Und nun zur brustkrebsfrüherkennung

Bevor wir uns die Einträge ansehen, ist es gut, einen Blick auf die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien mit bisher über 500.000 Frauen zu werfen. Sie zeigen: Wenn 1.000 Frauen ab 50 Jahren zum Screening gehen, dann sterben 4 der Frauen innerhalb von etwa 11 Jahren an Brustkrebs, und bei Frauen, die nicht zum Screening gehen, sind es 5. Es stirbt also eine Frau von je 1.000 weniger an Brustkrebs. Die Anzahl der Frauen, die insgesamt an Krebs (einschließlich Brustkrebs) sterben, ändert sich jedoch nicht; es sind 22 in beiden Gruppen. Das heißt, in der Screening-Gruppe stirbt eine Frau weniger mit der Diagnose Brustkrebs, aber eine Frau mehr an einem anderen Krebs […] Frauen, die zum Screening gehen, müssen aber mit zweierlei Schaden rechnen. Je 100 von 1.000 erhalten unnötige Biopsien aufgrund falscher Alarme, und 5 Frauen wird die Brust unnötigerweise teilweise oder ganz entfernt. Diese Information sollte man im Brustkrebsmonat Oktober erwarten, damit Frauen eine informierte Entscheidung für oder gegen Früherkennung treffen können

Solange das krankheitswesen vor allem als wirtschaftszweig verstanden wird, sind „informierte entscheidungen“ völlig unerwünscht und von den versicherungen bezahlte, medizinisch unnötige brustverstümmelungen bei einem halben prozent der frauen in der brustkrebsvorsorge sehr erwünscht. Das ist halt ein gutes geschäft.

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