mich ja noch gegruselt, aber inzwischen wird fernsehen mit beachtenswerter geschwindigkeit zu einem demnächst genau so toten medium, wie es die zeitung jetzt schon ist. Menschen unter dreißig jahren sitzen kaum noch vor der glotze und zwängen sich selbst in diesen bullschitt aus sendezeiten und gewaltsam verabreichten reklameunterbrechungen. Da hat ja ein scheißradiosender ein seriöseres geschäftsmodell, denn radio läuft immer noch an vielen orten dumm und plärr im hintergrund. Von daher wäxt da wohl zusammen, was zusammen gehört. Möge der pleitegeier sein fresschen kriegen.

Hej, und du scheißjornalist, der du bei der scheißbildzeitung arbeitest, du ahnst sicherlich schon, wo das geld für die kleine diversifizierung eingespart werden wird: bei dir. Recht so!

Datenschutz des tages

Webseiten dürfen Cookies nur dann auf dem Rechner der Nutzer speichern, wenn diese ausdrücklich zugestimmt haben. Zudem müssen die Nutzer detailliert informiert werden, wenn die Cookie-Daten an Dritte weitergegeben werden. Das hat der Europäische Gerichtshof in Luxemburg nun klargestellt

Ich habe diese konzentrazjon der datenschützer auf „cookies“ nie verstanden. Wenn es um datenschutz ginge, dann würde nicht die speicherung bei mir zustimmungspflichtig, sondern die speicherung in den datenbanken irgendwelcher windigen unternehmen. Cookies sind in meinem brauser gespeichert und fallen deshalb unter meine autonomie — bei mir gibts zum beispiel keine cookies aus drittkwellen. Ich kann die gespeicherten cookies jederzeit löschen, wenn ich das will, ich kann den brauser im privaten modus nutzen, so dass die cookies am ende der sitzung automatisch gelöscht werden und ich kann, wenn mir das alles nicht reicht, zusätzliche äddons für das cookie-mänätschment in den brauser packen. Dass einem wegen so einer sache, die zu einem scheinproblem aufgeblasen wurde, um von dem wirklichen problem umso besser ablenken zu können, inzwischen die nutzung einer webseit verleidet wird, weil man sich durch schichten von zustimmungen durchklicken muss, macht das web nicht schöner — wenns auch den nebeneffekt hat, dass es klar macht, welche webseits ihre leser meistbietend verkaufen.

Unterdessen gibt es ein maß von träcking über ganz andere merkmale, das man als nutzer nur noch so halbwegs in den griff bekommt, wenn man javascript weitgehend unterbindet. Und glaubt mal nicht, dass scheißwerber das nicht nutzen! Denn kaum jemand unterbindet javascript, weil idjoten glauben, dass das ganze internetz nicht mehr funkzjoniert, wenn man nicht jedem anonym bleibenden gegenüber das recht gewährt, programmkohd im brauser ausführen zu dürfen. Das ist ein recht, mit dessen vergabe ich sehr sehr vorsichtig wäre. Das ist schließlich internetz und voll von typen, die nach ihrem tod niemanden fehlen würden. Lasst euch nicht ausgerechnet von scheißjornalisten an der nase herumführen, denn die leben davon, dass sie euch verkaufen!