Und nun zur geologie

Habt ihr sicherlich auch schon alle gehört: wir leben im antropozän, also im zeitalter, in dem die irdische entwicklung entscheidend vom menschen geprägt wird und das hauptsächlich am massenaussterben großer tierarten erkennbar ist. Aber ihr habt sicherlich noch nicht gehört, dass man auf die idee kommen kann, dass das antropozän begonnen hat, bevor es menschen gab [archivversjon].

Und damit hätten wir es zugespitzt formuliert tatsächlich mit einem „vormenschlichen Anthropozän“ zu tun, denn die Gattung Homo existierte zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht. Unsere Ahnenreihe war damals gerade erst beim Australopithecus angekommen. Dafür waren dieser kleine Vormensch und seine engsten Verwandten im fraglichen Zeitraum schon über weite Teile Ostafrikas verbreitet – möglicherweise war das genug, um zu einem ökologischen Faktor zu werden

Tja, ist schon doof, wenn man die benennungen der erdzeitalter nach ideologischen maßstäben vergibt.

Und dass die kleineren, hirnschlankeren und behaarteren vorfahren des menschen gute jäger gewesen sind, kann ich mir kaum vorstellen (achtung, das ist kein wirkliches argument). Die waren sammler, und der sammeltrieb ist heute noch eine eigenheit der menschen. Klar, die haben auch aas gegessen, wenn es noch genießbar war. Aber jagd auf großes wild ist nicht drin.

Trollp’litik des tages

Denn die AfD hat bereits das nächste Manöver angekündigt. „Die kopflose Reaktion von CDU und FDP bringt mich zu der Empfehlung an die thüringischen Freunde, das nächste Mal Herrn Ramelow zu wählen, um ihn sicher zu verhindern – denn er dürfte das Amt dann auch nicht annehmen“, sagte AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland am Samstag.

Habt ihr den knall gehört? Das waren die ganzen satiriker, die sich gerade erschossen haben.

Realsatirischer liebreiz

Ich finde ja, dass es einen erheblichen realsatirischen liebreiz hat, wenn die kwalitätsjornalisten aus presse und glotze angesichts der zustände in thüringen vor dem AFD-faschismus warnen und im gleichen atemzug ausgerechnet „führungsstärke“ von den spitzen der so genannten „demokratischen“ parteien einfordern. :mrgreen: