Jornalismus des tages

Die Redakteure von ZEIT und Merian sollten das zwar für sich durchaus kritisch sehen, da einen Text veröffentlicht zu haben, bei dem jeder, der mit dem Thema vertraut ist aufstöhnt und auf Anhieb ein halbes Dutzend grober Fehler findet. Aber ich sehe es hier mal positiv: Daran lässt sich nämlich schön illustrieren, warum wir Wissenschaftsjournalist*innen brauchen, die sich mit den Themen, über die sie schreiben, auch auskennen

[Archivversjon]

Wenn jornalisten — und keineswegs nur wissenschaftsjornalisten — sich mit den temen, über die sie schreiben, auskennen würden, dann wäre mein tonfall gegenüber diesem gleichermaßen hochmütigen wie dummen geschmeiß schon viel sanfter. Aber immer, wenn ich mich in einem gebiet auskenne, stelle ich fest, dass der jornalist weder kenntnisse noch lust auf reschersche hat, nicht einmal auf diese minimalreschersche durch kurzen blick in die wicked pedia.

Aber warum sollte sich so ein scheißjornalist für seine wegwerftexte auch mühe geben. Die dienen schließlich nur als köder, um die leute zum eigentlichen geschäft der contentindustrie zu holen: zur scheißreklame. 🎣

Da hätte ich dann auch keine richtige lust mehr, mir mit dem schreiben mühe zu geben. Und genau so sieht die leistung von scheißjornalisten regelmäßig aus.

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