Bundesmaskenball des tages

Das ist doch toll, wenn die bundesregierung mal zur coronaparty lädt [archivversjon]:

In Leipzig ist an diesem Vormittag ein Sonderflug mit mehreren Millionen Schutzmasken aus China gelandet. Der von der Bundeswehr gecharterte Spezialflieger wurde von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer begrüßt. Und weil es so ein freudiges Ereignis ist, wurden zahlreiche Pressevertreter eingeladen. So kam es, dass sich Dutzende Anwesende – die Ministerin, ihre Mitarbeiter, Bundeswehrangehörige, Reporter und Kameramänner – eng an eng bewegten, ohne dass auch nur einer eine Maske trüge. An die Einhaltung von Corona-Regeln hatte im Bundesverteidigungsministerium offenbar niemand gedacht

[Archivversjon]

Was die reporter und kameramänner von n-tv in ihrem kleinen lacherchen zu erwähnen vergessen, ist die zwischen den zeilen durchschimmernde tatsache, dass die reporter und kameramänner (und die sonstige anwesende jornalistenpest) genau so herrgottsdumm wie die werte frau kriegsministerin sind und vermutlich auch nicht daran gedacht haben, selbst ein bisschen schutzausrüstung einzupacken. Das gilt natürlich auch für das geschmeiß im brote von n-tv. Von soldaten wird ja keine nennenswerte eigenintelligenz erwartet, die werden auch nicht fürs denken besoldet… ich frage mich da unwillkürlich, obs bei BRD-scheißjornalisten nicht ganz ähnlich aussieht. :mrgreen:

Was passiert, wenn man lieber schätzt als zu messen

Gesetzt den Fall, die Maßnahmen wirken tatsächlich und der erste Blick auf die Grafik trügt, weshalb sinkt die Reproduktionszahl dann nicht weiter ab, sondern stabilisiert sich bei knapp unter 1? Krause antwortet hierauf, dass er das „so nicht beantworten könne“ und dass möglicherweise ein Effekt existiere, der eine weitere Unterdrückung verunmögliche und ein weiteres Reduzieren von R dann unter Umständen nur durch noch massivere Einschränkungen als die bisher getroffenen realisierbar wäre […] Im Anschluss gesteht er ein, dass man nicht wirklich wisse, welche Teile der Maßnahmen wie gewirkt hätten

Ich weiß gar nicht mehr, die wievielte woche das jetzt schon mit dieser corona-scheiße ist. Ich habe das zählen längst aufgegeben. Immer noch zeigt die scheißtagesschau jeden abend die sinnloseste tafel der welt, und das einzige, was ich daraus lerne, ist, dass es sonntags deutlich weniger neuinfekzjonen als in der restlichen woche gibt. Und auch das lerne ich nur, wenn ich ein gutes gedächtnis habe oder mir notizen mache. So langsam weiß ich, warum die staatsfromme ARD-tagesschau keine bessere visualisierung macht: weil jedem menschen, der seine synapsen nicht mit den fingern zählen kann, in einem etwas größeren kontext sofort klar würde, dass diese zahlen bullschitt sind.

Ob dieses coronavirus wohl kristlich-fromm ist und weiß, wann sonntag und zeit für die ruhe ist? Natürlich nicht. Die zahlen, die wir da sehen, sind meldezahlen. Und auf den amtsstuben der BRD herrscht ab freitag mittag wochenendstimmung. In großen städten mit viel verwaltung — nehmen wir mal münchen als ein beispiel — gilt freitags nachmittags ein anderer fahrplan für den öffentlichen nahverkehr als an anderen werktagen. Weil der freitag nachmittag vom fahrgastaufkommen her den samstag vorwegschattet. (Nein, kein mensch, der noch bei trost ist, fährt mit dem auto nach münchen rein, um zur arbeit zu kommen. Es gibt bessere verwendungen für beschränkte lebenszeit als den mittleren ring. Und der nahverkehr funkzjoniert ganz hervorragend in münchen.)

Wie viele infekzjonen mit mildem verlauf werden nicht gemeldet, weil sie zu milden, recht unaufälligen, schnupfenähnlichen symptomen führen, mit denen im moment kein intelligenzbegabter mensch zu einem arzt gehen würde, um sich dort in der praxis die richtig schlimmen scheißviren abzuholen? Niemand weiß das. Und seit wochen hat niemand interesse daran, die zahlen zu verbessern, zum beispiel, indem man einfach mal eine größere stichprobe der BRD-bewohner durchtestet, um etwas licht in die dunkelziffer zu bringen. Stattdessen wird geschätzt und gemaßnahmt, scheiß auf das grunzgesetz für die BRD. Eine erfolgskontrolle findet nicht statt. Und es ist offenbar p’litisch nicht erwünscht, dass eine erfolgskontrolle überhaupt möglich ist, denn sonst würde ja für eine halbwegs belastbare datenbasis gesorgt. Stattdessen laufen heute alle mit ziemlich wirkungslosen mund-nasen-wärmtüchern zum einkaufen, wisst schon, bald wird gelockert, dann gibts nur noch „gefühlte sicherheit“. Ebenfalls ohne jede erfolgskontrolle. Wenn man mal von nichtssagenden meldezahlen absieht. Und das ist offenbar ebenfalls in genau dieser form p’litisch gewünscht.

Von euren kwalitätsdemokraten.

Jetzt wird es teuer

Liebe verkehrsteilnehmer, habt ihr auch alle die kwantitätsjornalisten in der contentindustriellen kwatschjornallje nebst ihren angeschlossenen webseits gelesen, dass es jetzt mit der neuen straßenverkehrsordnung so richtig teuer wird, wenn ihr mal beim autofahrertypischen verhalten erwischt werdet? 💸

Kein problem, es gibt ein richtig gutes und sehr wirksames mittel dagegen. 😉

Grundgesetzwidriges gesetz des tages

Die tolle, durch absolut nix begründete achthundert-kwadratmeter-regelung für die vorgeblich corona-bedingte öffnung oder schließung von geschäften verstößt gegen das grunzgesetz für die BRD [archivversjon].

Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hält das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig. Wie der Bayerische Verwaltungsgerichtshof am Montag mitteilte, sehen die Richter in der Ungleichbehandlung von kleineren Läden einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes

Dass diese ganzen kwalitätsdemokraten aber auch nie dieses grunzgesetz kennen!