Tagesschau-investigativjornalismus des tages

Die investigativjornalisten des bayerischen schundfunks haben rausgekriegt, dass die ganzen bitcoin-reichwerdmetoden nix als betrug, betrug und betrug sind [archivversjon]:

Marketrobo ist Teil einer Masche, die Oberstaatsanwalt Thomas Goger „illegales Cybertrading“ nennt. Es gebe Dutzende Plattformen und Gruppierungen. Alleine in Fällen, die bei seiner Staatsanwaltschaft in Bamberg landen, summieren sich die Verluste auf Hunderte Millionen Euro. „Ob wir die Milliarde schon gerissen haben, kann ich nicht sagen. Aber das sind unvorstellbare Schadenssummen“, sagt der Vizechef der Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB)

Huj, milljardenschäden! 💸️

Bei mir konnte man übrigens schon im sommer 2019 lesen, dass es hochwahrscheinlich betrug ist, damals, als die nummer noch aktuell war. Aber ich bin ja auch kein jornalist. In dem eben verlinkten text geht es…

Einer, der bei Marketrobo viel Geld verloren hat, ist Günther Kupfer. Das ist nicht sein echter Name, er will anonym bleiben. Über Werbe-Mails wurde er geködert mit dem Versprechen vom schnellen Reichtum durch Investitionen in Bitcoin. Die Täter gaben vor, Bitcoins durch das Handeln an Börsen vermehren zu können

…um die „werbemäjhls“, die ich natürlich auch bekommen habe. Man musste nicht lange darüber nachdenken, um den schwindel zu bemerken. Der jornalist nennt spämmen und das betreiben einer webseit voller durchschaubarer lügen übrigens ein „hochprofessjonelles vorgehen“. Vermutlich, weil er nicht den schimmer einer ahnung hat, wie einfach das ist.

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß mit einem jornalismus, der euch über dinge von lebenspraktischer relevanz mit nur noch drei jahren verzögerung informiert, aber euch stattdessen lieber tagesaktuell und im tick-tack-tickerformat den täglichen egozirkus der herrschenden, besitzenden und prominenten zusammen mit allen ihren herzkalten beglückungsideen zeigt. Diese jornalisten haben längst losgelassen und sind wild dazu entschlossen, einfach ohne uns weiterzumachen.

Und natürlich wünsche ich weiterhin viel spaß mit den tulpen des 21. jahrhunderts, dem ganzen kryptogeld und seinem offen betrügerischen bastardkind NFT. Vermutlich werden euch investigative kwalitätsjornalisten erst über NFTs berichten, nachden naive mitmenschen schon ein paar milljarden geldeinheiten bei den betrugsnummern verloren haben. Hätten sie doch nur tulpen gekauft! Die blühen wenigstens noch.

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