SETI des tages

Eine natürliche Erklärung ist unwahrscheinlich, Außerirdische sind noch unwahrscheinlicher

Keine sorge, leute, proxima centauri hat zwar ein paar planeten (vermutlich ein paar mehr, als wir von der erde aus sicher ermitteln können — das ist ein sicherer und ein unsicherer, aber alles unter drei erdmassen ist auf die entfernung schwierig), ist aber eine sehr sonne mit starken aktivitätsausbrüchen in einem rund 400tägigen zyklus. Diese aktivitätsausbrüche verdoppeln die helligkeit der sonne. Es ist also klar, dass da eine menge energie freigesetzt wird. Ansonsten ist es ein winziges sönnchen, das nicht viel energie abstrahlt, so dass flüssiges wasser nur auf planetenumlaufbahnen ganz nahe an der sonne möglich wäre. Für die entstehung von so etwas sensiblen wie biologischem leben sind das eher ungünstige bedingungen — wenn ich als kohlenstoff- und wasserschohwinist mal davon ausgehe, dass es auf wasser als lösungsmittel basiert. Dass dort sogar etwas entstehen könnte, was funk entwickelt hat, ist noch viel unwahrscheinlicher. Ich würde mich ja auch freuen, wenn das erste klare signal einer außerirdischen zivilisazjon gefunden wird, allein schon, um die frage zu klären, ob es technische intelligenz jenseits der zum untergang im dummheit verurteilten menschheit gibt, aber das ist es vorerst noch nicht und wird es wohl auch nicht mehr werden.

Ich tippe da eher auf einen noch nicht richtig verstandenen effekt mit der hohen aktivität in einem solaren magnetfeld eines kleinen sönnchens. Zumal da einfach nur gefunkt wird…

Erstens weist das Signal keine Spur von Modulation auf

…ohne dass dabei informazjonen übermittelt werden. (Für eine kontaktaufnahme zu möglichen technischen zivilisazjonen würde ich ja einfach primzahlen in einer einfachen kohdierung funken, denn ich kann mir keinen einfachen natürlichen prozess vorstellen, der primzahlen generiert, gehe aber davon aus, dass jede technische zivilisazjon eine art von matematik entwickelt hat und die primzahlen als solche erkennen kann. Eine technik ohne matematikentwicklung ist wohl unmöglich.)

9 Antworten zu “SETI des tages

  1. […]Für eine kontaktaufnahme zu möglichen technischen zivilisazjonen würde ich ja einfach primzahlen in einer einfachen kohdierung funken[…]

    Ach ne, echt?! Als wenn das nicht schon Tausend mal irgendwo jemand blahfaselt hätte und sogar Hollywood in Contact die Seti Entdeckung ebenso mit Primzahlen einleitete.

    […]Eine technik ohne matematikentwicklung ist wohl unmöglich.[…]

    LOL! Typische Humanoide Hypris und Dummgeschwurbel der besonderen Art! Warum sollten höher entwickelte Lebewesen so begrenzt sein wie Humanoide dass sie überhaupt so Krücken wie Mathe brauchen? Und. Warum sollten höher entwickelte Wesen überhaupt mit einer affenartig bekloppten Spezies wie den Humanoiden kommunizieren wollen?

    Humanoids *rofl*!

    • Warum sollten höher entwickelte Lebewesen so begrenzt sein wie Humanoide dass sie überhaupt so Krücken wie Mathe brauchen?

      Es ist eher andersrum: der kosmos folgt streng deterministischen regeln, die wir menschen historisch als matematik entdeckt und mit zunehmender zivilisazjon ausgebaut haben. Warum der kosmos so ist, weiß ich nicht und werde ich vermutlich auch nicht mehr erfahren. Und ich glaube eben nicht, dass diese entdeckung immer in die gleichen wege wie in unserem fall führen wird, denn unser fall ist von der struktur und den beschränkungen unserer gehirnchen mitgeprägt, aber ich gehe davon aus, dass sie immer gemacht wird, wenn ein gewisses verständnis des kosmos entsteht, das man braucht, um technik (wie zum beispiel sendeanlagen für modulierte elektromagnetische wellen) zu bauen.

      Deshalb auch die primzahlen. Man könnte auch andere strukturen nehmen. Es ist zum beispiel ziemlich sicher, dass in einer technischen zivilisazjon die struktur entdeckt wird, die wir exponenzjalfunkzjon nennen, und die eine exponenzjalfunkzjon, die ihre eigene stammfunkzjon und ihre eigene ableitung ist, wird auch in außerirdischer matematik einer technischen zivilisazjon eine wichtige rolle spielen und sogar in rein technischer anwendung überall „aufpoppen“. Allerdings ist dies eine irrazjonale und vermutlich¹ normale zahl, in der die ziffern kwasi „zufällig“ und gleichverteilt sind. Wenn ich die Euler’sche konstante e binär kohdiere und „10.1011 0111 1110 0001 0101 0001 0110 0010 1000 1010“ funke², sieht es in der mitte wie ein zufälliges signal aus, dessen bedeutung erst klar wird, wenn man es von anfang an empfangen und dekohdiert hat. Integers, die nur durch sich selbst und durch eins ohne rest teilbar sind, fallen hingegen auch auf, wenn man die sendung nicht von anfang an mitbekommt. Wenn „103001 103007 103043 103049 103067 103069 103079 103087 103091 103093 103099“ empfangen wird, ist erkennbar, was diese zahlen gemeinsam haben, auch wenn man „2 3 5 7 11 13 17“ nicht mitgeschnitten hat. Es sind aufeinanderfolgende primzahlen. Die binäre kohdierung erspare ich hier mal… 😉

      Natürliche prozesse, die primzahlen erzeugen, erscheinen mit menschlichem wissensstand unvorstellbar.

      Das, was wir „natürliche“ zahlen nennen und was bei uns aus dem zählen heraus entstanden ist (niemand sage, dass überall gezählt wird!), wird in einer außerirdischen matematik einer hypotetischen technischen zivilisazjon eine rolle spielen (zum beispiel bei der betrachtung von harmonischen oberwellen eines zum beispiel… ähm… funksignales oder anderer schwingungsvorgänge), und die primzahlen werden dabei mit hoher wahrscheinlichkeit als struktur gefunden und analysiert, selbst wenn die (neben der kryptografie) anwendungsferne zahlenteorie keine besonders große rolle spielen sollte.

      Deshalb würde ich zu primzahlen tendieren.

      Das schließt allerdings nicht aus, dass es nicht besser geeignete strukturen gäbe, die wir nur (noch) nicht kennen. Leider weiß ich nicht mehr, wo ich meine zeitmaschine geparkt habe, um mal zu gucken, ob da noch was besseres kommt…

      ¹Vermutlich heißt hier: wir menschen wissen es mit unserem derzeitigen matematik-stand noch nicht. Aber wenn man endliche ziffernfolgen mit ein paar milljarden ziffern untersucht, sieht es so aus. Das ist aber kein strenger beweis. Der ist für das folgende argument aber auch nicht erforderlich.

      ²Binäre ziffernfolge mit echo "scale=12; obase=2; e(1)" | bc -l ermittelt. Gut, dass maschinen rechnen können, ich bin da nicht mehr so gut drin.

      • […]der kosmos folgt streng deterministischen regeln[…]

        SoSo, Du hast natürlich den ganzen Kosmos erforscht! HaHa!
        Da ist sie die typische Humanoide Hybris – als wenn der mickrige Mensch, im kosmischen Maßstab eine Mikrobe und gerade mal ein Wimpernschlag alt, dies überhaupt überblicken geschweige denn begreifen könnte, jetzt schon – das was hier gerade „state of the art“ ist, spottet doch jeder Beschreibung und wo das bisher hingeführt hat sieht man ja – auch und gerade mit der Mathematik und all der Wissenschaften!

        Dein Mathegeschwurbel, auf das Du sicherlich viel gibst, täuscht auch nicht darüber hinweg, dass Du zwar behauptest zu wissen wie der ganze Kosmos aufgebaut ist, aber im Grunde ja gar nicht weißt warum – ist halt so basta!

        Ich wollte doch auch nur ein wenig necken und meine Phantastareien und Dummgeschwätz zum besten geben…. Euch von irgend etwas überzeugen zu wollen, würde ich mir gar nicht anmaßen – ja wo laufen sie denn?! 😀

      • […]der kosmos folgt streng deterministischen regeln, die wir menschen historisch als matematik entdeckt und mit zunehmender zivilisazjon ausgebaut haben.[…]

        Aber nehmen wir mal an das stimmt und der Kosmos folgt überall streng deterministischen Regeln und lass wir auch mal die Quantenmechatroniker außen vor. Du schreibst es ja selbst, dass die (nö das wir schreib ich nicht, schon alleine um zu provozieren und ich hab da historisch auch rein gar nichts entdeckt, das war alles schon da) Menschen das als Mathe für sich entdeckt hatten – nur, dabei setzt Du wieder nur Deine, die konventionelle Sichtweise voraus.
        Vielleicht gibt es aber auch Wesen, die Mathe gar nicht brauchen sonder „intuitiv“ und mit „Gefühl“ alles machen und Mathe gar nicht brauchen um Wolkenkratzer zu bauen? Schwer vorzustellen, ich weiß, die Beschreibung mit den Worten „intuitiv“ und „Gefühl“ ist auch unzulänglich, vor allem da sie auch nur etwas menschliches sind – Sprache allgemein, bis das Gegenteil erwiesen wurde. SciFi ist kein Beweis für irgend etwas – und auch von Wesen ausgeht, die den Humanoiden zumindest ähnlich wären.
        Brauchst Du nen Taschenrechner zum Ballspielen?

        • Brauchst Du nen Taschenrechner zum Ballspielen?

          Hmm, das bringt mich auf eine idee. Aus mir wird vielleicht doch noch ein guter fußballer. 😉

          Es ist ja nicht so, dass es in der menschlichen technikgeschichte keine lange phase der „intuizjon“ gab. Unsere vorfahren haben hebel verwendet, bevor sie hebelgesetze kannten, sie haben steine und speere geworfen, bevor ihnen die flugkurve analytisch klar wurde, und sie haben das immerhin so gut hinbekommen, dass sie nicht ausgestorben sind.

          Und dann kommt der prozess, der verfeinerte technik hervorbringt: es wird darüber nachgedacht, warum das so ist, gern auch mit dem gedanken: „wie kann ich besser werden, wie kann ich mir weniger arbeit machen, wie kann ich die existenznot verringern, wie kann ich meine feinde zuverlässiger besiegen“. Und dabei werden relativ schnell regelmäßigkeiten und schließlich abstrakte prinzipjen gefunden, aus der intuizjon wird verständnis, aus dem verständnis schließlich berechenbarkeit, und aus verständnis und berechenbarkeit wird schließlich (im idealfall) technisches können — wie man am beispiel des menschen sieht, möglicherweise unter gleichzeitiger gegenwart intuitiver konzepte, wie etwa die vorstellung „gott“, mit der sich wohl mal ein höhlenbewohner oder nomade erklärt hat, wo der donner herkommt.

          Dass in einem evoluzjonären prozess etwas entsteht, das intuitiv radiosender für eine interplanetare kommunikazjon bauen kann, ähnlich, wie wir intuitiv einen stein zielsicher werfen können, scheint mir sehr unwahrscheinlich — selbst bei einer intuizjon für elektromagnetische wellen (was weiß ich von den bedingungen anderer welten) würde wohl sicher ein solcher erkenntnisprozess hinzukommen (wie bei uns auch, als aus den steinen kanonen wurden und geschütztabellen für das treffen der ziele erstellt werden mussten). Und der führt über so etwas ähnliches wie eine matematik. Die könnte allerdings in vielen dingen sehr anders als unsere matematik aussehen, das ist unbestritten. Die frage, ob das so ist, lässt sich aber wohl erst mit einem stark hirnenden einführungskurs in die aritmetische dichtung durch einen außerirdischen beantworten. Und den werde ich leider nicht mehr erleben.

          Schon die matematik in der menschlichen geschichte — also als strukturwissenschaft, über die erfordernisse des rechnens hinausgehend — hatte sehr verschiedene ansätze, trotz einer geteilten erlebniswelt, die viel mehr gemeinsamkeiten miteinander vermittelt, als es mit der erlebniswelt von hypotetischen außerirdischen jemals möglich sein wird. Eine große anstrengung, auch mal die grundlagen der matematik abzusichern und systematisch darzulegen, wurde erst im 20. jahrhundert durch nicolas bourbaki angegangen.

          • Bourbaki kam erst auf, nachdem das Programm, die Mathematik auf eine klare axiomatische Grundlage zu stellen, schon über 30 Jahre das Leitthema mathematischer Konferenzen gewesen war. Also schon seit der Wende zum 20. Jahrhundert. Hilbert wäre da erwähnenswert.

            Nachdem ein solches Unterfangen als machbar erkannt wurde, sollte Bourbaki wohl das krönende Ergebnis sein, auf das man zeigen konnte, wenn die üblichen Verdächtigen meinten, Mathematik ginge nicht rein formell, sei also nicht „rein“ und solle mal von ihrem hohen Roß runter.

            Für didaktische Zwecke ist Bourbaki hingegen ungeeignet. Wenn man 400 Seiten Vorlauf braucht, um 1+1 = 2 schlussfolgern zu könne, sollte man junge Leute damit wohl besser nicht belasten. Es gab wohl in Frankreich tatsächlich Anläufe solcher „rein deduktiver“ Lehren der Mathematik, gewissermaßen als „Studium von Bourbaki-Schriften“. Einige beklagten, dass damit eine ganze Generation von Nachwuchsmathematikern verbrannt worden sei, bevor man sich wieder darauf besann, dass es bescheuert ist, einerseits lernen zu wollen, andererseits aber die meisten naturgegebenen Fähigkeiten dabei auszuschließen.

    • Warum sollten höher entwickelte Lebewesen so begrenzt sein wie Humanoide[,] dass sie überhaupt so Krücken wie Mathe brauchen?

      Weil „höher entwickelt“ impliziert, dass solche Lebewesen sich mehr als das Nötigste leisten können, also zum Beispiel Dummgeschwätz, Ideologie, Phantasterei und dergleichen.

      Nun sind solche Erscheinungen in der Technik kontraproduktiv, also wird eine solche Zivilisation Selektionsmechanismen entwickelt haben, mit Kriterien, die eindeutig „richtig“ von „falsch“ trennen können, ohne dass man da mit Einsprüchen wie „das liegt an der Datenbasis“ oder „das liegt an den Auswählenden“ kontern kann.

      Was auch immer das ist, würde bei uns wohl zur „Mathematik“ gerechnet werden.

      • Na wenn das impliziert, dass Dummgeschwätz, Ideologie, Phantasterei und der gleichen zur hören Entwicklung gehört, weil man sich das leisten kann, dann gute Nacht im Universum. Aber es sieht viel mehr danach aus, dass du diese Humanoiden und ihre Umnachtung selbst als höher entwickelt ansiehst – höher als was? Als ne Ameise, sicherlich, aber das ist wieder nur die Humanoide Sichtweise – ebenso dein Einspruch mit der Logik bzw. Dialektik – Humanoide Sichtweise, die im weiteren Universum überhaupt keine größere und weitere Rolle spielen muss, außer halt für den Humanoiden selbst und der sich das natürlich wünscht und einredet – „die Krone der Schöpfung“ LOL!
        Und mit der terrestrischen Dinosaurier-Wissenschaft der Ökonomen (ja, die rechnen auch viel) kann man wohl kaum jetzt schon von höher entwickelt sprechen – wenn es hoch kommt, dann vielleicht aller höchstens bis zum 5. Schaltreis entwickelt (nach Timothy Leary) – aller höchstens und das vielleicht mehr als 90% der Humanoiden!

        Insofern langweilst Du mich nur mit Deinem Kommentar *gähn*

        • Ähm über 90% sind wohl eher nur bis Schaltkreis 3. Bis 5 sind es vermutlich weitaus weniger.

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