Kennt ihr den schon?

„Kinder und Jugendliche haben keine Lobby. Es wäre eine Aufgabe der Kirche, deren Lebenssituationen wahrnehmbar zu machen.“ Das hat die Wiener Pastoraltheologin Regina Polak in einem Interview der St. Pöltner Kirchenzeitung „Kirche bunt“ angeregt

Ausgerechnet die organisiert kriminellen kinderficker von der hl. röm.-kath. scheißkirche wollen sich als „lobby“ für kinder und jugendliche aufspielen. 🤮️

So schade, dass anstand, demut und intelligenz nicht zu diesen früchten des hl. geistes dieser kristen gehören!

#allesdichtmachen

Kontext [archivversjon]…

Dieser verdacht, dass etliche leute, die neulich noch wegen des fehlens spürbaren widerstandes ganz offen und mutig je suis charlie und satirefreiheit vertreten haben, jetzt angesichts einer fiesen satirischen darbietung ein nazischimpfwort nach dem anderen von sich geben…

Die angewandten stilmittel der satire in den kurzen videospotts sind jedenfalls offensichtlich und werden beim bloßen zuhören und betrachten völlig klar — hier nur ein beispiel von vielen:

Ich will wieder mehr angst haben. Denn ohne angst habe ich angst. Deshalb appelliere ich an unsere regierung: macht uns mehr angst! Die menschen im land brauchen diese angst jetzt. Liebe regierung, lasst uns in dieser lage nicht allein. Es ist jetzt so wichtig, dass wir alle genug angst haben. Bleiben Sie gesund!

Volker Bruch

Nein, ich bin auch nicht begeistert. Deshalb erspare ich mir auch einen link dorthin, zumal die webseit der vom öffentlich-korrupten schundfunkbetrieb sicherlich gut mit kwasiwohnungssteuer gepämperten schauspieler gerade abgeschossen ist. Vielleicht hätten die einfach einen zweiten sörver mieten sollen. Aber wer die freiheit der satire nur dann gut findet, wenn die satire schön seine gegner und nicht den eigenen hirnriss verspottet, wird, sobald er die erste gelegenheit dazu hat, die freiheit der satire erwürgen. Und solche leute sollte man sich gut einprägen. Damit man ihnen niemals die möglichkeit gewährt, ihre beglückungsideen voranzutreiben.

Alles, aber auch wirklich ALLES, was sich selbst ernst nimmt und von seinen vorantreibern mit einem geradezu neurotisch-heiligem ernst vertreten wird, um die doppelmoral dahinter besser zu verstecken, MUSS mit spott und ätzender ironie übergossen werden! Auch, wenn es nicht mehr lustig ist. Sonst ist es keine satire, sondern nur notdürftig kultivierterer häjhtspietsch mit ein paar witzen.

Ich bin übrigens mal gespannt, wie viele der beteiligten schauspieler — also menschen, deren beruf es ist, jemanden anders als sich selbst darzustellen — nach dieser nummer in unserem ach so freien land mit seiner freiheit von… ähm… der kunst und der meinungsäußerung nie wieder in den öffentlich-korrupten parteistaatsfunkmedien sichtbar werden. Ich habe da ja einen verdacht, wie es kommen wird…

Garantiert nicht satirisch war allerdings vor ein paar wochen die BRD-schlagersängerin und frühere neue-deutsche-welle-erwürgerin „nena“, die nach völlig unbestätigten gerüchten aus für gewöhnlich völlig uninformierten kreisen demnächst einen ihrer auch internazjonal erfolgreichen schlager mit völlig neuem text vortragen wird:

Hast du etwas zeit für mich?
Dann falte ich nen hut für dich
aus neunundneuzig alurollen —
weil wir nix kapieren wollen.

Ach ja, der postilljon hat noch einen:

Klinikpersonal würde Schauspielern gerne für ihren Mut applaudieren, hat aber leider VERFICKT NOCHMAL ZU VIEL ZU TUN!!!!!

So, und jetzt viel spaß mit der fortsetzung der „marktkonformen seuchenbekämpfung“! Und natürlich mit den nächtlichen ausgangssperren. Müsst ihr alle ganz fest dran glauben: Nicht die schulen und arbeitsplätze sind treiber des infekzjonsgeschehens, die dunkelheit und die frische luft sind es!

Dem scheißvirus sind „die märkte“ übrigens scheißegal.

Nein, @tagesschau, das liegt nicht an corona und nicht am onlein

Kaufverhalten in der Krise
Online-Boom gefährdet Innenstädte

[Archivversjon]

Schon lange, bevor die seuche (von euch kwalitätsjornalisten „krise“ genannt) kam, verödeteten die innenstädte, weil es p’litisch gewünscht war, sie zu reinen kauf- und konsumorten zu machen. Nachdem jedes einigermaßen bunte menschliche treiben daraus verbannt wurde, nachdem jede kleine zum kostenlosen verweilen einladende nische weggemacht und zwischenzeitlich sogar kostenlose sitzgelegenheiten entfernt wurden, blieben eben nur noch kaufhäuser und diverse fressläden für jedes denkbare preissegment. Diese ödnis ist explizit p’litisch herbeigeführt worden. Seit jahren geht niemand mehr zum vergnügen in eine innenstadt der BRD. Und wenn die leute dann merken, dass es noch viel schöner ist, klicki-klicki sein zeugs zu bestellen und gar nicht mehr in irgendeine stadtgruft gehen zu müssen, dann wird eben geerntet, was p’litische stadtentwicklung im totalitären konsumismus seit mittlerweile zweieinhalb jahrzehnten gesät hat. Das p’litische bedauern über das eigene werk ist schon sehr lächerlich…

Immerhin: in hannover wurden dann doch wieder eine menge bänke in die stadt gestellt, vermutlich, weil die entfernung aller sitzgelegenheiten schlecht für das geschäft war. Denn aus menschlichkeit werden solche entscheidungen schon lange nicht mehr getroffen. Ein paar vorherige versuche des rastplatzangebotes mit liegeverhinderung stehen als mahnmal dazwischen — nicht, dass noch so ein obdachloser die aufenthaltskwalität im citygebiet senkt!

Und am ende bleibt für viele menschen nur noch ein grund, öfter mal in die stadt zu gehen: dort gibt es gras, schitt, molly, acid, gift, pepp und amfe. Aber das ist natürlich auch unerwünscht und wird von der polizei bekämpft, weil es nun einmal illegal ist… 😁️