Exit des tages

Dieses Blog endet hier.

In jedem Fall bedeutet das eine Zäsur auch in meinem Leben. Ich möchte mich nun auf das konzentrieren, dem ich noch eine Bedeutung zuordne: nämlich dem p≡p-Projekt. Damit kann ich vielleicht noch einen sinnvollen Beitrag leisten, der die Welt möglicherweise etwas besser macht und Menschenrechte schützt

[Archivversjon]

11 Antworten zu “Exit des tages

  1. Geil ein Bloggerlein der nicht weiß was er sinnvoll machen kann. Wie wäre es damit anderen Menschen mal zu helfen?

    Kann jemanden diesen Depp mal sagen das 2G Regeln es verhindern, würdig zu sterben. Im Stich lassen und sich wegdrehen ist der neuste Standart, für wie heuchle ich Menschlichkeit?

    Wäre es nicht ein sinnvoller Betrag dafür zu sorgen, das Sterbewillige, meist doch wohl unheilbare Schwerstkranke, der Grund ist genau genommen unwichtig sondern zu respektieren, in Würde gehen können? Mitunter tut es auch eine 45iger.

    Früher war es die höchste Ehre einen Anderen vom seinen Leid zu erlösen. Vieles läßt sich nun mal nicht wieder in Ordnung bringen. Der Freitod hat mit Suizid nichts zu tun. Das Eine ist eine Ohrfeige an alle, das Andere ein gutes Recht der Selbstbestimmung.

    Der Tod ist nichts anderes als ein unbegrenzter Urlaub vom Leben. Was ist an einem Urlaub schlimm oder gar verwerflich? War da nicht auch was mit dem Paradies?

    Erklärt man den Menschen was der Tod ist, reguliert sich die Überbevölkerung von selbst. Damit verhindert man Massenmorde mittels Impfstoffe & Co. Das ist kein sinnvoller Betrag?

  2. @Freddy: im Gegensatz zu Deiner Vermutung weiss ich, was ich noch sinnvoll machen kann. Es ist sogar oben mitzitiert.

    Warum ich es verdient habe, dass Du so über mich sprichst, weiss ich nicht. Du kennst mich ja gar nicht.

    • Herr Birk das leidige Thema ist, man will helfen, erreicht aber nur eine geringe Anzahl von Personen. Ich schaue auch bei Qpress wie anderen Seiten mal ein.

      Was ich vermisse ist das Blogger die Jahrelang Online sind die momentane Lage zwar verstehen, aber es ein Unvermögen zu sein scheint, sich koordiniert zusammen zu schließen. Auch unangenehme Meinungen zutreffend oder nicht, sind Meinungen.

      Ich bin nicht der Einzige der Betroffenen die langsam nicht mehr weiter wissen. Leider habe ich keinen Computer und entsprechenden Internet Zugang. Das beschränkt meine Möglichkeiten erheblich. Ich bin nicht der Einzige der Wütend ist und wehrlos in der Ecke sitzt und oft nicht mehr weiter weiß.

      Was Sie als Angriff betrachten ist ein Hilferuf in Vertretung vieler die nicht mehr weiter wissen. Dann lesen diese Menschen wie ich auf diversen Seiten viel, aber nichts geschieht. Was bleibt ist Angst und die Ungewissheit. Ich und all die anderen Menschen haben das auch nicht verdient. Viele machen und machten ihre Jobs, wie ich auch und nun spuckt man sie wie mich an. Ich gestatte mir wütend zu sein.

      Bin ich Ihnen zu nahe getreten, tut mir das leid und ich entschuldige mich dafür. Die Corona Lage allein läuft aus dem Ruder. Immer mehr diskreditierte Wissenschaftler befürchten zu Recht schlimmes, wenn der Wahnsinn nicht gestoppt wird.

      Nichts für ungut, aber betreten zu sein, ich werde oft übel beleidigt, mag ein persönliches Recht sein, aber situationsbedingt irgendwie unpassend. Was ist wenn nächste Weihnachten die schlimmsten Befürchtungen zur grausamen Realität werden?

      Warum ich gelegentlich „unfair“ bin mag auch daran liegen ein indirekter Zeitzeuge zu sein. Meine Eltern waren vom 1. bis zum letzten Tag im 2. Weltkrieg. Heimat, Besitz verloren. Jeden Tag mussten sie wie Viele die Nazis fürchten. Schlimme Dinge wußten sie zu erzählen. Meine Mutter hatte dazu noch ein schweres Bombentrauma. Sie überlebten irgendwie. Aber um welchen Preis. Und jetzt geht der Wahnsinn wieder los. Es tut mir leid, Sie können ja nichts dafür.

      • Lieber Freddy

        Deine Worte berühren mich sehr. Ich kann mitfühlen, da es mir ja nicht anders geht.

        Ich habe keine Lösung. Es kommen sehr dunkle Zeiten auf uns zu. Ich schätze die Lage so ein, dass wir es mit Faschismus zu tun haben, wie ihn Mussolini definiert. Dadurch dass wieder die Massenmedien zu 100 % gleichgeschaltet sind, wird erneut eine Massenpsychose erzeugt, die sich gewaschen hat.

        Dazu sehe eich die Kriegsgefahr. Die neue deutsche Aussenministerin ist nicht für intellektuelle Höchstleistungen bekannt, dafür jedoch für Kriegstreiberei. Da es ganz im Interesse der USA liegt, wenn sich Russland und die EU streiten – insbesondere militärisch – befürchte ich Schlimmstes. Ich beobachte, wie in der Ukraine nun offen das Minsker Abkommen ignoriert wird.

        In der Schweiz läuft eine Kopie der neoliberalen Machtübernahme, die sich nun ganz auf die Gehirnwäsche im Sinne der Corona-Sekte eingelassen hat. Wenn ich mit den Clé de Berne und Furrerhugi anschaue, so ist es wohl schlicht so, dass die politischen und medialen Eliten der Schweiz gekauft sind. Es besteht nicht nur der Eindruck, dass die Medien gleichgeschaltet sind, sondern das ist der Fall: zum einen durch die Medienkonzentration, die fast nur noch Tamedia und Ringier übrig gelassen hat (und die beiden bilden zu allem Überfluss nun auch noch ein Syndikat). Zum anderen ist Ringier eng mit Palantir verwoben. Zu allem Überfluss sitzen im Clé de Berne auch noch SRG-Journalisten.

        Die einzige Hoffnung war, dass eine Mehrheit in der Schweiz ablehnt, ein Ermächtigungsgesetz zu unterzeichnen, und das Parlament in diesen Fragen ausser Funktion zu schalten und die Gesetzgebungsgewalt an die Regierung zu übertragen. Jedoch ist nun genau das passiert. Gerade mal 38 % haben gegen diesen für sich bereits verfassungswidrigen Text gestimmt.

        Dazu kommt das Projekt https://id2020.org der Milliardärsfamilien Gates und Rockefeller. Es geht um nicht weniger als um das Durchnummerieren aller Menschen weltweit und um die Einführung eines Sozialpunktesystems wie in China.

        Das Schweizer Stimmvolk hat sich mit seiner wohl letzten ernstzunehmenden Abstimmung für die Unterwerfung unter dieses System entschieden.

        Ich will’s mal so formulieren:

        Wir haben verloren. Die Faschisten haben gewonnen.

        Das wird nicht mehr weggehen. Lock Step ist auf 20 Jahre ausgelegt. Es sind erst 2.

        Und so wie ich die Geschichte interpretiere, bekommt man faschistische Regime (mit der portugisischen Ausnahme) sonst überhaupt nur noch militärisch wieder weg.

        Ich plane also ins Exil ausserhalb Europas zu gehen.

        Davor möchte ich jedoch ein wichtiges Projekt fertigstellen, von dem ich mir erhoffe, dass alle, die noch Widerstand für eine freie Gesellschaft leisten, sehr davon profitieren werden. Es hängt mit dem p≡p-Projekt zusammen https://pep.software Das ist mir so wichtig, dass ich nun auf mein tägliches Anschreiben gegen den Wahnsinn verzichten möchte, um das möglich zu machen. (Ich kann über Details in ungeschützter Kommunikation nicht sprechen.)

        Zu Deiner Information: von 2005 an habe ich in etwa ein bis zwei Stunden täglich, 7 Tage die Woche, für Lesen, Auswählen und Reproduzieren von Artikeln und Medienbeiträgen aufgewendet. 16 Jahre mal 345 Tage (ich gehe in der Regel 14 Tage in den Urlaub im Sommer) mal 1,5 Stunden sind 8’280 Arbeitsstunden, die ich in das Blog investiert habe. Dazu kommt die Arbeit des Schreibens der Blogsoftware und des Betriebs des Servers. Ich mache beides selber, um zum einen eine Lösung zu haben, mit der ich meine Leser nicht tracke, zum anderen, um eine vollständig zensurfreie Umgebung zu liefern.

        Das gebe ich nicht leichtfertig auf. Es ist kein unüberlegter Rage Quit, der mich veranlasst, das nieder zu legen. Sondern es ist ein Projekt, von dem ich mir verspreche, dass es hilfreicher sein kann als ein Blog für diejenigen zu schreiben, die es verdient haben, das aber keine weitere aufklärerische Wirkung mehr entfalten kann, weil es bei denjenigen, wo das dringend nötig wäre, vollständig auf taube Ohren trifft.

        Ich will nicht sagen, dass ich mir in meiner Entscheidung sicher bin. Aber ich muss eine treffen, und das ist mein Versuch, das Richtige zu tun.

        Schauen wir mal, ob das hilfreich sein kann.

        • [ .. Widerstand für eine freie Gesellschaft leisten, .. ]

          Widerstand zu leisten, etwas aufzubauen. Ich fürchte das wird nicht nur schwer, möglicher Weise sogar unmöglich. Ohne „handfeste Argumente“ wird nicht viel zu erreichen sein. Das Volk ist bereits zu destabilisiert, in absehbarer Zeit kampfunfähig und ob man „Freunden“ noch trauen kann, sollte man stets ebenso Bedenken.

          In der Zeit des Holocaustes gab es auch „unbedeutende“ Widerstandsgruppen der Bevölkerungsschicht. Nicht „Kino trächtig“, viele unbekannt, aber erfolgreich, sogar hochrangige Bonzen waren dabei. Es galt zu retten was noch zu retten war. Aber heute!?

          Der Koalitionsvertrag der Ampel umfasst genau das „Interna“ wie man damals das dritte Reich versuchte aufzubauen. Enthalten ist den Widerstand in jeder Form „nieder zu machen“ und vieles mehr. Es wird schlimmer als man es sich vorstellen mag. Um Corona, Covid ging es bestenfalls 5 Minuten. Jetzt benutzt man es um etwas furchtbares aufzubauen und um im Vorfeld den Widerstand aus dem Weg zu räumen. Den „Impfstoff“ hielt ich von Anfang an nicht als Solches. Inzwischen hat man das bemerkt, aber Millionen sind bereits „geimpft“. Viele begreifen die entsetzlichen Folgen immer noch nicht.

          Die sogenannten Alliierten wusten damals genau was Hitlers Bande tat. Solange es hilfreich für die eigenen Verbrechen war hat man zugesehen, sogar unter „Brüdern“ mitgeholfen. Als Hitler aber zu weit ging kamen die großen Alliierten um uns zu „retten“. Nicht ohne Grund wird die Geschichtsschreibung mal wieder „zurecht gebogen“.

          Der Fall Julien Assange zeigt, was vom Recht, Gesetz usw übrig ist. Das „Urteil“ von Assange stand in dem Moment fest, als er wider jeglicher Gesetze festgehalten wurde. Selbst die interne Folter stand fest. Statt ihn rauszuholen, spielt man Räuber und Gendarm. Jede „Gerichtsverhandlung“ läuft im Hitlers Stil ab. Statt was zu „tun“, Julien rauszuholen, spielt man nur rum.

          Was immer Sie tun, es ist kein Spiel mehr. Passen Sie auf sich auf. Der Begriff es kommen schlechte wie schlimme Zeiten auf uns zu, trifft es nicht mal ansatzweise. Stellen Sie sich das Unmögliche, Unfassbare vor, auch dann haben Sie nur einen kleinen Eindruck. Viel Glück. Aus Gründen meines Alters, Erkrankungen, Situation ist meine Zeit bald um.

          Zusammen gefasst. Das fatale an dem was alles geschieht wie geplant ist, das man so den Anfang vom Ende kreiert. Das ist Wahnsinn, der alles zerstören wird. Niemand wird am Ende „herrschen“.

          Sie werden wohl nicht viel erreichen. Aber mehr als Versuchen kann man ja nicht. Es dürfte schwer sein ein „John Conners“ zu sein, um mehr oder weniger allein gegen „Skynet“ zu kämpfen. Viel Glück, vielleicht aber kommt unerwartete Hilfe von hoher Stelle. Viele wichtige Leute sind nicht unbedingt von der neuen Zeit begeistert. Möglicher Weise bieten sich hier brauchbare Ansatzpunkte.

          Zitate sind keine Wortspielereien sondern Tatsachen, Erfahrungen, Warnungen in Worte gekleidet. „Der Worte sind genug gewechselt, jetzt müssen Taten folgen.“

          Ich halte persönlich nur noch eines für wichtig. Eine korrekte Geschichtsschreibung an die Nachwelt sicher zu stellen. Dann war wenigstens nicht alles umsonst.

          Alles Gute und viel Glück.

        • Erstmal ein grosses Danke fuer den tollen Blog. Ich habe ihn mehrere Jahre mit Freude gelesen.

          Das mit der Auswanderung halte ich im Prinzip fuer eine gute Idee, wobei ich eher nach Osteuropa schaue als ausserhalb des Kontinents. Ich glaube, dass man in einem kleinen Bergdorf die naechsten Jahre ganz gut durchbringen kann, bei bester Luftqualitaet.

          Nur das Ding mit p≡p halte ich fuer cope, (oder auf Deutsch: eine reine Bewaeltiungsstrategie), da es keine Probleme loest. Sichere Kommunikation ist von der Politik unerwuenscht. Die Leute benutzten keine sicheren Kanaele zum Austausch von Nachrichten, weil die bequem und inkompetent sind. Manche mehr das jeweils eine als das andere. PGP ist jetzt schon sehr, sehr lange verfuegbar, aber Wanzaepp ist trotzdem verbreiteter, weil es den meisten egal ist das die Geheimdienste mitlesen. Es ist auch kein wirklich spuerbarer Leidensdruck da; wenn man aber Geheimnisstraeger ist und die eigene und anderer Leute Sicherheit davon abhaengt, lernt man ziemlich schnell OpSec und das benutzen von PGP. (siehe einige Journalisten)

          Aber das Grundproblem bleiben die Politiker! Warum waehlen wir sowas? Bitcoin wird uns ja auch nicht vor den Zentralbanken retten. Wir brauchen keine Ungehungstechniken, sondern eine kompetente Vertretung (und auch keine Fuhrung, order sonstige Regenten mit Machtfantasien, auch Abgeordnete genannt) unserer Interessen. Aber wenn die Menschen meinen, dass die Politiker ihr Wohl wollen und sie es auch noch gut finden von der Politik durch etliche Zwangsabgaben ausgenommen zu werden: Tja, kann man nichts mehr machen. Wenn Du dir selbst hilfst, dann wird auch der Herrgott im Himmel Dir seine nicht verweigern. Nur ich muss nun das Resume ziehen, dass die meisten Menschen die Selbsthilfe verlernt haben und lieber auf den Staat vertrauen, denn er wirds ja schon richten…

          • Hallo

            PGP ist für niemanden verfügbar, der kein IT-Spezialist ist. Lad mal eine pEp app runter. Man muss nichts tun. Das geht alles vollautomatisch. pEp ist eben kein PGP.

            Viele Grüsse
            VB.

        • >PGP ist für niemanden verfügbar, der kein IT-Spezialist ist. Lad mal eine pEp app runter. Man muss nichts tun. Das geht alles vollautomatisch. pEp ist eben kein PGP.

          Ich traue Sachen „wo man nichts tun muss“ nicht.

          Oder anders gesagt: Lade unsere Binary herunter und fuehre Sie auf einem unsicheren Betruebsystem aus, gib ihr dann noch die Zugangsdaten zu deinem Mailserver und am besten noch Zugriff auf deine Kontaktdaten. Danke, aber nein danke. Und nein, ich hab auch keine Lust mehr als 5 minuten nach dem source code oder einer build Anleitung fuer Linux (auf einem gitlab server unter einer anderen domain) zu suchen. bei gpg: make; make install, und fertig.

          Und die Leute werden auch nicht sicher kommunizieren wenn man ihnen nur einfach zu bedienende Software hinstellt.

          fast kein unternehmen bietet e2e fuer normale kommunikation an. dabei ist es so einfach: eigene. gpg public key hochladen, und fremden public key runterladen. ganz einfach

          der einzige anbieter der mir einfaellt der dann emails zum Kunden verschluesselt ist die Crypo Boerse Kraken. Niemand kann mir erzehlen, dass man es innerhalb von drei Jahren den Bankkaufleuten in der Ausbildung nicht beibringen kann gesichert zu mailen! Man macht aber lieber in ‚Schland lieber so Sachen wie DeMail…

          • Niemand kann mir erzehlen, dass man es innerhalb von drei Jahren den Bankkaufleuten in der Ausbildung nicht beibringen kann gesichert zu mailen!

            Du hast keine vorstellung, wie dumm und intellektuell kurzsichtig viele bankkaufleute sind. Nur, weil man mal verstanden hat, wie man sich einen schlips umbindet, ist man nicht gleich intelligent. 😉

            Ich könnte mir sogar vorstellen, dass einige dieser bankkaufleute von der benutzung einer mäjhlsoftwäjhr überfordert wären.

  3. Pingback: Schweizer stimmen für COVID-19-Gesetz – ist das die totale Niederlage der Corona-Kritiker? | wwwahnsinn

  4. Da die Entwicklung des Lebens im Grunde aus dem Seelischen heraus erfolgt, krankt eine solche Spekulation an der grundsätzlichen Unmöglichkeit, Maschinen eine Seele zu geben. Der Mensch ist Geschöpf, aber nicht Schöpfer. Seine Kompetenz liegt im Zeugen und Erzeugen. Die Urbedeutung des Wortes „zeugen“ ist „Zeugnis ablegen“. Eine Zeuge wird (so die etymologische Bedeutung) herangezogen, um etwas zu belegen. Er ist also lediglich Gehilfe bei einer größeren Sache. Entsprechend verhält es sich beim Zeugungsakt, bei dem der Mensch tatsächlich nur den Kanal öffnet, um dem Leben aus höheren Sphären den Zugang zu dieser Welt zu ermöglichen. Der Mensch ist aber nicht Erschaffer dieses Lebens. Er vermittelt es bloß. Durch den Akt der Vermittlung legt er Zeugnis für das Leben ab und „bestätigt“ damit den Schöpfergott, von dem die Seelen eigentlich stammen. Wie willst du aber die Vermittlung einer Seele in die Materie anders stattfinden lassen als über die dem Menschen gottgegebene biologische Zeugungsfähigkeit?

    Der Versuch, Maschinen zu erschaffen, die dem Menschen gleichwertig sind, entspringt dem Bestreben, den Akt der Schöpfung des Menschen durch Gott selbst zu wiederholen, indem eine neue Art in die Welt gebracht werden soll, die zuvor nicht existierte und bei (hypothetischem) Gelingen in der Lage wäre, sich ohne menschliche Hilfe selbst fortzupflanzen. Diese Art wäre (anders als alle bestehenden Arten) mit keiner anderen Form des Lebens genetisch verwandt. Sie wäre tatsächlich etwas gänzlich unabhängiges und neues. Dieser Versuch wäre ein Ausbruch aus der dem Menschen in der Schöpfung zugedachten Erzeugerrolle, die lediglich die Vermittlung des Geistes innerhalb der menschlichen Art bzw. des Artengefüges mittels der Zeugungsfähigkeit ist. Der Mensch würde vom Erzeuger zum Schöpfer werden.
    Im Grunde ist es das Bestreben des faustischen Menschen, selbst Gott zu werden, worin sich Fausts Pakt mit dem Teufel zum Preise der eigenen Seele widerspiegelt. Die Seele bestimmt die Art des Lebens. Zur menschlichen Art (bzw. zur Art der Geschöpfe Gottes überhaupt) gehört die Fortführung des Lebens durch Zeugung. Will der Mensch diese Art aufgeben, indem er vom Erzeuger zum Schöpfer zu werden anstrebt, gibt er sich selbst bzw. seine ihm von Gott verliehene Seele auf. Die Folge wäre nach vollzogener Selbst- und Gottverleugnung die Vernichtung des Menschen, weil er sich als zur Vollziehung des göttlichen Planes untauglich oder unwillig erweist, nicht aber die Hervorbringung des erstrebten menschlichen Geschöpfes nach Art des Homunculus.
    Die „Konstruktion“ eines Menschen auf andere Art als durch biologische Befruchtung wird zu nichts anderem als menschlichen Imitaten führen, die seelenlos und nicht eigenständig handlungsfähig sind. Sie werden stets auf die Eingaben des Menschen als eigentlichem Träger einer Seele angewiesen sein. Als müder Abklatsch werden sie menschliches Dasein kopieren und Zeugnis für die völlige Erbärmlichkeit ihrer Konstrukteure abgeben, die unfähig sind, eigenes Leben zu erschaffen. Natürlich werden sie als abhängige Konstrukte aufhören zu funktionieren und verschwinden, wenn die Menschen verschwinden, die ihnen ihr phantomhaftes Scheinleben einhauchen. Ein aus Robotern bestehendes Volk als Nachfolger der gesamten Menschheit wird es niemals geben.

    >Also wofür sind die vielen anderen Welten da?

    Wieviele Samenkörner werden von einer Pflanze hervorgebracht, um nur einen Nachfolger zu erzeugen? Tausende? Von 60 Millionen Samenzellen gelangt nur eine zur Befruchtung.
    Ähnlich verhält es sich mit Sternen und Planeten. Das Universum erzeugt sie in unermeßlicher Anzahl und Variationen, derer die größte Zahl keine Frucht trägt, um bei einer relativ sehr kleinen Zahl alle nötigen Faktoren passend zusammenkommen zu lassen. Die Verschwendung ist einkalkuliert, um dem Zufall als Vollzieher des „Logos“ die Gelegenheit zu geben, die Dinge dem Weltplan entsprechend zu fügen, daß Leben in die Materie komme. Der Rest, all die tote Materie unfruchtbarer Planeten und scheinbar sinnlos brennender Sonnen, ist Abfall, der etwa dem Material entspricht, das abgetragen wird, um eine Skulptur als Ausdruck höheren Geistes aus dem Stein zu schälen. Sie sind da, um uns und wahrscheinlich eine kleine Anzahl weiterer Leben tragender Planeten zu ermöglichen. Die Besiedelung solcher Welten, die seit jeher nichts anderes sein sollten als tot, ist sinnlos.

    Darüber hinaus sollte der europäische Mensch sich nicht, Nabelschau betreibend, für so wichtig halten, daß nur seine eigene Technik die einzig erfolgreiche sei. Die faustische Technik ist ein seelisches Bedürfnis, Probleme zu sehen (bzw. sich selbst zu setzen) und auf eine bestimmte Art zu lösen. Sie wird mit dem faustischen Menschen verschwinden. Nachfolgende Kulturen werden ihre Probleme auf ihre eigene Art lösen, aber nicht minder erfolgreich, wie es auch frühere Kulturen taten.

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