Kurz verlinkt

Nur, weil ich immer und immer wieder auf diesen „experten“ hingewiesen werde, dessen teilweise absurd anmutende äußerungen ich doch mal in kollaborazjon mit der werbeplatzvermarktenden scheißpresse und scheißglotze mitvergrößern soll, einfach nur, weil diese äußerungen so gut zur auffassung der hinweisgeber passen:

Sucharit Bhakdi ist für Covid-19 nicht bloß kein Experte – es ist viel schlimmer

[…] Wenn Sucharit Bhakdi jemals zu irgendwelchen Coronaviren geforscht hat, dann sollte sich das in Pubmed sehr leicht finden lassen, schon über die sehr einfache Suchabfrage „Sucharit Bhakdi Coronavirus“. Sie liefert 0 Treffer […] Man muss selbst kein Experte zu einem Thema sein, wenn man einfach nur das erklärt, was die Experten sagen. Wenn man hingegen die Experten alle für dumm oder korrupt ausgibt, sollte man schon belegen können, dass man selbst entsprechend Ahnung hat

6 Antworten zu “Kurz verlinkt

  1. Man muss vielleicht „kein „“Experte““ zu einem Thema sein, wenn man einfach nur das erklärt, was die „“Experten““ sagen“. Aber wenn man das unkritisch tut, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch „experten“gläubig zu sein und „Nicht-Experten“ als solche genauso „einfach nur“ zu diffamieren.
    Und wer die gerade in politischen Fragen und den Umgang mit den Protagonisten von Parawissenschaften zweifelhaften Wikedpedia, psiram, correctiv und volksverpetzer und deren zweifelhaften „Faktenchecks“ wieder und wieder und wieder als Belege für das was er als „Blödsinn“ abkanzelt, anführt, für den ist diese Wahrscheinlichkeit auch hoch.
    Expertengläubigkeit oder auch das Labeln als Experte und Nicht-Experte ist auch nur ein Form der unsachlichen Argumentation ad hominem, die in der gesellschaftlichen Diskussion um Corona leider zum Standard geworden ist und wo es nur noch darum geht die andere Seite runterzuputzen.

    • Es ist in einer hochtechnisierten, arbeitsteiligen Gesellschaft nun mal so, dass man sich auf Experten verlassen MUSS, es geht gar nicht anders.

      Das tust auch Du in fast sämtlichen Angelegenheiten des Lebens, nur i.d.R. ohne es wahrzunehmen. Und in so gut wie allen diesen Angelegenheiten gibt es a) so gut wie niemanden, der das doch lieber alles selber machen und vor allem erlernen möchte, und b) abseitige Spinner, die völlig zu Recht für ihre unqualifizierte Meinung zum jeweiligen Thema ausgelacht werden.

      Und ausgerechnet im kleinen Unterthema Virologie/Epidemologie aus dem Bereich Medizin spielt es auf einmal für ansonsten geistig gesunde Erwachsene keine Rolle mehr, was der überwiegenden Konsens unter den Experten ist. Und zwar NUR, weil einem die Maßnahmen nicht passen (tun sie mir übrigens auch nicht, dennoch führt mein Ärger nicht dazu, dass ich unqualifizierten Luftpumpen mehr Vertrauen schenke, als fachlich renommierten Personen).

      Zwischen dem Verhalten, was z.B. die Bhakdi-Anhänger an den Tag legen und dem von z.B. Anhängern von R.G. Hamers GNM oder Anhängern von Lichtnahrung besteht leider nur ein erschreckend kleiner Unterschied.

      • Was manche so denken was ich angeblich alles tun muss … naja, das mit dem Gedankenlesen ist so eine Sache, aber man kann niemanden daran hindern von sich auf andere zu schließen. Ja klar, ich merk von all dem nix, aber die Erleuchteten wissen es eben besser als ich und müssen immer gleich persönlich werden und übergriffig in meiner Psyche aufräumen.

        Nur noch mal zur Begriffsklärung: ich habe nichts davon geschrieben, dass man sich auf sogen. „Experten“ generell nicht verlassen kann, sondern ich habe und das ganz bewußt von Expertengläubigkeit geschrieben. Gläubigkeit impliziert nach meinem Verständnis nicht, dass man einfach keine Zeit, Lust oder Intellekt hat etwas kritisch zu hinterfragen, auf Plausibilität und Vereinbarkeit mit der eigenen Lebenserfahrung und -wirklichkeit zu überprüfen, sondern, dass man das grundsätzlich und dogmatisch nicht will, weil es eben „Experten“ sind und nicht weil sie in der Sache überzeugen. Man kann es auch als Autoritätshörigkeit bezeichnen, eine falsch verstandene Ehrfurcht vor Titeln, Ämtern, Institutionen, wissenschaftlicher Reputation, whatever. Das ist ein großer Unterschied zum sich nur auf jemanden oder etwas verlassen – oder eben nicht. Seit ich mit Erfolg beim EGMR selbst den kompletten, gegen mich urteilenden nationalen deutschen Rechtsweg inkl. BGH und BVerfG als Unrecht anerkannt bekam, habe ich vor keiner staatlichen Autorität mehr Respekt – naja, davor auch schon nicht sehr. Trotzdem „verlasse“ ich mich darauf, dass mein örtliches Finanzamt meinen Steuerbescheid richtig erstellt, aber auch nur weil es da in den vergangenen Jahren auch nie signifikante Probleme gab. Aber „glauben“ weil die die „Experten“ für Steuerangelegenheiten sind, tu ich denen deswegen noch lange nichts. Es gibt sogar „Experten“ von denen ich selbst sehr viel gelernt habe, weil es mich überzeugt hat, was mich nicht daran hindert selbst zu denken und das was sie mir erzählen und wie sie sich verhalten kritisch zu überprüfen und – auch negativ – zu beurteilen, auch wenn ich selbst kein ausgewiesener Fachmensch auf deren Gebiet bin. Das ist der Unterschied zwischen Technokratie und Demokratie, der Emanzipation der Laien.

        Auf Folgefehler aus falschen Annahmen einzugehen kann verzichtet werden.

  2. Anerkannte Wissenschaftler haben entdeckt, dass Sätze, die mit „Anerkannte Wissenschafter…“ anfangen, eine zu 50% höhere Glaubwürdigkeit besitzen!

    Okay, die Zahl ist erfunden, aber im Prinzip stimmt’s doch.

    Wobei Medizin ein Thema ist, was jeder für sich selbst herausfinden muss. Die Experten erzählen gerne seeeehr viel… sollte ich mich davon echt abhängig machen?
    Mama sagte mal, ich würde vom Regen krank werden. Tja: Da ich als Fahrradfahrer bestimmt schon 100 mal nass bis auf die Knochen geworden bin, jedes Mal schadlos, gilt: Falsche Aussage. Moment! Aber viele Kameraden trifft’s knallhart, wenn die einmal in einen Regenguss geraten, und dann war es für die Kränkelnden eine Woche lang erstmal. Unterschiedliche Menschen reagieren unterschiedlich auf dieselben Einflüsse! Das kann doch wohl nicht so schwer zu kapieren sein.

    • Unterschiedliche Menschen reagieren unterschiedlich auf dieselben Einflüsse! Das kann doch wohl nicht so schwer zu kapieren sein.

      Es ist ungefähr genau so schwierig zu kapieren, wie dass auf bestimmte identische Einflüsse alle oder fast alle identisch reagieren.
      Schneide ich Deine Sauerstoffzufuhr durch Erdrosseln bzw. Gabe von Zyaniden ab oder schieße Dir in den Kopf, hat das vermutlich nur ganz unwesentlich andere Auswirkungen als bei anderen Menschen. Und wer sich mit einem Virus infiziert, ist (je nach Virus, natürlich, und ohne Schutzmaßnahmen) genau wie allen anderen für alle anderen ansteckend, egal ob nun bei der Person selber Symptome vorliegen oder nicht (das Haupt-Dilemma an solchen Erkrankungen ist ja, dass man vorübergehend symptomlos ansteckend ist).

      Sich z.B. ein Virus nach Mögllichkeit gar nicht erst einzufangen, hat auch bei allen Menschen die selbe Auswirkung, nämlich dass sie nicht daran erkranken. Dass die Erkrankung, so sie denn erfolgt, bei den Menschen so unterschiedlich verläuft dass man in mnachen Fällen kaum von einer solchen sprechen kann und in anderen Fällen Exitus unausweichlich ist, bleibt davon ja erst einmal unbenommen.

      Das soll nicht in Abrede stellen, dass viele Maßnahmen diskussionswürdig sind, aber mit einfach nur „Jeder Jeck ist anders“ kann man das Thema leider auch nicht erschlagen.

      • Jo, guter Beitrag. Das Leben ist natürlich ohne gutes Essen, Wasser und Luft (in unserem Falle) gar nicht möglich. Aber da muss sich jetzt jeder ernsthaft fragen, ob dieses Virus auch ein solches K.O.-Kriterium für die Existenz unseres Lebens ist.

        Und es geht schließlich immer um die Auswirkung, dass es zu einem Problem (oder einer Krankheit) erklärt wird. Wenn es uns nicht juckt, dann ist es doch wurscht! Wie groß ist die Auswirkung denn nun? Nicht die herbeigeredete, sondern die tatsächliche! Bedenkt, dass selbst die offiziellen Zahlen bestätigen, dass nur eine Minderheit der Leute von einer Erkrankung überhaupt etwas mitkriegt.

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