Illegale spaziergänge

Wenn mir in den späten neunziger jahren jemand erzählt hätte, dass ich noch erleben werde, dass jornalisten allen ernstes und wortwörtlich von „illegalen spaziergängen“ sprechen und schreiben werden, dann hätte ich mir dieses ganze beschissene, aussichtslose, faschistoide drexjahrtausend komplett erspart. Das wort muss man sich mal auf der zunge zergehen lassen: „illegale spaziergänge“. Da kommt einem die real existierende tristess der scheiß-DDR auf einmal wie eine blühende landschaft vor.

Merkst du überhaupt noch selbst, was du schreibst, du arschloch von jornalist? Nein? Merkst du überhaupt noch irgendwas, du arschloch? Nein? Das merkt man.

Aber ich bin ja noch da und wünsche meiner mitwelt eine schöne erhöhung der jahreszahl in der kalenderanzeige. Möge es ein jahr werden, in dem jornalistische knallköppe an der contentindustriellen gosse öfter mal mit schmackes eine geknallt kriegen! Damit sie die verachtung zurückbekommen.

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, jornalist, verrecke!

(Und ja, es gibt ein anderes wort als „spaziergänge“, scheißjornalist, stinkender! Zum beispiel das wort „nicht angemeldete demonstrazjonen“, oder, wenns passt auch „illegale demonstrazjonen“. Aber du arschloch an der contentmaschinerie neben den zu vermarktenden reklameplätzen übernimmst lieber die sprache derjenigen, gegen die du zum schein anschreibst mit deiner dummen tintenklexerei. Du stinkst nach scheiße, du arschloch!)

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