Was ist das wichtigste am neuen feierfox?

Dass er für seinen nutzer so nützlich wie möglich wird? Dass er mal etwas anders tut als sämtliche ressorßen eines kompjuters an sich zu ziehen und den rest des system träge und schwerfällig zu machen, während er selbst träge und schwerfällig ist? Dass zur abwexlung man nicht komponenten für das fratzenbuch in den brauserkern verbaut werden, sondern elementare sicherheitsfunkzjonen wie ein wirksamer adblocker und eine vernünftige, gut bedienbare vorrichtung, mit der anwender webseits das privileg zur ausführung von javascript einräumen und wieder entziehen können, gern auch mit einer filterliste notorischer überwachungsfirmen?

Aber nein doch, leute, nix von alledem. Die große erfolgsgeschichte des feierfox wird fortgesetzt.

Und deshalb ist das wichtigste am neuen feierfox, dass mal wieder alles anders als gewohnt aussieht¹:

Das neue Design bringt unter anderem die optische Überarbeitung des Hauptmenüs, der Tab- und der Symbolleiste. Damit sollte sowohl die Bedienung an einigen Stellen übersichtlicher als auch der gesamte Auftritt moderner werden

Ah ja, der feierfox ist nicht eine softwäjhr, sondern ein auftritt, und der muss modernisiert werden! Hej, feierfox-entwickler, geht doch in den zirkus, wenn ihr auftreten wollt!

Am ehesten fällt das bei der Tab-Leiste ins Auge, die mit abgerundeten Ecken den Eindruck schwebender Tabs erweckt

Mir wäre es ja lieber, eine benutzerschnittstelle erweckt den eindruck, dass sie für den kompjuter geschrieben sei, auf den sie benutzt wird. Es hat bei mir gute gründe, wie ich mir meinen desktop so einstelle, welche schriftgrößen ich nehme, welches farbschema, welche schriftarten. Je klarer und unmissverständlicher alles ist, desto besser. Und nichts kotzt mich so sehr an wie irgendwelche scheißanwendungen, die ich dann im grunde nochmal separat konfigurieren muss. Schreibt eure scheißbenutzerschnittstellen einfach so, dass die farben dem system entsprechen, dass die piktogramme des systems verwendet werden und dass die kontrollelemente (schaltflächen, menüs, tabs) so aussehen wie kontrollelemente des systems. Das ist übrigens auch einfacher als der krampf, den ihr macht, und fast jeder anwender über 25 jahren freut sich darüber. Die wollen gar keine benutzererfahrungen manchen, die wollen einfach nur verdammt noch mal einen webbrauser benutzen.

Der kann dann auch ruhig so aussehen²:

Bildschirmfoto vom pale moon, ein übrigens sehr brauchbarer webbrauser

Die Menüoptionen hinter dem Hamburger-Menü rechts oben wurden entschlackt, neu sortiert und die Icons vor den Einträgen entfernt, was für eine bessere Übersicht sorgen soll

Oh, das ist ja toll: erst wird das ganze menü hinter so einem abstrakten bild mit drei übereinanderstehenden dicken linjen versteckt, und dann soll das, was einige menschen gar nicht mehr finden, übersichtlich werden. Ganz großes kino.

Und was habt ihr sonst gemacht, außer eure anwendungsfassade umzubauen?

Abgesehen vom neuen Design bietet Firefox 89 nun auch in der Standardeinstellung den vollen Schutz vor seitenübergreifenden Cookies in privaten Firefox-Fenstern, der bisher nur bei der Einstellung Streng verfügbar war. Der mit Firefox 87 eingeführte SmartBlock erreicht Version 2 und sorgt dafür, dass die Webseiten trotzt [sic!] des Schutzes vor Aktivitätenverfolgung ordnungsgemäß dargestellt werden

Ah, nix habt ihr gemacht. Wenn man mal davon absieht, dass ihr irgendwelche scheißwebseits voller träckingwanzen jetzt wieder „ordnungsgemäß“ darstellt. Juchu!

Wem das nicht gefällt, der kann mittels Firefox-UI-Fix durch einige Einstellungen und 2 CSS-Dateien einen Teil davon wieder rückgängig machen

Wem das nicht gefällt, der kann sich den feierfox wieder auf bekwem benutzbar zurückfummeln. Auch nix neues.

¹Ich nehme mal an, dass linuxnews.de hier nur eine PResseerklärung abschreibt.

²Bildschirmfoto vom pale moon, den ich seit jahren als webbrauser benutze. Übrigens nicht wegen seiner benutzerschnittstelle, sondern aus gründen.

3 Antworten zu “Was ist das wichtigste am neuen feierfox?

  1. Firefox hat übrigens auch seine nervige Update-Benachrichtigung die alle paar Minuten aufpoppt als Option aus den Einstellungen entfernt und in eine extra Datei verbannt, auf die es keinen direkten Zugriff aus Firefox gibt. Es war den FF-Entwicklern „zu einfach“ sie abzuschalten. Sehr bezeichnend für wie unmündig FF seine Benutzer hält.

  2. Pingback: Heinzi aus der Sockenabteilung (und andere Sonntagslinks) - netz10

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