Schlangenöl des tages

Den beliebten feierfox-brauser von mozilla gibt es jetzt auch mit wirkungslosem anti-javascript-schlangenöl.

Bitte auf gar keinen fall darauf verlassen, sonst seid ihr verlassen! Die leute, die eine groß angelegte schadsoftwäjhr-kampanje für den transport über webbrauser machen, probieren ihr gehäcksel vorher mit allen möglichen schlangenölen aus. Sie leben schließlich davon, dass es möglichst gut funkzjoniert.

Die angemessene strategie ist es da nicht, javascript jedem zu erlauben und einer externen blockliste gemäß zu verbieten, wie es die meisten adblocker bei inhalten aus drittkwellen tun, sondern javascript jedem zu verbieten und es für ein paar ausnahmen bewusst zu erlauben.

Benutzt niemals einen webbrauser ohne wirksamen werbeblocker und ohne richtigen skriptblocker. Es ist dumm und gefährlich. Denn es ist eine ganz schlechte idee, jedem dahergelaufenen gegenüber in einem anonymisierenden, technischen medium die ausführung von programmkohd im webbrauser zu gestatten. Praktisch alle brauser-exploits des letzten jahrzehntes waren nur über javascript möglich — einzige ausnahme war der exploit der PDF-darstellung im feierfox, die übrigens in javascript implementiert ist. Wer jedem die ausführung von kohd erlaubt, darf sich nicht wundern, wenn er auf einmal einen kompjuter anderer leute auf dem schreibtisch stehen hat.

Es ist übrigens erstaunlich, wie viel schneller einige webseits werden, wenn man ihnen nicht die ausführung von javascript gestattet. Bei heise onlein ist es oft der unterschied zwischen einer seite, die sofort da ist und einer wartezeit von mindestens anderthalb sekunden, bis sich der brauser von der initjalen skriptausführung „erholt“ hat. Tja, kein wunder, wenn pro seitenaufruf 2,2 sekunden CPU-zeit für javascript draufgeht, weil 48 javascript-dateien mit einer gesamtgröße von rd. 1,4 MiB übertragen, geparst und ausgeführt werden müssen, ohne dass das irgendeinen bezug zu den inhalten hätte, die einem eigentlich interessieren. Von der CO2-bilanz, die in den bis zur hirnverachtung heuchlerischen texten des ganzen scheißjornalismus gerade so irre wichtig genommen wird, während der strom bei der textbetrachtung für unnütze und meist unerwünschte programmausführung in wärme verwandelt wird, will ich da gar nicht erst anfangen. :mrgreen:

Und immer daran denken: eine webseit, die euch ohne javascript nix zu sagen hat und euch nur einen weißen bildschirm oder eine texttafel hinhält, die wird euch auch mit erlaubter kohdausführung nix zu sagen haben, da ihre hauptsächliche absicht etwas völlig anderes ist, als euch etwas sagen zu wollen. Die angeblichen „inhalte“ sind nur köder. 🎣

Religjöse zensur des tages

Eine Netflix-Parodie, die andeutet, dass Jesus homosexuell gewesen sei, muss in Brasilien aus dem Netz genommen werden

Klar, das wissen die kristen in katolistan ja auch ganz genau: dieser Jesus war so rein, dass er vermutlich nicht mal gelernt hat, wie er seinen penis benutzt, und die schwulen sind die priester, die ihren penis so gern in zarte knabenmünder stecken. Folglich ist es eine gotteslästerung, wenn man Jesus als schwul darstellt, und die muss wegzensiert werden.

Dass dieser g’tt sich aber auch nie selbst zu helfen weiß, wenn ihn mal jemand beleidigt! Dass dieser gott aber auch immer die unterstützung von richtern, zensoren und henkern braucht! Vermutlich hat er einen schwächeanfall, ist von der schöpfung immer noch etwas erschöpft, so dass wir menschen ihm ein bisschen zur hilfe kommen müssen… :mrgreen:

Möchte sich jemand beruflich neu orientieren?

Jetzt kann man sich endlich zum deppenschubser… ähm… „influencer“ weiterbilden, und zwar unter verbrennung staatlicher fördergelder. Das ist doch prima! Die BRD gibt parteistiftungen das geld dafür, dass sie menschen beibringen, wie man andere menschen im internetz bestupst, wenn sie mal die unerwünschte meinung haben oder bestätigt, wenn sie die richtige meinung haben. Warum sollte man p’litik auch anders als die wegwerfartikel der modeindustrie verkaufen? 👍

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß auf irgendwelchen S/M-webseits!

Kurz verlinkt

„Liebe Idiotinnen und Idioten des Genderwahnsinns“

Und ja, heise zensiert solche kommentare wirklich weg. Ich kann das bestätigen. Die zeiten, in denen das heiseforum ein ort des einigermaßen freien gedankenaustausches (und teilweise natürlich auch der trollerei) war, sind schon etwas länger vorbei. Es ist zwar immer noch besser als bei spiegel und tagesschau, aber das ist wahrlich keine große kunst.

Eine kleine frage (ziemlich schräg)

Nur eine ganz kleine frage zu einem letztlich sehr „schrägen“ und akut bullschittverdächtigen tema: das hier [link geht zu juhtjubb] ist eine aktuelle reklame von VW in den USA. Fällt jemanden etwas daran auf?

Nein, ich meine nicht dieses widerliche selbstgrüngewasche dieser organisiert kriminellen betrüger, die eine betrugssoftwäjr für ihre autos geschrieben haben, um abgasmessungen zu manipulieren, statt einfach gesetzeskonforme motoren zu bauen — weil sie sich darauf verlassen konnten, dass sie in bananistan mit so einer asozjalen scheißnummer durchkommen. Das ist leider nicht ungewöhnlich. Ich meine auch nicht, dass sie extra für eine fette faustvoll dollar die missbrauchsrechte für ein liedchen der beetles… ähm… beatles erworben haben, damit einem beim „genuss“ auch so richtig die kotze hochkommt. Das ist leider auch nicht ungewöhnlich.

Ich meine etwas anderes. Es ist fast nebensächlich und vielleicht noch nicht einmal wirklich wichtig, aber ihr wisst ja alle, dass ich manchmal das gras waxen höre und unterschwellige botschaften wahrzunehmen glaube. Und dabei verrenne ich mich manchmal, und manchmal liege ich gar nicht so falsch. Und ich möchte eigentlich nur wissen, ob es jemanden auffällt. Ich bin jedenfalls gerade hellwach geworden, als ich das reklamefilmchen gesehen habe. Ich weiß allerdings auch ziemlich genau, über welche grenzesoterischen und irrazjonalen temen sich zurzeit gewisse menschen in den USA austauschen.

Für alle, die überhaupt keine vorstellung haben, was ich wohl meinen könnte oder keine lust haben, sich zu juhtjuhbb zu klicken: hier sind noch ein paar bildschirmfotos aus der reklame. Was ich meine, ist darin auch enthalten, aber natürlich nicht nur. 😉

bildschirmfoto aus der reklame

bildschirmfoto aus der reklame

bildschirmfoto aus der reklame

bildschirmfoto aus der reklame

bildschirmfoto aus der reklame

bildschirmfoto aus der reklame

bildschirmfoto aus der reklame

Das urheberrecht für die reklame, aus der ich hier bildschirmfotos verwurstet habe, liegt natürlich bei VW. Wisst ihr ja. Ich hätte auch viel zu viel anstand, um mir so eine hirnfickscheiße einfallen zu lassen.

Kleiner hinweis für tüftelfreunde: sechs von diesen bildern enthalten unsichtbare steganografische zusatzinformazjonen, die für einen dritten ohne zugriff auf meine festplatte nicht nachzumachen und nur mit hohem aufwand zu extrahieren wären. Ein siebtes bild enthält diese zusatzinformazjonen nicht. Das meine ich aber nicht. Das hat einen anderen grund. (Ja, es hat einen grund.) Auch die dateinamen haben keine bedeutung. Was ich meine, sind nicht solche nerdigen meta-dinge, sondern etwas für betrachter sichtbares.

Und nun zum krieg an der straßenfront

Da sitzt ein arschloch in seinem volxpanzer — von werbern, jornalisten und autoverkäufern meist SUV genannt — schubst einen radfahrer vorsätzlich von der straße in den graben, hält an, holt sich einen ordentlichen knüppel raus, den hölzernen griff einer axt, geht damit in den graben runter und verprügelt den radfahrer noch mit dem knüppel. Ich nenne so etwas ja einen mordversuch. Der richter am amtsgericht vechta war davon überzeugt, dass es ein vorsätzlich herbeigeführter „unfall“ war und dass hinterher wirklich noch mit dem knüppel nachgedroschen wurde, und er hat dafür auch eine gesalzene und echt jetzt mal total abschreckende strafe verhängt: zwei jahre auf bewährung wegen gefährlicher körperverletzung sowie zahlung von 3.000 øre schmerzensgeld an das krankenhausreif verletzte mordversuchsopfer [archivversjon]. So muss man mit barbarei im straßenverkehr umgehen! Begründung für das strafmaß:

Wegen des hohen Alters des Angeklagten wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Es könne sein, dass man die Strafe schlichtweg nicht überlebt, sagte der Richter

Merkt es euch: wenn ihr mal jemanden umbringen wollt, wartet damit, bis ihr alt seid, und dann seht zu, dass ihr ihn von der straße putzt und dass es vors amtsgericht vechta geht! Da kommt man billig davon.

Immerhin ist wenigstens der lappen weg!