Universität des tages

Die Universität des Saarlandes verdiente Geld, indem sie Glücksspiel bewarb

Weia! Aus der von mir aus gründen nicht direkt verlinkten kwelle:

Anfang Februar fanden sich auf der Seite noch Insgesamt 118 Artikel. Sie waren unterteilt in die Kategorien Gesundheit, Finanzen, Lifestyle und Karriere. Es ging um Studijobs, Freizeittipps oder Job-Chancen. Elf dieser Artikel lieferten echten Mehrwert, etwa Tipps zum Bafög-Antrag.

Alle anderen 107 Artikel waren für Suchmaschinen optimierte Texte, die auf eine oder mehrere Seiten verlinkten: Anti-Erkältungspräparate, Heilsteine, Kredite, Bitcoin-Spekulation, Sportwetten und andere Glücksspiele wurden teilweise schamlos beworben. […] Wer kein Geld habe, könne im Casino welches verdienen, wer im Klausurenstress einen klaren Kopf brauche, könne beim Zocken schnell ein paar Glückshormone ausschütten und wer neben der Uni einen Job suche, könne im Online-Casino arbeiten

Da will ich mal hoffen, dass die universität jetzt nicht auf spämm umsteigt, nachdem sie die reklame für halbseidene abzockereien nicht mehr auf ihrer staatlich subvenzjonierten webseit unterbringen kann.

Trojaner des tages

Über 500 Erweiterungen des Browsers Chrome schöpften seit mindestens einem Jahr heimlich die Daten von Millionen Nutzern ab, wie der Technologie-Blog Ars Technica meldet. Herausgefunden haben das die Sicherheitsforscher von Duo Security […] Mehr als 500 Browsererweiterungen haben heimlich private Informationen auf von Angreifern kontrollierte Server hochgeladen. Benutzer luden sie millionenfach aus dem Chrome Web Store von Google herunter. Die Firma Duo Security rund um die Sicherheitsforscherin Jamila Kayak entdeckte die Malware-Kampagne. In einem gerade veröffentlichten Bericht heißt es, dass die unbekannten Kriminellen, Nutzer auf Malware– oder Phishing-Websites führten. Sie leiteten User über einen Affiliate-Link zu seriösen Websites von Unternehmen wie Amazon, Macys, Dell oder BestBuy weiter. In einigen Fällen waren die Ziele der Links aber Websites, die Malware enthielten oder für Phishing-Kampagnen eingerichtet wurden […] Duo Security stellte zudem fest, dass die Kampagne mindestens seit Januar 2019 läuft […] möglicherweise über einen weitaus längeren Zeitraum aktiv – schätzungsweise sogar schon seit dem Jahr 2017

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß beim festen, festen glauben daran, dass softwäjhr aus irgendwelchen „äppstohrs“ großer unternehmen viel sicherer und vertrauenswürdiger als bei einem normalen, nicht zu zentralen datensammlungen beitragenden daunlohd aus dem internet ist! Müsst ihr fest dran glauben! Guhgell sagt es, äppel sagt es, meikrosoft sagt es und der ahnungslose idjot von jornalist stimmt zu, also muss es stimmen. Und jetzt bitte weitergehen, hier gibt es nichts zu sehen, bitte zügig weitergehen… 🏃

Mit wie viel „sorgfalt“ die so angebotene softwäjhr überprüft wird, sieht man immer wieder. Ein „äppstohr“ macht nix sicherer. Er eröffnet nur eine geschäfts- und überwachungsmöglichkeit für einen mittler, den wir im internetzzeitalter gar nicht mehr benötigen würden, weil wir auch direkt die kwelle nehmen könnten.

Aber hej, wer sich einen webbrauser oder ein händibetrübssystem ausgerechnet von der größten privatwirtschaftlichen überwachungsfirma der welt, von scheißguhgell, andrehen lässt, ist eh völlig schmerzbefreit. Der stört sich auch an ein paar trojanern von verbrechern nicht. Ist doch alles kwatschegal. So ein gehirn wird erst dann richtig gut, wenn man es auch benutzt.

Guhgell des tages

Benutzt alle schön weiter eure kostenlosen mäjhladressen bei guhgell! Ihr habt ja eh nix zu verbergen, da könnt ihr auch gleich eure privatkommunikazjon vor irgendwelchen reklame-stalkern und sonstigen neurotischen perverslingen offenlegen, damit sie diese untereinander verkaufen und austauschen können! Also immer so weitermachen! Ist toll! Ist guhgell! Ist guhgell, wie ich es seit jahren kenne, der freund aller halbseidenen gestalten und verbrecher

Ach!

Spätestens seit der neoliberalen Agenda von Rot-Grün, aber eigentlich schon seit 1989/90, widersprechen die reale Politik und das von ihr geprägte Wirtschaftssystem in Deutschland der politischen Erzählung von diesem Land. Eine Politik, die auf Ich-AGs setzt, den Mobilisierungsdruck erhöht und von ökonomischen Interessen diktierte Flexibilität von Menschen verlangt, verschleiert die sozialen Kosten und die individuellen Opfer mit der mythischen Erzählung eines zusammenwachsenden Landes

Ach! Ich hätte ja nicht geglaubt, dass das offensichtliche einem scheißpresseschreiber noch einmal auffallen könnte, aber so nach zwanzig jahren ist es doch mal passiert.

Und gestern, heute, morgen und in ewigkeit in der gleichen scheißzeitung, die solche kommentare druckt: die agenturzentral gesteuerte flut von höchst einseitig ausgewählten und sprachbestupsend formulierten meldungen, übernommenen lügen der springerpresse und offener propaganda direkt aus den stinkenden NITF-kanälen von DPA, AFP und konsorten, ergänzt um ohne kwellenangabe übernommene PResseerklärungen und gegen pinkepinke platzierte schleichwerbung im redakzjonellen teil. Und natürlich reklame, reklame und reklame, der eigentliche zweck der scheißpresse. Immer schön den adblocker und den skriptblocker ausschalten, sonst seht ihr nur einen davorgestellten layer!

Aber vielleicht merken diese analjornalisten ja in den näxsten zwanzig jahren noch, dass sie selbst teil des problems sind. Und zwar gern und freiwillig.

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!