Wisschenschaft des tages

Auch vor Corona waren Weihwasserbecken voller Keime. Der Wiener Liturgiewissenschaftler Hans-Jürgen Feulner schlägt nun Neuerungen für hygienischeres Weihwasser vor

Na, nicht dass die katolen doch noch leicht verspätet im 21. jahrhundert bemerken, dass es irgendwie unhygjenisch ist, wenn ganz viele menschen ihre flossen in kleine becken mit abgestandenem wasser eintunken und diese brühe anschließend zum gedächtnis ihrer säuglingsbesprengung über stirn und kleidung verteilen.

So schade, dass intelligenz nicht zu diesen früchten des hl. geistes gehört!

Sünder des tages

Leute, die kein mund-nasen-wärmtuch (neudeutsch: alltagsmaske) im nahverkehr tragen, sind jetzt maskensünder [archivversjon]:

Auf Grund der Corona-Pandemie gilt seit einigen Wochen in den öffentlichen Verkehrsmitteln eine Maskenpflicht, um das Infektionsrisiko in Bussen und Bahnen so gering wie möglich zu halten. Damit diese Vorgabe eingehalten wird, setzen die Verkehrsbetriebe in Hamburg rund 750 Mitarbeiter ein, die im Rahmen des regulären Prüf-und Sicherheitsdienstes Maskensünder ausfindig machen sollen. Um sich ein Bild davon zu machen, wie gut die Maskenpflicht im HVV umgesetzt wird, hat die MOPO ein solches Kontroll-Team bei seinem Einsatz begleitet

Hevorhebung von mir.

Ich bin ja mal gespannt, ob sich dieses nichtssagende wort im p’litisch-jornalistischen komplex genau so durchsetzt wie das ebenfalls nichtssagende wort „alltagsmaske“.

Mein tipp ist weiterhin: häkelt euch die mund-nasen-wärmtücher! Wenn ihr schöne große maschen macht, behindert es auch nicht so sehr beim atmen — aber es muss sich ja nicht um eine richtige schutzmaske handeln, weil davon nun einmal zu wenig da waren, als sie das verordnung rausgerotzt haben. 😉

Nein, scheiß @tagesschau, einfach nur nein!

Bildschirmfoto von der tagesschau-webseit -- gedenkfeier in duisburg: loveparade-unglück bleibt unbegreiflich

Weder handelt es sich bei der massenpanik mit 21 toten aus dem jahr 2010 um ein „unglück“, noch ist irgend etwas daran „unbegreiflich“.

Wenn ihr mir das bei der scheißtagesschau nicht glaubt, dann versucht einfach mal, auch nur eine ganz kleine veranstaltung genehmigen zu lassen. Dann werdet ihr merken, mit wie viel scheiße ihr euch auseinandersetzen müsst — von fluchtwegen, brandschutzanweisungen für mitarbeiter und bereitstehenden rettungssanitätern angefangen und bei parkplätzen, zugangs- und abgangswegen sowie klos noch lange nicht endend — damit euch die veranstaltung genehmigt wird. Und nein, das wird nicht lasch gehandhabt, sondern ganz im gegenteil, und eigentlich ist das auch ganz gut so. Außer vielleicht, wenn sich ein von sich selbst besoffener honk mit geltungsdrang und lokalp’litik-hintergrund ein kleines denkmal setzen will und darüber hinaus eine möglichkeit sieht, ein paar seiner schmierigen kumpels einen batzen scheißgeld zuzuschanzen. Dann spielt das alles keine rolle mehr. Dann spielt ein menschenleben keine rolle mehr.

Werte kwalitätsjornalisten bei der scheißtagesschau, und jetzt schaut euch noch einmal ein paar skizzen an, wie es zu diesem „unglück“ bei einer veranstaltung mit angeblich anderthalb milljonen teilnehmern gekommen ist! Ihr macht doch auch mal ein bisschen reschersche als jornalisten, oder?! Dann seht ihr, dass da nix „unbegreiflich“ war, sondern dass risiken ganz bewusst in kauf genommen wurden. Ich zitiere mal aus der wicked pedia:

Im Februar 2009 wies der damalige Polizeipräsident von Duisburg Rolf Cebin darauf hin, dass es problematisch sei, ein geeignetes Veranstaltungsgelände zu finden, und stellte eine Loveparade in Duisburg wegen Sicherheitsbedenken in Frage. Cebin wurde für diese ablehnende Haltung kritisiert, unter anderem forderte ihn der CDU-Kreisverband Duisburg zum Rücktritt auf […] Vor dem Event ging der Veranstalter laut seinen internen Planungsunterlagen davon aus, dass 485.000 Menschen über den Tag verteilt das abgesperrte Veranstaltungsgelände mit einer Fläche von 230.000 Quadratmetern besuchen würden, obwohl nur eine Besucherzahl von 250.000 Menschen genehmigt war. Ordnungsamt und Kulturausschuss der Stadt Duisburg erwarteten noch im Dezember 2009 rund eine Million Besucher in und um Duisburg […] Die vom Veranstalter in den vorgelegten Unterlagen für einzelne Stunden prognostizierten Besucherzahlen überschritten die nach üblichen Methoden ermittelten Kapazitäten von Tunnel und Rampe […] Am 16. August 2010 veröffentlichte das regionale Nachrichtenblog „xtranews“ die Anlagen zum Zwischenbericht der Stadt Duisburg vom 3. August 2010. Diese Anlagen waren von der Stadt Duisburg zuvor nicht veröffentlicht worden. Nach Meinung von „xtranews“ zeigen die internen Dokumente „dass nicht nur vorhersehbar war, welche Risiken die Stadt eingeht, sondern dass sie wissentlich die Risiken in Kauf genommen hat“. Auf Antrag der Stadtverwaltung Duisburg untersagte das Landgericht Köln am 17. August 2010 durch Einstweilige Verfügung wegen Verletzung des Urheberrechts „xtranews“ die Veröffentlichung der Dokumente

Nichts ist hier „unbegreiflich“, wenn es auch mit geistiges-eigentum-zensurkeule ein bisschen unverständlicher gemacht werden sollte. Und ein „unglück“, als wäre es ein bisschen völlig unvorhersehbares pech beim würfeln, ist es auch nicht. Es war und bleibt eine fahrlässige tötung durch p’litische schreibtischtäter, bei der es auch locker zehnmal so viele tote hätte geben können. Nichts anderes. Leider konnte keiner von den verantwortlichen ins gefängnis gesteckt werden…

Der Strafprozess am Landgericht Duisburg war Anfang Mai eingestellt worden, weil nach Überzeugung der Richter keinem der Angeklagten eine relevante individuelle Schuld zuzuschreiben war. Das Gericht stellte fest, es habe sowohl vor der Loveparade als auch am Veranstaltungstag ein kollektives Versagen von Verantwortlichen gegeben

…weil die knäste mal wieder voll mit schwarzfahrern, cannabisrauchern und hartz-IV-contäjhnerbrötchendieben waren, so dass es keinen platz mehr für die richtigen menschenverachtenden scheißverbrecher gab.

Dass sich die näxste generazjon der duisburger scheißlokalp’litik, die das blut immer noch an ihren widerlichen ungewaschenen händen kleben hat und jederzeit in der geste der selbstverherrlichung und geschäftemacherei die gleiche scheiße in anderem gewande durchziehen würde, sich jetzt hinstellt und anlässlich irgendeines „gedenkens“ in szene setzt und dafür von der scheißtagesschau auch noch durch gezielte sprachliche verharmlosungen und objektiv falsche berichterstattung belobhudelt wird, ist einfach nur widerlich. Aber es passt zum BRD-parteienstaatsfernsehen. Stirb, tagesschau, stirb! Auch weiterhin viel spaß beim bezahlen der wohnungssteuer zur finanzierung der staatsfunkpropaganda!

Dass die so genannte „loveparade“ ihre p’litische instrumentalisierung durch abgehalfterte provinzfürsten nicht überstanden hat, ist vielleicht das einzig erfreuliche an dieser katastrofe. Aber so richtig freude will da doch nicht aufkommen… 😦

Und nun etwas musik.