Bedingungsloses grundeinkommen des tages

[…] die Bundesregierung will Druckverlage ab diesem Jahr mit insgesamt 220 Millionen Euro fördern. Digitale, unabhängige Medien wie Krautreporter bekommen: nichts

Aber die scheißpresseverleger haben doch schon ihr so genanntes „leistungsschutzrecht für presseverleger“ von der bummsregierung geschenkt bekommen. Nein, das ist kein recht für urheber. Das ist ein recht für leute, die texte anderer leute auf papier stempeln oder mit einer tonne reklame und träckingkohd garnieren und auf eine webseit stellen. Was soll da noch als näxstes kommen? Finanzierung der scheißpresse durch die schundfunkabgaben, aber nur, wenn die scheißpresse auch schön industriell auf papier gestempelt wird?

Moment, wofür soll der zaster denn an- und vorgeblich gut sein?

Die Gelder, um die es geht, sollen Verlagen helfen, den Übergang vom Geschäft mit gedruckten Zeitungen hin zu digitalen Geschäftsmodellen zu erleichtern

Ach, die sollen mehr geld aus ihren webseits ziehen, die sie völlig freiwillig ins web gestellt haben. Hat wohl nicht so gut geklappt mit den bezahlmauern, was? Auch nicht, als ihr die alle „plus“ genannt habt, was? Und dass ihr seit fast zwanzig jahren jeden mitgestalter des deutschsprachigen internetzes den arsch wegklagt, hats auch nicht gebracht, was? Und guhgell hat euch wohl auch gezeigt, dass nicht der schwanz mit dem hund wedelt, was? Na, dann nehmt mal schön die 220 megaøre und die kiste bananen, mit denen ihr gepämpert werden sollt und sucht nach neuen wegen, vom onleinjornalismus zu leben!

Bis auf weiteres gilt die weissagung des webmasters. Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich, der forsche forscher an allen fronten der erkenntnis, hat mal eine studie gemacht, was die liebe von frauen so sehr anheizt, dass das möslein feucht wird. Das ergebnis ist so völlig und total überraschend, dass die ganze welt eine sekunde lang innegehalten hat: allem gelaber des bürgerlichen trollfeminismus zum trotze fahren frauen weiterhin auf eine scheckkarte ab, die ihnen auch noch den müll runterbringt [archivversjon]:

Der Traum vom Prinzen ist ungebrochen, das alte Beuteschema noch immer brandaktuell […] Dafür existiert auch dort ein Mittel, das selbst Bürgerlichen eine glanzvolle Aura verleiht: Geld. Ein großzügig gefülltes Bankkonto kann die Abwesenheit einer juwelenbesetzten Krone kompensieren. Wie Rosemary Hopcroft von der University of North Carolina im Fachjournal Evolution and Human Behaviour berichtet, bleiben männliche Gutverdiener auf dem Partnermarkt die großen Gewinner […] Die Analyse der Daten von mehr als 55 000 US-Amerikanern zeigte, dass wohlhabende Männer mit höherer Wahrscheinlichkeit heiraten und Kinder bekommen, sich seltener scheiden lassen und wenn doch, nach einer Scheidung rascher wieder eine neue Ehe eingehen als Geringverdiener. Am unteren Ende der sozialen Leiter bleibt Männern deutlich weniger Hoffnung auf die Liebe, sie frieren alleine im Schatten der solventen Prinzen über ihnen. Für Frauen zeigen die Daten einen gegenteiligen Zusammenhang. Ein höheres Einkommen stand in keinem Zusammenhang mit der Chance zu heiraten. Dafür korrelierte weiblicher Wohlstand mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Scheidung und Kinderlosigkeit […] Befragungen in 45 Ländern ergaben ein klares Bild: Frauen wünschen sich als langfristige Partner Männer von hohem Status mit guten finanziellen Aussichten; Männer verzehren sich hingegen nach Frauen, die mit Jugend und Schönheit gesegnet sind […] Verschärft wird die Situation in vielen Industriestaaten dadurch, dass Frauen dort die Männer in Sachen Bildungsabschlüsse überflügelt haben und selbst oft sehr gut verdienen. Als Nebeneffekt reduziert dies ihre Auswahl potenzieller Partner: Ihrem Beuteschema bleiben Frauen wohl treu, statt sich auf Partnersuche sozial abwärts zu orientieren

Niemand, ich wiederhole: niemand hätte damit rechnen können!!1!

Und morgen im gleichen fischblatt: die frauen, die sich gar nicht kaputtmachen, um an hochbezahlte (und meist persönlich belastende) dschobbs zu kommen und deshalb so ganz übel diskriminiert sind, die müssen wir jetzt unbedingt mal gehaltsmäßig gleichstellen.

Ein paar sortierte leckerlis aus dem beschluss des VG hannover

…aus der begründung des eilverfahrens-beschlusses 5 B 2865/21 des verwaltungsgerichtes hannover „die nächtlichen ausgangssperren in hannover sind „voraussichtlich“ rechtswidrig“ [dezentrale sicherheitskopie] für alle genießer der p’litik unserer werten regjonsverwaltung unter Hauke Jagau. Bei meinen anmerkungen [in eckigen klammern] bitte ich um beachtung für die tatsache, dass ich weder jurist bin noch eine übers oberflächliche hinausgehende ahnung vom verwaltungsrecht habe:

  • „Bislang hat die Antragsgegnerin nicht hinreichend begründet, inwiefern gerade in den Nachtstunden ein erhöhtes Infektionsrisiko zu erwarten ist, da der Zeitraum – von 22.00 bis 5.00 Uhr – sich üblicherweise ohnehin außerhalb der Zeiten bewegt, in denen reguläre Besuche in größerem Umfang stattfinden“ [Oder, wie ich es polemisch schrieb: weder die nacht noch die frische luft ist ein treiber des infekzjonsgeschehens…]
  • „Die Begründung der streitigen Allgemeinverfügung lässt auch nicht erkennen, dass dieser eine Berücksichtigung und Auswertung der wissenschaftlichen Erörterungen zu Grunde liegt. Die bisherige Studienlage erweist sich insoweit gerade nicht als eindeutig: Bisherige Forschungen haben teilweise erwiesen, dass der zusätzliche Effekt von schwerwiegenden Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen gering sei und sich im kaum wahrnehmbaren Bereich befinde […] Andere Studien gehen zwar grundsätzlich von einer Wirkung nächtlicher Ausgangsbeschränkungen aus, diese sei jedoch nur wesentlich geringer als die Wirkung anderer, regelmäßig parallel ergriffener Maßnahmen“ [!]
  • „Die bisherigen Ausgangsbeschränkungen in anderen Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg, auf die wohl auch die Antragsgegnerin verweist, wurden — soweit ersichtlich — nicht evaluiert, sodass insofern die Antragsgegnerin einer substantiierten Prognose der Wirksamkeit der Maßnahme, die diese nach den gesetzlichen Anforderungen zu erbringen hat, schuldig bleibt“ [Kleine anmerkung für betroffene menschen von mir: der gang zum verwaltungsgericht kann sich also lohnen, es handelt sich zumindest nach auffassung des VG hannover und des bestätigenden OVG lüneburg um illegale willkürmaßnahmen, die niemals evaluiert wurden.]
  • „Mit fortschreitender Pandemie sind zudem auch die zunächst aufgrund mangelnder Erfahrung geringeren Anforderungen an die Rechtfertigung von Schutzmaßnahmen gestiegen. Behördliche Untätigkeit angesichts der objektiven Möglichkeit zur Evaluierung der Maßnahmen kann nicht zur Begründung schwerwiegender Grundrechtseinschränkungen gereichen, deren Wirksamkeit zudem nach den bisher zugänglichen wissenschaftlichen Erkenntnissen zumindest umstritten ist. Die Forderung, dass valide Beweise für die Wirksamkeit einer Maßnahme im Rahmen der Pandemiebekämpfung vorzulegen sind, wird im Übrigen auch vom Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht aufgestellt“ [Das ist in meinen augen der eigentliche hammersatz in diesem beschluss und auch der grund, dass ich weit jenseits meiner häme gegenüber Hauke Jagau und seinen speichelleckern mit ihrem hilflosen gehampel auf kosten der menschen in hannover noch einmal darüber schreibe. Man kann nicht willkürlich durchregieren, nachdem man ein jahr lang die erforschung von infekzjonswegen unterlassen hat. Nein, es ist immer noch so gut wie nichts über typische infekzjonswege und infekzjonsorte bekannt. Offenbar besteht kein p’litischer wille, hier klärung zu bringen. Hier steckt sprengkraft selbst für wesentlich sinnvollere und zielführendere maßnahmen als nächtliche ausgangssperren drin — und der dann detonierende sprengstoff ist das versagen der p’litik auf allen ebenen, sich angesichts einer laufenden seuche wenigstens ein bisschen um razjonale, evidenzbasierte p’litik zu bemühen, statt einfach nur zwölf verdammte scheißmonate lang eine wirkungslose „marktkonforme seuchenbekämpfung“ zu machen, die nichts bringt und zusammen mit dieser obszönen p’litischen arbeitsverweigerung das leben vieler menschen über einen möglicherweise unnötig langen zeitraum einzuschränken. Wenn ein verwaltungsgericht ein derartiges p’litisches vorgehen abnickte, käme das der öffnung eines bekwemen weges zur beliebigen unbefristeten selbstermächtigung jeder regierung durch eine selbst herbeigeführte oder mutwillige langfristige aufrechterhaltung einer krise gleich. Zum glück für die menschen in hannover und in der ganzen BRD hat das VG hannover und das OVG lüneburg genug vom viel zu flüchtigen geist des grundgesetzes eingeatmet, um sich dem abnicken eines solchen vorgehens zu verweigern.]
  • „Es tritt hinzu, dass die Allgemeinverfügung Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen außerhalb des betroffenen Zeitraums von 22.00 bis 5.00 Uhr – also außerhalb der geläufigen Ruhe- und Schlafenszeiten in der Bevölkerung – gerade nicht verhindert […] Es spricht daher viel dafür, dass soziale Kontakte durch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nicht unterbunden, sondern lediglich in ein früheres Zeitfenster verlagert werden […] Sobald es 22.00 Uhr wird, führt die getroffene Regelung dazu, dass eine Person sodann die Wohnung, in der sie sich befindet, nicht mehr verlassen darf, selbst wenn sie sich in einer fremden Wohnung aufhält“ [Peng! Dieses argument ist auf jede form der nächtlichen ausgangssperre übertragbar.]
  • „Zudem erscheint es insbesondere wertungswidersprüchlich, dass innerhalb des Gebiets der Antragsgegnerin in zahlreichen sonstigen Lebens- und Wirtschaftsbereichen bislang keine weiteren infektionsschutzrechtlichen Maßnahmen ergriffen bzw. angeordnet wurden“ [Peng! So etwas wie ausgangssperren bei geöffneten schulen mit präsenzpflicht und unreglementierten coronapartys durch präsenz am arbeitsplatz sind damit erledigt.]
  • „Schließlich ist es wenig nachvollziehbar, dass die C. innerhalb des Gebiets der Landeshauptstadt D. einerseits die streitbefangene Ausgangsbeschränkung angeordnet hat, gleichzeitig aber deren Bewerbung als sog. Projektgebiet i.S.v. § 18 b Corona-Verordnung, verbunden mit weitgehenden Lockerungen wie etwa dem Zugang der Gastronomie und Einzelhandel, unterstützt“ [Peng! So etwas wie „marktkonforme seuchenbekämpfung“ ist damit hoffent erleidigt, wenn sie mit tieferen eingriffen als etwa einer pflicht zum tragen eines mund-nasen-wärmtuches verbunden ist.]

So weit die leckerlis aus einem naturgemäß trockenen text. Guten appetit!

Ein dank nochmal an die leute von freiheitsfoo für die veröffentlichung des beschlusstextes.

Herrlich!

Herrlich, wie Stefan Niggemeier hier einen staatsfrommen propaganda-kommentar der ARD-tagesschau-redakzjon auseinandernimmt, der fordert, dass die p’litik bitte in der dunkelkammer der p’litikexperten unter ausschluss der öffentlichkeit gemacht werden solle [archivversjon]. Am besten in geheimsitzungen mit geheimprotokollen… und scheißegal, was für coronamaßnahmen da rauskommen und ob die überhaupt eine begründung und eine wirkung haben. Müsst ihr verstehen, liebe staatsschafe, dieses ganze diskutieren, widersprechen, argumentieren, polemisieren ist doch alles nur eine ruhestörung… beschäftigt euch lieber mit etwas anderem als p’litik und wählt einfach die partei mit den sympatischsten fotoschopp-wahlplakaten.