Einsame wanderer in ganz langer nacht

Die milchstraße scheint voller planeten zu sein, die nicht um eine sonne kreisen, sondern allein durch das kalte schwarz ziehen, vermutlich, nachdem sie während oder kurz nach der bildung eines planetensystemes um eine sonne aus diesem planetensystem gravitativ herausgeschleudert wurden, bis nur noch ein recht stabiles restsystem um die sonne übrig blieb. Natürlich sind alle zahlen nur schätzungen, weil solche objekte schwierig zu identifizieren und schwierig zu finden sind, aber es könnten milljarden sein.

Und nein, darauf lebt garantiert nix.

5 Antworten zu “Einsame wanderer in ganz langer nacht

  1. Nein, es gibt keine Planeten die ohne Stern durch die Milchstraße wandern. Denn lt. IAU darf sich seit 2006 nicht mehr jeder Himmelskörper „Planet“ nennen, sondern nur noch solche die der IAU-Definition genügen und dafür ist eine Umlaufbahn um eine Sonne zwingend vorgeschrieben. Himmelskörper ohne diese sind folglich keine Planeten.
    Schöne Grüße vom Komitee „Solidarität mit Pluto – für eine diskriminierungsfreie Himmelskörperbenennung“

    • Dann muss es eben einen neuen Namen für solche Dinge geben. Und tatsächlich kennt zumindest die Wikipedia die Bezeichnung Planemo. Über Genus („der“ oder „das“) scheint es noch keine Einigkeit zu geben. Als Pluralform vermute ich mal „Planemos“.

      • Ich lese gerade (in der englichen Wikipedia, dass als Anwendungsbereich dieser Spalterei nur unser Sonnensystem beschlossen worden ist. Deshalb auch die Rede von „der Sonne“, nicht von „einem Stern“. Deswegen wohl auch die Unterlassung der Forderung, dass ein Planet selbst kein Stern sein sollte. Und deswegen wohl auch keine Behandlung des Falles, dass ein schwarzes Loch umlaufen wird. Oder mehrere Sterne oder schwarze Löcher.

        Planems außerhalb des Sol-Systems darf man also noch frei als „Planeten“ bezeichnen 😉

        • Aha, also nur weil Pluto im „falschen“ Sonnensystem geboren wurde, darf er sich nicht mehr Planet nennen. Außerhalb dürfte er es. Das hat schon was von Rassismus. So wie bei einer Josephine Baker die im Staat ihrer Heimat zeitlebens diskriminiert wurde, selbst als sie schon ein Weltstar war, aber in Paris schon bei ihrem ersten Aufenthalt im Restaurant anstandslos von weißen Kellnern bedient wurde. Wär ich Pluto würde ich mir auch ein anderes „Sonnensystem“ suchen, wenn es die gravitative Bindung nicht verhindern würde. Parallelen zu gewissen anderen aktuellen Apartheidsentwicklungen sind nicht unbeabsichtigt.

          • Rassismus

            Pluto und ich sind da nicht so empfindlich.

            Die IAU hat ja nicht geregelt, was Pluto ist, sondern wie man ihn bezeichnet, damit wenigstens im eigenen Sonnensystem die Bezeichnungen vereinheitlicht sind.

            Wissenschaftlich macht es allerdings keinen Sinn, Begriffe lokal umzudefinieren, wenn ansonsten das Prinzip gilt, nicht anzunehmen, dass die eigene Gegend grundlegend anders sei als der Rest des Universums.

            Ob Pluto als Planet gelten solle oder nicht, ist mir (und Pluto) schnurz. Als PMO geht er jedenfalls durch. Es mag sinnvoll sein, ihn kategorisch von den anderen Planeten des Sol-Systems zu unterscheiden. Aber eine Regelung einzuführen, nach der man fortan unterscheiden muss, ob man in- oder außerhalb des Sol-Systems ist, bevor man „Planet“ sagt, hätte ich sicherlich nicht befürwortet.

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