Contentindustrie des tages

Wo nimmt so ein machwerk der contentindustie wie — sagen wir mal — die kwalitätsjornalistische und dank Axel Fotz wohl demnächst „maximal drei wörter“ durch EU-leistungsschutzrecht geschützte süddeutsche zeitung eigentlich ihre inhalte her? Richtig, die inhalte werden einfach von anderen aus dem internetz mitgenommen und einmal grafisch neu aufbereitet, damit dieses mitnehmen nicht auf den allerersten blick auffällt. Natürlich mit ohne jeden hinweis darauf, wo man das herhat. Ist ja jornalismus, da gibt man doch nicht an, wo man seinen kram herhat. Und in diesem web kann man ja auch keinen link setzen. Hauptsache, die links in den werbebannern funkzjonieren, müsst ihr immer schön auf der webseit der alpenprawda euren adblocker und euren skriptblocker für abschalten, der dämonkratie und milljardärs… ähm… pressefreiheit zuliebe!!!1!!elf!!1! Und im zweifelsfall…

Weber antwortet und bekundet Verständnis für unsere Arbeit. Top Mann! Aber warte kurz, was schreibt er dann? Einen Gegenangriff: Er meint jetzt, dass wir, also Katapult, Inhalte von ihnen und anderen Medien geklaut hätten

…werden einfach die beklauten als diebe beschimpft. 🤦

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, jornalist, verrecke!

via @ReneHesse@twitter.com und @benediktg5@twitter.com.

Nachtrag: die alpenprawda hat die rubrik eingestellt [archivversjon], weil sie so etwas aus eigener kraft offenbar nicht hinkriegt. Deshalb wurde ja auch geguttenbergt, was das zeug hält!

Eine Antwort zu “Contentindustrie des tages

  1. Soweit ich das überflogen habe, ist nur das Argument übernommen wordem, die Grafik und jeglicher Text nennenswerter Schöpfungshöhe neu gemacht. Urheberrechtlich ist das also gar nicht relevant.

    Würdigung wäre natürlich trotzdem schön und in manchen Fällen sogar wichtig, etwa wenn es zu „Erster“-Ansprüchen kommen sollte. Allerdings brauchen viele Menschen ein halbes Leben, um zu verinnerlichen, dass es überhaupt von Bedeutung sein könnte, sich die Quelle zu merken. Und Schreiber für Geld oder Verlag haben sogar einen Anreiz, das zu vergessen. Darob kann man sie kritisieren. Aber das als „Klauerei“ zu bezeichnen, halte ich für genauso unpassend wie die sonstigen Analogien der Verwerterlobby.

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