Scheißjornalismus des tages

Wenn der jornalist einen experten befragt, und der experte nicht alarmierend und beängstigend genug redet, dann wird eben ein zitat so runtergekürzt, dass es alarmierend und beängstigend genug klingt:

Virologe Christian Drosten hat sich von einem Teil des Berichts im Nachrichtenmagazin „Stern“ distanziert. „Diese Zuspitzung und Selbstverkürzung durch den Stern ist mir peinlich und entspricht nicht dem Zusammenhang des Interviews. Ich bin schockiert“

Möge der herr Drosten es sich für alle zeiten merken: irgendwelchen kwantitätsjornalisten an der reklamevermarktungsfront gibt man keine interwjuhs. Die brauchen keine informazjonen, die brauchen immer nur psychisch aufwühlenden content, um besser ihre werbeplätze besser vermarkten zu können.

Welche jornalistischen produkte das betrifft? Alle jornalistischen produkte.

Schade, dass dieses pressesterben so langsam geht!

Eine Antwort zu “Scheißjornalismus des tages

  1. Irgendwie müssen die alle hier entweder nachgesehen oder nicht nachgesehen haben…

    …ist ja nicht so, dass zahlreiche dieser Premiumverlage mit leicht überzeichneten Narrativen statt des Versuchs einer halbwegs real abgebildeten Wirklichkeit auf die Nase gefallen wären.

    Konrad Kujau und Claas Relotius lassen grüssen.

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