Kommt nicht der weihnachtsmann, sondern COVID-20!

Wissenschaftler entdecken neue Variante des Coronavirus in England

Wissenschaftler in England haben eine neue Variante des Coronavirus entdeckt. Wie der britische Gesundheitsminister Matt Hancock der BBC mitteilte, haben mindestens 60 verschiedene lokale Behörden mehr als 1000 Corona-Infektionen registriert, die durch die neue Variante verursacht worden seien.

Die Fälle seien primär im Süden Englands aufgetreten. Es gebe jedoch keine Hinweise darauf, dass die neue Variante eine schwerwiegendere Krankheit verursache – oder Impfstoffe bei einer Infektion mit Mutation nicht mehr funktionierten

[Archivversjon]

Wer meint, „verschwörungsteoretiker“ sei eine valide abwertung von menschen…

sollte man einen gründlicheren einblick in die tätigkeiten der verschwörungspraktiker nehmen! Und sich danach ein besseres schimpfwort ausdenken.

Übrigens: Julian Assange wird zurzeit erjustizmordet. Von staaten, die sich für ihre demokratie und ihre pressefreiheit so gern selbst feiern, dass die heuchelei nicht mehr auszuhalten ist. 🤥️

Gender des tages

Ich weiß gar nicht, was die kristen gegen einen genderstern im wort g’tt haben. Haben die nie ihre bibel gelesen, in der es heißt (1.Ms 1,26:27):

Dann sprach Gott: „Lasst uns Menschen machen als Abbild von uns, uns ähnlich. Sie sollen über die Fische im Meer herrschen, über die Vögel am Himmel und über die Landtiere, über die ganze Erde und alles, was auf ihr kriecht!“. Da schuf Gott den Menschen nach seinem Bild, als sein Ebenbild schuf er ihn. Er schuf sie als Mann und Frau.

Na, was ist nun sein/ihr ebenbild. Das ist ziemlich divers, dieses g’tt*. Also kann man da auch gendersternchen machen. Oder unterstriche. Oder doppelpunkte. Oder die näxste zungen-, hirn- und augenstrafe, die sich die höheren töchter in ihrem paralleluniversum ohne bodenhaftung ausdenken. Oder vielleicht einfach den kwatsch sein lassen, g’tt überhaupt noch zu benennen.

Und was stört kristen am genderstern für Jesus? Das ist doch das entspröss:ling von dieses diverses g’tt*… gut, es hat einen pimmel gehabt und wurde nach jüdischem brauch genitalverstümmelt, was von den scheißkatoliken ja auch gern als fetisch benutzt wird, aber das legt ja noch lange kein geschlecht fest… :mrgreen:

Wenn religjöse spinner und feministische genderspinner sich zanken, kann es dabei eigentlich nur gewinner geben. 👍️

Contentindustrie des tages

Gar nicht so überraschend: die bildzeitung lässt sich jeden gekwirlten bullschitt als story andrehen. Klar, denn das geschäft der contentindustrie sind ja nicht die „inhalte“, sondern die vermarkteten reklameplätze. Die „inhalte“ sind nur so etwas ähnliches wie ein wurm am angelhaken. Da ist es dann scheißegal, wenn nicht einmal der unterschied zwischen einem verteilten überlastungsangriff (DDOS aus einem botnetz) und einem erpressungstrojaner (schadsoftwäjhr) verstanden wird. 🤦‍♂️️

Aus diesem scheißblatt müsst ihr euer weltbild beziehen! Die anderen artikel sind bestimmt besser!!!!elf!!elf!!!1! 💩️

Ärzte jetzt so: machen sie sich mal datennackt!

Vor Start der e-Patientenakte
IT-Sicherheitslücken in Praxen

„Auch für nicht versierte Benutzer wäre es möglich gewesen, solche Konnektoren im Internet ausfindig zu machen.“ […] „Wir könnten Arztbriefe sehen, Diagnosebefunde, Röntgenbilder, quasi alle Daten, die dort in dieser ePA gespeichert sind, was ja im Zweifelsfall eine komplette Historie der Krankheitsgeschichte der Patienten darstellt“

[Archivversjon]

Da freut man sich doch, wenn man zu so einer scheiße gezwungen wird.

Werte stadtverwaltung von hannover, …

…insbesondere werte frau Steckelberg, werter herr Schönfeld, werter herr Khoshbeen und werte frau Nyagolova,

sie wollen also, dass die bewohner unserer unterschätzten stadt über den namen ihres neuen integrazjonsplanes abstimmen, so richtig schön mit klicki-klicki und internetz [archivversjon]. Weil das wort „integrazjonsplan“ nicht mehr hübsch genug zur bezeichnung der aktuellen p’litischen beglückungsideen ist, vielleicht auch, weil das wort nach „integrazjon“ klingt und damit halt nicht multikulturell genug.

Und damit den bewohnern hannovers dieser lustige akt der demokratiesimulazjon auch nicht zu viel mühe und kopfzerbrechen bereitet, legen sie uns einfach zwei namen vor, von denen wir einen aussuchen sollen. Diese beiden äußerst kreativen schläge… ähm… namensvorschläge sind es geworden:

  1. „Lokaler Interaktionsplan LIP 2.0 — Migration und Teilhabe in Hannover“
  2. „Wir sind Hannover — Zusammenleben in der Stadt. Strategien für Migration und Teilhabe“

Zu gern hätte ich mich an dieser pseudoabstimmung beteiligt, aber ich halte beide namensvorschläge für schlecht.

Der erste verbietet sich eigentlich wie von selbst. Sie wollen ja das zuvor benutzte wort „integrazjon“ vermeiden…

Mit der Überarbeitung des Plans von 2008 gehen auch inhaltliche und sprachliche Aktualisierungen einher. So ist im Strategiepapier nicht die Rede von „Integration“ – denn die Bedeutungen, mit denen der Begriff in der öffentlichen Diskussion aufgeladen wird, treffen nicht mehr den Kern dessen, was die Landeshauptstadt Hannover unter Migration und Teilhabe versteht.

…was ich nachvollziehen kann, wenn man p’litisch beabsichtigt lauter kleine parallelwelten entstehen lässt und mit verschränkten händen gutbesoldet zuschaut, wie sich die gettos bilden. Aber das wort „interakzjon“ an stelle von „integrazjon“ ist völlig ungeeignet. Es ist klanglich und gefühlt so nahe beim vorher verwendeten begriff, dass es sicherlich immer wieder zu versprechern und verschreibern kommen wird.

Einmal ganz davon abgesehen, dass das wort „interakzjon“ jedes beliebige miteinander vom einkauf über die handfeste meinungsverschiedenheit bis hin zum schrecklichen verkehrsunfall zutreffend beschreibt, also so viel umfasst, dass es mit leeren händen vorm leser steht.

Da ist „zusammenleben in der stadt“ schon besser gewählt, weil es solche anklänge vermeidet. Aber es verschleiert ebenfalls in seiner wortwahl vollständig, um was es überhaupt geht.

Ich würde ihnen von daher vorschlagen, dass sie noch einmal darüber nachdenken, ob ein klar gewählter begriff, der die richtung und das ziel hinter einem plan möglichst unmissverständlich angibt, bevor ein dann interessierter mensch auch nur die einleitung gelesen hat, nicht für alle beteiligten eine bessere wahl wäre: für die verwaltung, für die p’litische diskussjon, für die zugewanderten menschen, für die hier geborenen menschen. Außerdem nähme es dem ansonsten mit ihren namensvorschlägen redlich verdienten hohn der menschen mit gefestigtem rechtsradikalen weltbild, der ganz sicher kommen wird, mehr als nur ein bisschen angriffsfläche.

Ein wenig scheinen sie ja schon darüber nachgedacht zu haben, weshalb sie jede ihrer beiden bezeichnungen mit einer scheinbar untergeordneten frase aufgeplustert haben, die dann dem leser erst nach genuss des titels klar macht, um was es gehen soll: migrazjon und teilhabe.

Da könnte man doch gleich auf den punkt kommen. Der titel wird kürzer, der inhalt hinter dem titel klar. Nennen sie ihr papier einfach „plan für migrazjonsteilhabe“! Jeder weiß sofort, was gemeint ist. :mrgreen:

Und sollte sich auch dieser begriff als zu unhandlich für die p’litikkommunikazjon der kommenden jahre erweisen, könnte man ihn sogar zu „migrazjonshabe“ runterkürzen.

Ich wünsche ihnen jedenfalls ein schönes jahresendfest und ein gutes sprachgefühl im jahr 2021

Ihr
Elias

P.S.: Von einer mäjhl an die stadt hannover nehme ich diesmal abstand. Ich habe auf frühere mäjhls nichtmal eine eingangsbestätigung erhalten. Die einzige kommunikazjon mit der stadt hannover, die gut zu funkzjonieren scheint, sind direktnachrichten übers zwitscherchen. Diese form ist aber nicht für komplexere sachverhalte geeignet, vom ausschluss derjenigen menschen, die auf datenschutz und privatsfäre wert legen, will ich da gar nicht erst anfangen. 😉