Und nun zum spocht

Zero Master rennt durch the plutonia experiment aus final doom auf nightmare in unglaublichen 34:28 [link geht zu juhtjuhbb]. Das sind 3 minuten und 32 sekunden weniger als der vorherige NM-speed-weltrekord von S6kana. Nein, nicht nur ein paar sekunden verbesserung, sondern dreieinhalb minuten! 👍🏆

Ich hätte nicht geglaubt, dass verbesserungen in dieser größenordnung überhaupt möglich sind.

Ich brauche die 34:28 tendenzjell allein für mäpp 27 anti christ. Aber ich mache ja auch keinen speedrun. 😉

6 Antworten zu “Und nun zum spocht

  1. Für mich sind das völlig fremde Welten.

    Habe mal Xonotic installiert und die Einzelspieler-Level angefangen.

    Die erste Nacht danach konnte ich nicht schlafen. Permanente Rennerei. Nichts, worauf man seinen Blick ruhen lassen kann. Und die regelmäßige Erfahrung, schon 1–2 Sekunden vor dem eigenen Fall zu wissen, dass die Situation tödlich ist, aber dennoch unfähig zu sein, loszulassen und wegzurennen.

    Mauseinstellungen fein abgestimmt und mich dazu gezwungen, generell den Lauf eher niedrig zu halten, damit ich das, was ich treffen will, auch treffe. Die Feinabstimmung hat Erfolg; oft treffe ich sogar aus der Drehung heraus. Hmmm. Da stimmt doch was nicht. Schwierigkeitsstufe heraufgesetzt.

    Geheimes wichtiges Wissen: Wenn ich in einer Mannschaft (mit Bots) spiele, verrät mir die Farbe meiner Waffe, in welcher Mannschaft ich bin. Wäre schön, wenn mir das vorher mitgeteilt worden wäre, aber das gilt wohl als Allgemeinwissen. Au weia.

    Zwischendrin immer mal wieder die Death matches. Einerseits gut, weil ich auf alles schießen darf, was sich bewegt. Anderseits werden die Gegner immer heftiger.

    Neue Map. Erst mal durchlaufen, hunderte Tode sterben. So allmählich bildet sich ein Gespür für die strategisch wichtigen Stellen heraus. Solche, wo man sich verschanzen kann, kurze Wege zu neuer Munition hat und fleißig Gegner abräumen kann. Hinterhalt mit MG oder erhöhte Position mit Granatenwerfer.

    Dann ist die Zeit ein Problem. Die gegnerischen Bots sind dauerhaft im Feuergefecht, und irgendeiner von denen wird lange vor mir die erforderliche Punktzahl für den Sieg erreichen, wenn ich da einfach nur auf meiner teuer ermittelten guten Position verharre. Grrrr. Also wieder raus, eine weitere Runde drehen. Am Besten eine weitere gute Position finden, so dass ich hin und her wechseln kann. Nach unzähligen Wiederholungen kann ich dann endlich genügend viel austeilen und genügend wenig einstecken, so dass der Level abgearbeitet ist. Uff. Freude? Eher die Bestätigung, dass mir sowas nicht liegt.

    Nun bin ich auf Level 21 und am Verzweifeln. Nahezu unsichtbare (transparente) Gegner. Eine Map, die für die Anzahl der Gegner eigentlich zu klein ist, die treten sich da schon platzmäßig beinahe permanent auf die Füße. Panzerungen sind rar. Da werden die nötigen 15 Kills schnell erreicht, aber eben nie zuerst von mir.

    Zwei strategisch günstige Stellen gefunden, aber keine optimale. Die eine ist ein Nadelöhr, aber ohne Abschirmung meinerseits und nicht oft genug frequentiert. Die andere ist der höher gelegene Umlauf einer großen Halle. Seitwärts rund herum laufen und die Halle dabei mit Granaten eindecken. Das hat mir bislang meinen besten Stand eingebracht, aber das sind 5 (von 15). So wird das nichts.

    Aus den Statistiken sieht man, wie die obsiegenden Bots das machen: Aktiv den Kontakt suchen, immer feste druff. Mit 50% Wahrscheinlichkeit gehen sie bei jeder Konfrontation drauf, aber da sie respawned werden, zählt das nicht; sie maximieren einfach die Häufigkeit der Konfrontationen. Sollte ich auch so machen.
    Problem dabei: Man sieht sie kaum, und bei zufälligen Begegnungen reagieren sie noch einen Zacken schneller als ich. Frustrierend. Wenn ich ein MG aufgreife, kann ich natürlich einfach mit Dauerfeuer rumrennen, aber die Munition hält nicht lange. Ist alles nicht so einfach.

    Irgendwelche Pro-Tipps für einen Anfänger?

    • Ich habe das mal auf Youtube gesucht. Der Level, den ich meine, ist in diesem Mitschnitt ab 01:19:20 zu sehen.

      Zu den vorangehenden Leveln kann ich anmerken, dass es günstige Stellen gibt, die man besetzen sollte, wenn da gerade viel los ist. Könnte etliche Tode ersparen.

    • Uff! Den Xonotic-Einzelspieler-Level 21 habe ich geschafft. Mehr schlecht als recht, aber immerhin. Das war heftig.

      Zum Xonotic-Video: Der Spieler ist viel tüchtiger als ich. Und seine Blicksteuerung ist viel präziser: Er kann Gegner verfolgen, die in einem Bogen über ihn hinwegspringen, alle Achtung. Bei mir ergibt so ein Versuch immer noch totale Konfusion. Natürlich nicht lange, denn kurz darauf bin ich tot.

      Da ich nicht so gut bin, musste ich ein paar Eigenarten der Maps herausfinden und ausnutzen. Hier ein paar Tipps, illustriert am Video:

      Level 14 (Keepaway: Running Man, ab 00:47:28): In dem Level muss man den „Ball“ (leuchtende Kugel) in seinen Besitz bringen und möglichst lange behalten. Hat man den Ball, ist es vorteilhaft, sich an die Stelle mit dem Medpack zurückzuziehen, die in 00:50:16 zu sehen ist. Die ist gut zu verteidigen, zumal man von dort aus einen zentralen Schacht unter Beschuss nehmen kann.

      Level 18 (Deathmatch: Oilrig, ab 01:00:50): Sehr zu empfehlen ist das Dach des flachen Gebäudes, das z.B. in 01:01:29 und 01:07:56 zu sehen ist. (Das Dach selbst ist ganz kurz in 01:08:19 zu sehen; in 01:08:50 und 01:10:01 kommt der Spieler kurz dorthin, ignoriert es aber völlig.) Die dort zu findende Waffe hat eine Sekundärfunktion (rechte Maustaste), die geeignet ist, die Umgebung zu räumen. Und wenn man dafür sorgt, dass damit die Sprungscheibe getroffen wird, die ebenfalls in 01:01:29 und 01:07:56 zu sehen ist, dann hat man es kaum noch nötig, durch die Gegend zu rennen. In dem Level kann man es sich beinahe schon gemütlich machen.

      Level 19 (Deathmatch: Xoylent, ab 01:11:34): Da geht es darum, nicht aus der Map geschossen zu werden. Trainingsziel ist anscheinend das Kombinieren von Schießen mit gleichzeitiger Ausweichbewegung (Teil des Circle strafing). Wer davon die Nase voll hat, für den gibt es einen Raum mit drei Wänden, zu sehen bei 01:12:36, wo es weniger riskant ist, getroffen zu werden. Vom Rauminneren heraus kann man getrost stur auf den oberen Teil der unteren Treppe feuern, dorthin, von wo die Treppenläufer in den Raum wechseln können. Da trifft man erstaunlich viel. Eine weitere Möglichkeit bietet der schmale Außenlauf, gezeigt in 01:13:28. Dort ist der Aufenthalt extrem riskant, aber eben auch für die Gegner. Also dort auf die Lauer legen.

      Level 21 (Deathmatch: Darkzone, ab 01:19:21): Transparente Bots mit bestialischer Geschwindigkeit und fürchterlicher Schlagkraft. Um da mitzuhalten, muss man fast ständig springlaufen (strafe-jumping), sogar in dieser recht beengten Map. Eine verhältnismäßig günstige Aufenthaltsmöglichkeit bietet der obere Teil der Halle, der z.B. in 01:22:40 und 01:22:53 zu sehen ist. Dort findet sich praktischerweise auch gleich ein Granatenwerfer. Den richtet man aber nicht auf das Innere des unteren Teils der Halle, obwohl dort immer etwas los ist, sondern besser auf einen der häufig benutzten Zugänge zum unteren Teil. In hohlen Gassen trifft man besser.

  2. Bin jetzt bei Xonotic Level 23 (Duel: Fuse). Im Xonotic-Video ist der Level ab 01:25:33 zu sehen.

    Das ist ein Duell. Es gibt nur einen Gegner (Bot). Aber der ist dediziert hinter dem Spieler her, und er ist geschickt, schnell, schießt präzise und hat sogar eine brauchbare Strategie, soweit man das über ein Programm sagen kann.

    In diesem Level bin ich wohl öfters gestorben als in allen vorigen Levels zusammen.

    Hier rächt sich, dass ich bislang nahe Mann-zu-Bot-Gefechte zu vermeiden versucht habe. Meine Niederlagen sind auch nicht unverdient, wenn ich bedenke, dass ich bislang eiskalt die strategischen Vorteile der jeweiligen Map ausgenutzt habe, soweit ich diese zu erkennen vermochte. Das hatte stellenweise zum Dauerklingeln der Kill-Registrierkasse (ich nenne das mal so) geführt, weil die Bots nicht lernen, Stellen zu vermeiden, an denen sie häufig sterben.

    Bei menschlichen Gegnern wäre das anders. Aber die würden dann selber solche Stellen besetzen wollen. Die Spiele würden also erst einmal mit Auseinandersetzungen um die strategisch wichtigen Positionen beginnen.

    In Level 23 bekomme ich das alles zurück. Anfangs hat der Bot mich gewissermaßen im Vorbeigehen und mit der größtmöglichen Kaltschnäuzigkeit erledigt, innerhalb von Sekunden nach Spielbeginn bzw. Wiedereintritt. Endstand in jedem Spiel 10:0 für den Bot. Aaaargh.

    Das kann ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen. Es ist mir egal, ob ich das verdient habe oder nicht. Dieser arrogante Mist-Bot gehört erledigt.

    Mauseinstellungen verfeinert. Den Xonotic-eigenen Mausbeschleuniger ausgeschaltet und dafür die Mausempfindlichkeit eine Kleinigkeit hochgesetzt. Nun kann ich auch größere Bewegungen des Sichtfeldes ohne Orientierungsverlust durchstehen und besser zielen.

    Dann alle vorigen Level in der höchsten Schwierigkeitsstufe durchgespielt. Das braucht jeweils nur noch einen bis drei Durchläufe. Also ab in den Level 23! Hinein mit Gebrüll und… wieder 10:0. Für den Bot. Grumpf.

    Woher kommt diese Asymmetrie, frage ich mich. Abgesehen davon, dass der Bot gut schießen kann. Wenn ich getroffen werde, haut es mich ballistisch durch die Gegend, und er erwischt mich auf der Flugbahn noch zweimal. Aber das ist nicht alles.

    Stellt sich heraus, dass er eine Strategie hat. Es gibt da einen Raum, zu sehen z.B. ab 01:29:18 und 01:31:16, in dem man zeitweilig besondere Stärke erlangen kann. Kurz bevor dieses Gadget wieder aktiv wird, kommt der Bot vorbei, um sich damit auszustatten. Dann geht er wieder auf die Jagd. In dem Zustand genügt ihm ein Treffer, um mich zu erledigen.

    Also habe ich versucht, selber dieses Stärken-Gadget zu erlangen. Das ist nicht gut gegangen. Der Bot ist extrem entschlossen, dieses Ding zu bekommen, und ich bin nicht gut genug, ihn aufzuhalten. Nicht einmal mit der dicksten Kanone kann ich den Bot von der Stelle abhalten, wenn er da hin will.

    Aber ich kann ihn verwunden, während er da wartet. In der Tat ist er mit Extra-Stärke genauso verwundbar wie vorher.

    Nun enthält dieser Raum eine Rampe, die zu einem Granatenwerfer führt. Ich sehe also zu, dass ich an den Granatenwerfer komme, und dann decke ich eines der drei Tore, durch das der Bot häufig in den Raum gelangen will, mit Granaten ein. Dabei treffe ich ihn bis zu dreimal, bevor er es in den Raum schafft. Dann nehme ich den oberen Teil der Rampe unter Feuer, wo er oft entlang will. Auf diese Weise kann ich ihn tatsächlich ein paar Mal erledigen, und zwar selbst dann, wenn er die Extra-Stärke hat. Derzeit enden die Duelle um 10:5. Immer noch für den Bot.

    So allmählich erwische ich den Bot auch mehrmals nach einem ersten Treffer. Wie ich das mache, kann ich nicht sagen, das sind antrainierte Reflexe, keine Reflektion. Und siehe da: Wenn der Bot einiges einstecken muss, zieht er es bisweilen vor, sich aus dem Staub zu machen und erst einmal wieder Med-Pakete einzusammeln. Glücklicherweise nicht immer rechtzeitig.

    Wer einen anspruchsvollen Level sucht, sollte sich diesen antun.

  3. Da ich immer noch vergeblich (wenngleich nicht ohne Ehrentreffer) gegen den Bot aus Level 23 anrenne, habe ich nach weiteren Infos gesucht.
    Einer der Funde ist diese Einführung. Meine Bewegungsabläufe sind noch nicht optimal. Ach, siehe da, Einschläge in (dünne) Wände und Decken wirken auch auf der anderen Seite? Entdecke die Möglichkeiten…

    Der Granatenwerfer liegt mir recht gut, aber mit den Lenkraketen bin ich eher eine Gefahr für mich selbst. Sogar die Bots können damit besser umgehen als ich. Allerdings sind erstaunliche Angriffe damit möglich. Siehe das unten verlinkte Video.

    Die Präzisionswaffe „Vortex“ lädt so langsam, dass sie nur in Kombination mit sofortigem Waffenwechsel nach dem Schuss empfohlen wird. Noch etwas zum Üben.

    Wer sehen will, was möglich ist, kann sich ja mal ein Beispiel aus den Duell-Meisterschaften anschauen. Alle Achtung vor dieser Präzision und Geschwindigkeit.

  4. Geschafft! Der Duell-Bot von Level 23 ist endlich besiegt. Nun habe ich aber genug.

    Hilfreich waren: Erstens ein kommentiertes Duell-Video, bei dem klar wird, dass es da noch mehr Objekte der Begierde gibt, insbesondere auch eine besonders gute Panzerung. Das muss man wissen, denn wenn man dem Gegner alle guten Gadgets überlässt, ist er praktisch unbesiegbar. Zweitens mehr Wumms: eine bestimmte Schussfolge mit der „Elektro“-Waffe, die mir schon auf der Bohrinsel (Level 18) gute Dienste geleistet hat.

    Ich finde es ja beachtlich, dass die Bots in dem Spiel eine Strategie fahren können. Das verdeutlicht auch Folgendes: Sobald eine Partei strategisch handelt, müssen alle anderen ebenfalls strategisch handeln, sonst verlieren sie.

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