Krüpplografie des tages

Die paar menschen, die ihre mäjhl verschlüsseln und den thunderbird benutzen, werden sich sicherlich noch daran erinnern, wie der thunderbird PGP selbst implementiert hat, so dass man seitdem „endlich“ kein addon mehr dafür braucht: es wurde so implementiert, dass selbst sehr erfahrene kompjuternutzer anfangs große probleme hatten, wieder PGP zu nutzen. Oder kurz: es wurde so implemtiert, dass es schwieriger als das addon war.

Gut, so ein verkacker kann mal passieren. Aber es ist schon kein kleiner verkacker mehr, wenn man den menschen im zeitalter der totalüberwachung ihre letzten nischen unbelauschter kommunikazjon wegnimmt. Es soll ja sogar staaten geben, in denen man für manche mitteilungen (zum beispiel persönlicher sexueller vorlieben wie homosexualität) in eine sehr unangenehme lagerhaft kommen kann, bei denen das überleben der haftzeit eher so opzjonal ist. Wenn man nicht gleich enthauptet oder (wie bei unseren „freunden“ aus saudi-arabien) zum besonders kwalvollen verrecken gekreuzigt wird.

Aber dieses kleine benutzerschnittstellenproblem war nicht der einzige verkacker in der PGP-implementazjon des thunderbird:

Die noch recht neue OpenPGP-Implementierung des Mail-Programms Thunderbird speicherte die geheimen Schlüssel im Klartext auf der Festplatte des Benutzers. Das zum Schutz vorgesehene Master-Passwort kam nicht zum Einsatz […] Der Fehler trat auf, wenn eine der Thunderbird-Versionen von 78.8.1 bis 78.10.1 einen geheimen PGP-Schlüssel importierte

Meine fresse! Können wir bitte mal diesen scheiß wieder rausnehmen und zu enigmail zurückkehren! Die thunderbird-entwickler können es einfach nicht. 😦

2 Antworten zu “Krüpplografie des tages

  1. Ich hatte immer „richtige“ MUAs wie z.B. Mutt (in der Konsole) und Claws-Mail (für grafische Oberflächen). Bei Claws-Mail würde ich mir mehr Multithreading im Umgang mit Postfächern wünschen, aber im Übrigen ist das ein brauchbares Programm.

    Von Thunderbird hatte ich die Vorstellung, dass der auch irgendwie alles können wird, was man so will. Dann habe ich den Thunderbird mal einem Windows-Nutzer installiert und eingerichtet. Das war eine ernüchternde Erfahrung: Grausiger Editor. Kein Mail-Umleiten. Ungefragte Hintergrundoperationen, die irgendwann eine blockierende MessageBox aufpoppen lassen. Suchfunktionen, die zuviele Schritte zwischen Suchanfrage und Mailanzeige brauchen. Das Programm ist nicht einmal empfehlenswert.

    Ich kenne Leute, die Thunderbird freiwillig installieren. Aber ich verstehe sie nicht mehr.

    • Ich schätze auch claws-mail als MUA, eben weil das noch nah an der Konsole ist bzw. man eigene bash-Scripte gut einbinden kann, gerade für Ver- und Entschlüsselung. Und meine betreuten User nutzen den auch, aber die kennen auch nichts anderes und sind nicht von klicki-bunti-Windows/MUAs „verdorben“.

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