Internetzensur des tages

Seit zwei Wochen (Stand: 21.04.2020) blockiert und zensiert YouTube unsere Videos im Zusammenhang mit dem Video „Collateral Murder“, das vor 10 Jahren von WikiLeaks veröffentlicht wurde. Diese Videos wurden von WikiLeaks zum 10. Jahrestag des „Collateral murder“ veröffentlicht und enthielten Interviews mit preisgekrönten Journalisten wie John Pilger und Kristinn Hrafnsson, Ausschnitte aus dem „Collateral murder“-Video und sogar Aussagen von Opfern

Die dokumentazjon von kriegsverbrechen von US-soldaten ist jetzt für internetzunternehmen aus den USA wohl zum häjhtspietsch geworden, der ratzefummel wegradiert oder technokratisch unsichtbar gemacht werden muss. Das sieht man ja allein schon daran, dass Chelsea Manning verurteilte verbrecherin ist, während die kriegsverbrecher frei rumlaufen. Und ansonsten: das vergessen macht alles gleich.

Vielleicht wird so noch einmal kurz klar, warum man nicht auf zensurplattformen wie juhtjuhbb setzen kann, wenn man staatsverbrechen dokumentieren will.

2 Antworten zu “Internetzensur des tages

  1. If you can stand the heat, stay out of hell
    Ob jemand, der mit dem Teufel ins Bett geht, gut beraten ist sich auf seiner Website, wo er das Video auch hätte veröffentlichen können¹, zu beschweren, dass ihm zu warm ist? Die Zensur auf youtube ist ja jetzt nicht gerade neu und sollte gerade kritischen Geistern bekannt sein.

    ¹ stattdessen nur Links zu anderen Video-Plattformen wo sie auch keine Kontrolle haben.

    Aber wer etwas weiter unten mit der „App Pressenza“ den Gebrauch von Smartwanzen unkritisch propagiert, bei dem scheint mit dem kritischen Denken nicht weit her zu sein. Generation „Digital Naives“, für die youtube&Co. alternativlos ist und die zu blöd sind eine mp4-Datei vom eigenen Server zum Download anzubieten. Aber da müsste man ja auch selbst dafür bezahlen oder würde nicht die Aufmerksamkeit bekommen die man sich wünscht. Nur dass eine werbefinanzierte Plattform wie youtube Killervideos nicht monetarisiert bzw. nicht prominent auf die erste Seite stellt (weil eben keine Firma damit Werbung machen will), darüber sollte man sich dann auch nicht wundern.

  2. Pingback: Journalismus-Update – Blauer Bote Magazin – Wissenschaft statt Propaganda

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