Claas Relotius des tages

Claas Relotius, früherer jornalistenpreisgekrönter märchenerzählen aus der spiegel-redakzjon, hat offenbar einen neuen dschobb bei der new york times gefunden [archivversjon]:

Daraufhin überprüfte die „New York Times“ noch einmal seine Aussagen und kam zu dem Schluss, dass die journalistischen Standards der Redaktion bei der Gegenrecherche nicht erfüllt worden seien. Chefredakteur Dean Baquet sagte, der Mann sei „ein Betrüger, der das meiste, wenn nicht alles, was er uns erzählt hat, erfunden hat“. Es handle sich nicht um das Versagen eines einzelnen Reporters, sondern um ein institutionelles Versagen

Tja, bei einem contentindustriellen scheißjornalismus, der sein geschäft in der vermarktung von werbeplätzen und in der manipulazjon von aufmerksamkeit hat, ist es überhaupt kein wunder, dass sich kwantitätsjornalisten jede noch so beschissene und durchschaubare story andrehen lassen. Da werden noch viele vergleichbare geschichten aufgedeckt und noch viel mehr vergleichbare geschichten unterm teppich gekehrt werden.

Oh, Fefe hat auch schon:

Überraschend war für mich an der Sache bloß, wie viele Auszeichungen und Preise der Typ gekriegt hatte. Daraus folgt für mich, dass die anderen Journalisten das nicht erkennen können, wenn einer der Ihren bescheißt. Wenn nicht mal die Journalisten selber das erkennen können, was heißt das für die Anfälligkeit des gesamten Systems?! […] Journalismus-Preise gibt es nicht für journalistische Arbeit sondern für Geschichtenerzählen

🎯️

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