Wissenschaftsjornalismus des tages

Die spektrum der wissenschaft so:

Windenergie:
Schwarze Rotorblätter verringern Vogelsterben

Die richtige wissenschaft zählt hingegen so

Dass pestizide, gebäudefenster und verwilderte katzen jedes jahr mehrere hundert milljonen vögel allein in den vereingten staaten eines teils von nordamerika totmachen, führt bei weitem nicht zu derartig groß aufgepusteten emozjonalsierten reakzjonen wie ein gelegentlicher toter vogel unter einem windrad. In meinen augen belegt das mehr als nur ein bisschen, dass die kampanjen gegen die nutzung der windenergie gezielt psychomanipulativ und mit scheinargumenten vorangetrieben werden, und dagegen hilft nicht etwa eine verbesserung der windkraftanlagen durch einfärbung der rotoren (obwohl man das meiner meinung nach machen sollte, wenn es signifikante verbesserungen bringt), sondern ein bloßstellen der betreiber dieser kampanjen und ihrer sicherlich nicht gerade naturverliebten motivlage. Früher hätte jornalismus ja mal solche aufgaben erledigt, aber der ist heute viel zu beschäftigt damit, PResseerklärungen und njuhs aus dem NITF-ticker so zu übernehmen, dass man auch ja gut reklameplätze mit diesem content vermarkten kann.

Die polemische und nicht gerade zielführende frage, wie viele von den „vogelfreunden“ unter den windradgegnern wohl eine katze halten werden, juckt natürlich auch. :mrgreen:

4 Antworten zu “Wissenschaftsjornalismus des tages

  1. Du magst ja teilweise recht haben, aber die Anzahl der von Fenstern und Katzen erlegter Greif- und sonstiger größerer und seltenerer Vögel dürfte eher marginal sein. Bei Pestiziden bin ich nicht sicher, da die größeren die ja vmtl. mindestens auch mittelbar verspeisen.

    • Die pestizide konzentrieren sich nun einmal in der nahrungskette zur spitze hin…

      Aber ich habe auch noch nicht gehört, dass störche unter windrädern liegen.

  2. Was soll’s! Drei Coronatote am Tag sind ja auch offensichtlich journalistisch relevanter als der ganze Rest. Aber was will man auch schon von Wissenschaftsjournalisten erwarten, wenn die nicht mal ein Wassermolekül richtig darstellen können //wissenschaftsjournalistischer Unsinn über Wasser//.

    Das mit vögelkillenden Katzen ist im übrigen auch so eine Sache. Nicht jede Katze ist ein Vogelkiller. Ich hab jetzt schon mehrere gehabt und die derzeitige WG-Mitbewohnerin fängt im Gegensatz zur Vorgängerin ausschließlich Mäuse und andere Kleinsäuger (Siebenschläfer, Schermäuse, Spitzmäuse). Vögel hab ich sie noch nie fangen sehen oder Kadaver/Reste gefunden, außer einmal wo sie einem am Boden hüpfenden Rotkehlchen kurz nachgestellt hat. Letztere scheinen auch eine extrem doofe Vogelspezies zu sein: können fliegen, hüpfen aber dauernd am freien Boden herum und lassen sich von der Katze einfach einkassieren. Ein Wunder, dass die Evolution die noch nicht aussortiert hat.
    Kleinsäuger und eben speziell Haus- und Feldmäuse sind im Gegensatz zu den meist intelligenteren, flugfähigen und zur Warn-Kooperation fähigen („Verpfeifen“) Vögeln definitiv leichtere Beute für Schleichbeutegreifer wie Hauskatzen, was die Frage nach artgerechter Haltung der Katzen auch in Hinblick auf das verfügbare Beutespektrum aufwirft.

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