Gender-bullschitt-propaganda des tages

Achtung, hirnfickend propagandahaltiges zitat [archivversjon]:

Aber halt, warum so aggressiv? Sprache ist ständig im Wandel, das ist einfach so. Wir sprechen heute anders als vor 50 Jahren. Die Weiterentwicklung der Sprache ist ein hoch demokratischer Prozess, denn die Mehrheit entscheidet, was funktioniert und was so zur Sprachnorm wird. Wir müssen zum Beispiel hinnehmen, dass der Genitiv zunehmend vom Dativ verdrängt wird. Diesen Prozess können wir sprachliebend beweinen und persönlich mit korrektem Einsatz des Genitivs gegenhalten. Aufhalten lässt sich die Entwicklung nicht. Genauso wenig wie „das Gendern“.

Eine ganz kurze erwiderung von mir darauf.

  1. Ich bin nicht aggressiv. Sie sind aggressiv. Sie wollen mir klare gedanken und das gehirn kaputtmachen. Vorsätzlich. Das sieht man an ihrer knüppeldummen propaganda. Kennen sie eigentlich das deutsche sprichwort „wie man in den wald hineinruft, so schallt es heraus“?
  2. Ich höre jeden tag ganz normale, darunter sogar formell gut gebildete deutschsprecher „zum geburtstag vom Bernd“ statt zu „Bernds geburtstag“ gehen, und die demokratisierung der sprache durch das internetz nebst dem verzicht des gesamten jornalismus auf ein lektorat lässt diese griffige und inzwischen deutlich dialektübergreifende umgangsprachliche form langsam auch zur schriftsprache werden. Oder ein anderes beispiel: die grammatisch nicht ganz koschere, vor allem aus niederdeutschen und niederfränkischen dialekten kommende, aber ebenfalls sehr griffige umgangssprachliche verlaufsform mit „am“ und infinitiv ist in den letzten dreißig jahren völlig alltäglich geworden, wenn die deutsch sprechenden menschen am leben, am beschreiben und am reden sind. Und inzwischen sogar immer öfter auch, wenn sie am schreiben sind. Das sind ganz normale prozesse des sprachwandels, ausgehend von den vielen täglichen sprachnutzern, welche durch die zuwanderung sicherlich noch zusätzlich beschleunigt werden. Das so genannte „gendern“ ist hingegen ein undemokratisch-ideologischer, durch den p’litisch-jornalistischen komplex von oben verordneter sprachzwang, der in der umgangssprache praktisch folgenlos ist, obwohl menschen offen als „nazis“ beleidigt werden, wenn sie diesen scheißhirnfick nicht mitmachen wollen (und das ist dann natürlich auch kein häjhtspietsch, im gegensatz zur offen gezeigten zuneigung zur eigenen sprache). Der stimmritzenverschlusslaut zur andeutung irgendwelcher asteriske, doppelpunkte oder unterstriche findet keine breite umgangssprachliche resonanz, trotz seiner einführungsversuche in den emozjonsaufkochenden laberrunden des BRD-parteienstaatsfernsehens. Es handelt sich um einen völlig anderen prozess. Es handelt sich um orwellschen neusprech, der verordnet und mit druck durchgesetzt werden soll, aber nur von p’litsektierischen kreisen und verlogenen menschen mit parteihintergrund aufgegriffen wird.
  3. Frau Olderdissen, sie dummes, stinkendes, verlogenes propagandaloch, das mich noch vor jedem eigenen wort in seinem brutalen kampf gegen mein gehirn als „aggressiv“ verunglimpft: wenn ihnen die deutsche sprache nicht gefällt, dann lernen sie doch einfach englisch! Da gibt es das problem nicht, und die letzten reste von möglicher sprachlicher geschlechtskennzeichnung lassen sich bekwem umschiffen, ohne dass das ergebnis dieser mühe unnatürlich und künstlich klingt. Sprachen lernen bildet. Oder gehen sie einfach sterben. Von den denkenden und lebenden haben sie sich ja schon halb verabschiedet. Aber halten sie ihre intelligenzverachtende fresse mit ihren vorsätzlich volxverdummenden, vor bullschitt nur so triefenden propagandaversuchen aus der orwellschen hirnhölle!

Übrigens: dass ich nicht „gendere“, bedeutet nicht, dass ich das damit gelöste problemchen überhaupt nicht sehe. Ich schreibe dann halt halbwegs natürlich von menschen, wo immer das möglich ist, was hoffentlich jeden, jede und jedes einschließt. Aber es geht im deutschen nicht so gut wie im englischen oder im schwedischen. Irgendeinen neusprech lasse ich mir jedenfalls nicht aufdoktrinieren. Schon gar nicht von leuten, die mich in ihrer aggressjon gleich „aggressiv“ nennen. 🖕

4 Antworten zu “Gender-bullschitt-propaganda des tages

  1. Mit Leuten, die offensichtlich weder den Vortrag von Tomas Kubelik //Warum Gendern unsere Sprache verhunzt// gehört noch //Die wissenschaftliche Erforschung des deutschen und indogermanischen Genus­systems im Gegensatz zum ideologischen Gendersprech.// gelesen geschweigedenn verstanden haben, sollte man besser gar nicht versuchen zu diskutieren.

  2. Dann polier Dir mal schnell die Keule ! 😂

    … nun, leider hält der „Schwerdtbesen“ hier sich auch nischt sehr explizieht an seine „rechte Gutschreibung“, als Beispiel nenne ich mal die dort genannten Abkürzungen, die demnach besser ausgeschrieben werden sollen, aber isch verzeih’s Ihm gärnä.

  3. „Isch bin am Rad am drehen!“
    Ge(d)schändere: Mensch*innen/Leut(e)*innen
    Vieleicht sollten wir uns von den Buschleuten der Kalahari inspirieren lassen und Klick- und Schnalzlaute verwenden…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.