Juchu! Meikrosoft ist erledigt!

ReactOS, ein zu meikrosoft windohs binärkompatibles freies betrübssystem, ist ja so viele jahre lang nicht richtig auf die beine gekommen und zwar einen blick wert, aber noch nicht wirklich einsatztauglich. Aber das wird sich jetzt sicherlich ändern, denn jetzt wurde endlich ein zweiter entwickler angeheuert!

4 Antworten zu “Juchu! Meikrosoft ist erledigt!

  1. Wieso ist Microsoft erledigt, wenn ein weiteres Betriebssystem geschaffen wird, das Microsoft Office(TM) laufen lassen kann?

    Microsoft wäre viel eher erledigt, wenn der LibreOffice Writer eine weniger irritierende Tabellenbearbeitung sowie eine weniger irritierende Bearbeitung von Einrückungen in Aufzählungslisten unterstützen würde.

    Der derzeitige Stand ist, dass sogar CSS leicher handzuhaben ist als die Formatierungen in beiden Office-Paketen, und das sollte zu denken geben.

    • Ich weiß gar nicht, ob das so das Hauptproblem bei der Ablösung von MS Office ist.
      Wir können z.B. LibreOffice nicht sonderlich gut gebrauchen, weil das in Punkto API für Automation weit hinter MS Office her hinkt, unterirdisch dokumentiert ist (vllt. hat sich das seitdem ich zuletzt schaute, verbessert?) und man sich keinesfalls sicher sein kann, dass zu diesem Zweck geschriebener Code Versionssprünge halbwegs unbeschadet überlebt – etwas was MS ganz gut geschafft hat. Code, der schon Word 98-2003 steuerte, kann ganz ohne oder wenigstens mit nur geringen Anpassungen auch mit Office 2019/365 die selben Dienste verrichten. Etwas was insbesondere für Fachanwendungen in Behörden und Firmen nicht gerade unerheblich ist.

      Es ist nicht so, dass NUR durch bessere UI LibreOffice und Co. identisch brauchbar wären. Leider.

      • […] Versionssprünge halbwegs unbeschadet überlebt – etwas was MS ganz gut geschafft hat. Code, der schon Word 98-2003 steuerte, kann ganz ohne oder wenigstens mit nur geringen Anpassungen auch mit Office 2019/365 die selben Dienste verrichten.

        Ich war auch schwer beeindruckt, als ich mit etwas VB-Skripting Messdaten von einem Wald- und Wiesen-Programm in ein Excel-Sheet exportieren konnte (nein, nicht für mich) und auch gleich mit einem Plot dabei. Funktionierte mit Excel 2003 bis 2010, andere Versionen habe ich nicht getestet.

        Um die Komplikationen, die daraus herrühren, dass es sich bei Excel um ein „externes“ Objekt handelt, brauchte man sich nicht zu kümmern: Nach einem

        Set oExcel = CreateObject("Excel.Application")

        konnte man oExcel wie ein internes Objekt benutzen — sofern Excel auf dem Zielsystem installiert war. Mit der IDE-Hilfe konnte man sich sogar recht schnell in dem Excel-Objektmodell zurechtfinden und das bewerkstelligen, was man wollte.

        Das, meine Damen und Herren, ist cool. Insbesondere, wenn solcher Kode auch nach anderthalb Jahrzehnten noch funktioniert.

        • Ich habe in meinem leben so oft excel als reportgenerator missbraucht, weil es gut drucken kann, ein bisschen rechnen kann, alle standarddiagramme kann, wenn man welche haben möchte und bei alledem sehr gut automatisierbar ist. Auf den arbeitsplatzrechnern war es immer installiert. OLE ist schon sehr praktisch, und keine sache der GUI.

          (Warum reports mit excel? Weil „crystal reports“ ein krampf im allerwertesten ist.)

          Da draußen in der wirklichen welt läuft so viel bewährter und entfehlerter kohd innerhalb von sowie rund um meikrosoft offißß, dass ein umstieg illusorisch ist. Und es laufen darüber hinaus jede menge eigens programmierte anwendungen aller art, die für meikrosoft windohs gemacht wurden und oft nicht so gut mit wine laufen. Viele dieser anwendungen nutzen offißß wiederum über OLE, weil es geht und praktisch ist. Niemand will das alles neu schreiben, neu testen, noch einmal entfehlern und die anwender neu schulen.

          Gefällt mir auch nicht, aber die etwas dümmliche entscheidung, sich in allen geschäftsprozessen völlig von den produkten einer einzigen unternehmung abhängig zu machen, haben die leute schon vor dreißig jahren getroffen. Und wer darauf hinweist, wie dumm und gefährlich das war und ist, wurde und wird als weltfremd verlacht. Immerhin: meikrosoft hat bis jetzt immer viel wert auf abwärtskompatibilität gelegt. Die wissen in redmond ganz genau, wie man melkt.

          Die GUI von offißß ist aber… au weia, ist die schlecht! (Das war nicht immer so, sondern ist ungefähr seit 1998 immer schlimmer geworden. Angefangen hat es mit den menüs, deren weniger benutzte einträge einfach vor dem anwender versteckt wurden, so dass man nicht mehr für flottes arbeiten „ihre posizjon erlernen“ konnte, es ging rasch damit weiter, dass man einige fürs „kindergarten-DTP“ oft benutzte dinge wie etwa posizjonsrahmen erst einmal wieder in riesigen konfigurazjonsdialogen in die menüs bringen musste, und ich befürchte, die hirnverknotenden ribbonmenüs sind als skurill verkrüppelte bastardkinder zwischen werkzeugleiste und menü noch lange nicht das ende der kopflos-meikrosoften GUI-katastrofe. Ich persönlich finde libre offißß wesentlich bedienbarer als meikrosoft offißß, wenn ich überhaupt mal etwas anderes als einen texteditor verwende. Alle menschen, die ich persönlich gut kenne — das ist allerdings eine gewisse altersgruppe, der man auch gern nachsagt, nicht mehr lernen zu wollen, um sie dafür zu beschimpfen, dass man ihr nicht mehr jeden heißen scheiß verkaufen kann — stimmen mir darin zu.)

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