Vergesst die zweite welle, die dritte kommt!

Die israelis spielen für uns kontrollgruppe, was von der „wirtschaftskonformen seuchenbekämpfung“ der Merkel-regierung zu erwarten ist, nachdem man die zweite welle wieder irgendwie in den griff bekommen hat:

Nachman Ash, der neue „Corona-Zar“, also der neue Covid-19-Beauftragte der israelischen Regierung, warnt in scharfen Tönen: Israel stehe am Beginn einer sogenannten „dritten Welle“. Seit dem Ende des zweiten Lockdowns sind die Infektionszahlen in Israel wieder konsequent in die Höhe gegangen, inzwischen sind es schon wieder mehr als 1000 – 1200 Neuinfektionen pro Tag. Dennoch wird die israelische Wirtschaft wieder hochgefahren. Schneller, als es dem Gesundheitsministerium lieb ist. So wurden zuletzt einige Shopping-Malls wiedereröffnet, als Testballon, ob man alle Malls im ganzen Land aufmachen kann […] „Es gibt einen Infektionsanstieg, der begleitet wird von einem Gefühl der Öffentlichkeit, das Virus sei inzwischen verschwunden“

Sage also niemand, das hätte man nicht vorher wissen können!

Guhgell des tages

Guhgell kümmert sich jetzt um die „sicherheit“ von betrüblich genutzten ändräut-wischofonen und macht es lt. heise-schleichreklame jetzt ganz extraleicht und einfach für den besorgten administrator:

Ferner können Systemverwalter die Aktivierung von Play Protect […] erzwingen und nur noch die Installation von Anwendungen aus dem Play Store zulassen. In Folge sollen sich Firmen keine Sorgen mehr um Malware machen müssen.

Aha, wenn die leute eine softwäjhrplattform nutzen, deren angebot zu nur noch 10 bis 24 prozent mit schadsoftwäjhr vergiftet ist, dann braucht man sich lt. guhgell und scheißheise keine sorgen um die security seiner scheißwischofone zu machen.

Geh einfach sterben mit deinen abgeschriebenen und für unkundige entscheidungsträger hochgefährlichen PResseerklärungs- und reklamekwatsch im redakzjonellen teil, heise! Und glaub ja nicht, dass ich da noch den adblocker ausschalten oder gar javascript zulassen werde, heise!

Heise: Ehemaliger Fachverlag

Ich bin ja mal gespannt, ob der ehemalige fachverlag meinen kommentar wieder wegradiert. Wenn er es tut, habe ich mich schon selbst um die archivierung gekümmert. Früher, als man diese vorsicht noch nicht brauchte, war das heiseforum viel angenehmer. Aber das ist vorbei. Heise ist in jeder hinsicht am verrotten.

Frauenkwote des tages

Kennt ihr schon den deutschen genderindex… sorry, german gender index für das börsencasino:

Der GERMAN GENDER INDEX bietet Ihnen die Aktien von 50 deutschen Unternehmen, die bei der Unternehmensführung durch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Führungskräften in Vorstand und Aufsichtsrat hervorstechen

Aha, ein börsenindex für genau das, was vertreter der CDU, SPD, CSU, FDP, der grünen und der linkspartei zum gesetzlich vorgeschriebenen und mit staatsgewalt durchgesetzen standard für jedes größere unternehmen machen wollen.

Das ist doch sehr schön, da kann man ja mal einen schnellen vergleich machen, wie die börsenwertentwicklung von unternehmen mit sexistisch-ideologischen personalentscheidungsgrundlagen anhand genetischer merkmale und mit ideologiefrei-wirtschaftlichen personalentscheidungsgrundlangen (fähigkeit, beziehungen, erfahrung, verzweiflungstat) sich so verhält.

Hier der deutsche genderindex über die letzten fünf jahre:

  • 1 Jahr: minus 3,46 %
  • 3 Jahre: minus 3,29 %
  • 5 Jahre: plus 8,29 %

Und jetzt als vergleich ohne sexistisch-ideologische präferenz mal der DAX über die letzten fünf jahre:

  • 1 Jahr: plus 0,36 %
  • 3 Jahre: plus 2,58 %
  • 5 Jahre: plus 18,08 %

Huj, das sieht aber deutlich aus… 😁️

(Und nein, das ist keine auch nur im ansatz valide und belastbare wissenschaftliche betrachtung, denn in den DAX-unternehmen gibt es ja auch die zunehmende tendenz zur kwotenfrau in der unternehmensführung und allerlei vergleichbare rassehygjen… ähm… feministisch-genetische erwägungen. Diesen effekt müsste man noch in einer kleinarbeit rausrechnen, der weit über das auflisten der entwicklung irgendwelcher indizes hinausgeht. Trotzdem: die evidenz eines börsenindex ist noch deutlich „wissenschaftlicher“ als der typische feministisch-eminenzbasierte „beweis durch behauptung“, „beweis durch zitat einer behauptung“ oder „beweis durch gefundene und gut passende korrelazjon“. Es ist nur ein ganz grobe abschätzung, was eine p’litisch mit gewalt durchgesetzte frauenkwote in unternehmensvorständen für folgen haben wird. Hinterher sage keines von den idjot*innen unter der erstickenden wucht der bleiernen raute, die gerade sogar mit CSU-unterstützung so eine regelung in gesetzeskraft bringen wollen, dass sie es nicht vorher gewusst haben können. Sie konnten es vorher wissen. Und sie wussten es vorher. Es ist ihnen egal. Wenn eine ausgewogene geschlechtsverteilung im vorstand irgendeinen wirtschaftlichen vorteil brächte, dann müsste sie ja auch nicht p’litsch erzwungen werden…)

Grüße auch an den scheißjornalismus in der BRD, der es geschafft hat, die existenz des deutschen genderindex so viele jahre vor mir und dem rest der bevölkerung der BRD zu verschweigen — trotz erheblicher relevanz für die beurteilung der aktuellen p’litischen diskussjon.

Der pestarzt mal wieder

Derjenige, der die gar nicht mal so interessanten Verlautbarungen der beiden Nervensägenrundfunksender über diese schmuddelige Querulantenapp aus Gründen des Prinzips nicht lesen wollte, ist gar kein Randständiger aus einer fiesen Ecke, in die Sie ihn jetzt vermutlich in Ihrem ersten Reflex einsortieren wollen, null, er ist Teil der ganz normalen, seit Jahren zunehmend verdampfenden Mittelschicht und bei weitem nicht der einzige, der aus diesem Kreis solche oder ähnliche Dinge sagt, ohne dass die ganzen Moralmoderierer, Genderklicklautsprecher und Haltungsstatementschreiber in ihren gepolsterten Clubsesseln da oben am öffentlich-rechtlichen Sendepult auch nur ahnen, wie sehr ihnen jetzt auch die ganz normalen Leute aus der früher mal ganz normalen Mitte bis sogar nach alt-links von der Stange gehen, alles Leute mithin, von denen sie jetzt gerade ganz aktuell noch mehr Geld für ihre geschmeidig sechsstelligen Jahresgehälter und ihr bräsiges Programm haben wollen, mit dem sie seit Jahren an jedem Bedarf abseits ihrer mit viel Eifer hofierten Minderheiten (Silbereisengroupies, Radsportbekloppte, die von Twitter rüberkopierte Soziologinnenbubble) vorbeisenden

Realsatire des tages

In der beliebten kategorie „wer braucht noch satire, wenn es doch auch den kwalitätsjornalismus gibt“ erklärt heise onlein gerade klickheischend seinen lesern, wie unlesbar, überlang und schwer verständlich die datenschutzerklärungen und nutzungsbedingungen von irgendwelchen S/M-webseits sind:

Nutzer von sozialen Netzwerken sind oft überfordert, wenn es darum geht, die Richtlinien zum Schutz der Privatsphäre zu lesen […] Um die Richtlinien von TikTok zu lesen, braucht man im Durchschnitt 104,8 Minuten. Laut Addictivetips.com muss man mindestens 17 oder 18 Jahre alt sein, um sie verstehen zu können. Das Alter, ab dem man sich bei dem sozialen Netzwerk anmelden kann, liegt aber bei 13 Jahren […] Problematisch sind auch die Fachbegriffe in den Richtlinien. Unter den Befragten war 62 Prozent nicht klar, was ein API ist. Dabei werden sie durchschnittlich vier Mal in den Richtlinien genannt. Auch wissen 57 Prozent nicht, was sich wirklich hinter dem Begriff Cookies verbirgt, sowie 53 Prozent wenig mit Drittanbieter anfangen können. Die IP-Adresse sagt 46 Prozent wenig, Datenschutzgrundverordnung ist für 41 Prozent unklar

Wo jetzt die realsatire ist? Heise onlein, der ehemalige fachverlag aus hannover, hat natürlich auch eine datenschutzerklärung für seine webseit, und zwar eine richtig laaaaaange. Diese enthält schwer gestelzte rechtsanvergewalts-formulierungskünste und -dünste wie etwa…

Grundsätzlich geben wir ohne Ihr ausdrückliches Einverständnis keine personenbezogenen Daten an Dritte weiter. Sofern wir im Rahmen der Verarbeitung Ihre Daten dennoch gegenüber Dritten offenbaren, sie an diese übermitteln oder ihnen sonst Zugriff auf die Daten gewähren, erfolgt auch dies ausschließlich auf Grundlage einer der genannten Rechtsgrundlagen

…oder…

Teilweise bedienen wir uns zur Verarbeitung Ihrer Daten sorgfältig ausgewählter externer Dienstleister. Sollten im Rahmen einer sogenannten Auftragsverarbeitung Daten an Dienstleister weitergegeben werden, so erfolgt dies auf Grundlage des Art. 28 DSGVO

…oder…

Nur in Ausnahmefällen werden wir Daten außerhalb der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums im Rahmen der Inanspruchnahme von Diensten Dritter verarbeiten lassen. Wir lassen eine Verarbeitung Ihrer Daten in einem Drittland nur zu, wenn die besonderen Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO erfüllt sind

…oder…

Sobald der Zweck für die Speicherung entfällt, werden wir Ihre personenbezogenen Daten löschen oder sperren. Darüber hinaus kann eine Speicherung jedoch erfolgen, wenn dies durch den europäischen oder nationalen Gesetzgeber in EU-Verordnungen, Gesetzen oder sonstigen Vorschriften, denen wir unterliegen, vorgesehen wurde

…ach! Ich höre mal auf, da weiter häppchen rauszupicken, zumal es gegen ende hin richtig ungenießbar wird. Wenn man diese wunderhübsche juraprosa eines kwalitätsjornalistisch-presseverlegerischen datenschleuder mit jeder menge nutzung träckender scheißreklame mal mit genau dem werkzeug untersucht, das heise onlein in seinem aufwühlenden artikel erwähnt hat, dann kommt raus, …

  1. …dass man lt. wordstotime.com (javascript erforderlich) für die aus 53840 buchstaben geformten 8205 wörter bei durchschnittlicher lesegeschwindigkeit 63,1 minuten seiner lebenszeit vergeudet; und
  2. dass der aus rd. dreißig prozent „komplizierten wörtern“ bestehende text erst von einem menschen mit 18 oder 19 lebensjahren verstanden werden kann. Inwieweit diese analyse auch für deutsche texte brauchbar ist, kann ich aber nicht sagen. Ich bin beim überfliegen eher zum urteil gekommen, dass teile des textes juristische spezjalkenntnisse benötigen, wenn man ihre bedeutung erfassen will — und die hat ein abiturient aus der BRD nicht. Der weiß nicht einmal, was genau ein vertrag ist und wie er zustandekommt.

Bravo heise! Ihr seid ganz große enthüller, aber ganz große giganten des investigagadingsbumms! Und des datenschutzes, natürlich, und des datenschutzes — fast schon so geil wie tiktok und fratzenbuch!!!elf!1! 👏️

Um die immer noch unerfreuliche datenschutzerklärung einer webseit zu lesen, deren machern datenschutz etwas bedeutet, braucht man nicht einmal fünf minuten, weil nicht alles in zusagen verwirbelt wird, die dann später wieder teilweise aufgehoben oder verwässert werden. Ich werde aber trotzdem demnächst mal eine zusammenfassung in einfacher sprache drüberschreiben, die auch ein dummgeschulter dwölfjähriger noch verstehen kann, wenn er noch zum lesen imstande ist, denn es ist schon wichtig, dass menschen ihre rechte kennen. 😉

Produktrückruf des tages

Gesundheitsgefahr
Desinfektionsmittel-Rückruf bei Edeka – Lebensgefahr droht

Das Handgel enthält laut Pressemitteilung zu viel Methanol – es besteht die Gefahr einer Methanolvergiftung. Der Inhaltsstoff sei akut toxisch für das zentrale Nervensystem und die Augen. „Die Aufnahme oder der Kontakt mit Methanol kann zu Blindheit und Tod führen“, heißt es in der Verbraucherinformation. Außerdem gäbe es keine Warnhinweise, die auf die Gefahr des Inhaltsstoffes hinweisen würden. Damit entspräche das Produkt nicht den gesetzlichen Vorschriften

[Archivversjon]

Wer findet, dass metanol noch zu „harmlos“ klingt, sollte einfach daran denken, dass es im körper teilweise zu formaldehyd verstoffwexelt wird. Und das will niemand in sich haben, denn es macht in größerer dosis blind, krebs und tot.

Ich mag ja anführungszeichen und konjunktive

US-mondmissjon
„Apollo“ soll auf dem mond gelandet sein

Oder so ähnlich

Übrigens: mein glückwunsch an die chinesen! Die geben sich nicht die blöße einer derartig dummen lüge. Wenn jetzt auch noch die bohrung und die die technisch sehr anspruchsvolle rückkehrmissjon gelingt, wird es ein riesenerfolg. Auch, wenn ich aus dieser propagandistisch wertvollen technikdemonstrazjon keine neuen aufschlüsse wissenschaftlicher natur erwarte, weil es schon jede menge mondgestein auf der erde gibt, und dieses auch immer wieder gut untersucht wurde. Wer den USA nicht glaubte, konnte mit den proben aus der sowjetunjon vergleichen. Wenn ich mich nicht schwer täusche, liegen irgendwo in der universität nottingham immer noch rd. zwei gramm russischer mondstaub herum, weil die briten damals wohl nicht so das große vertrauen in die apollo-missjonen der USA und die massenhaft ausgelieferten apollo-gesteinsproben hatten. Und damals war so eine bitte um zusammenarbeit ein schwieriger akt. Das war mitten im kalten krieg und eigentlich nur möglich, wenn jemand gute persönliche (wissenschaftliche) kontakte hatte. Was immer da im geheimen diplomatisch abgelaufen sein muss, wird ausgesprochen zäh gewesen sein.

Vielleicht wäre ein solcher roboter auch mal eine möglichkeit für eine (noch unfassbar viel anspruchsvollere, teurere und wegen der kosten am besten in multinazjonaler zusammenarbeit durchgeführte) marsmissjon zur klärung der letzten exobiologischen fragen, während sich der rest der welt das gehirn damit zermartert, wie man da jetzt menschen hinschießt, die dann fernab der erde ohne atembare atmosfäre (aber mit stürmischen wind und sandstrahlgebläse um sich herum) in lieblichen steinwüsten unter rosafarbenem himmel bei antarktis-temperaturen und ungefilterter strahlenbelastung nach jedem kleinen hüsteln unserer sonne eine längere zeit überleben müssten.