Ich bin ja kein experte…

Ich bin ja kein experte für schienenverkehr, aber als da kürzlich in oberbayern eine regjonalbahn scheinbar völlig grundlos entgleist ist und fünf menschen ins grab geschubst hat, konnte ich mir nur zwei mögliche gründe dafür vorstellen:

  1. Die wagen des zuges waren schrott, oder
  2. die gleise waren schrott.

Folglich dachte ich mir: Bahnstrecken werden regelmäßig überwacht. Das sollte eigentlich auffallen, wenn die schrott sind. Deshalb müssen die wagen schrott gewesen sein, vermutlich, weil die wartungsintervalle runtergespart wurden. Und wenn das stimmt, dann müsste eigentlich jemand für die fahrlässige tötung und die gefährdung des schienenverkehrs in den knast gehen, denn es ist ja jemand dafür verantwortlich.

Aber ich habe nichts darüber geschrieben, weil es reine mutmaßerei ohne jede wirkliche faktenkenntnis gewesen wäre. Auf dem rücken von gerade gestorbenen menschen (und ihren freunden und verwandten) kommt mir so etwas ein bisschen schäbig vor. Ich bin doch kein stinkendes arschloch von jornalist, das einfach nur empörendes zeug mit geilen bildern von einem schweren unfall haben will, damit man die werbeplätze besser verkaufen kann!

Aber so langsam kommen ja ein paar fakten rein, die einen vorsichtigen blick auf die mögliche ursache des unfalls zulassen [archivversjon]:

Die Deutsche Bahn plante einem Bericht der »Welt« zufolge zeitnahe Sanierungsarbeiten an dem Streckenabschnitt bei Garmisch-Partenkirchen, auf dem es am Freitag zu einem Zugunglück mit fünf Toten gekommen ist. Für den 25. Juni und damit gut drei Wochen nach dem Unglück sei eine »Gleislageberichtigung« zwischen Oberau und Farchant geplant gewesen […] Mit dem Begriff Gleislagefehler werden demnach Abweichungen in der Höhe oder Breite des Schienenfahrwegs von den gewünschten Maßen beschrieben, vergleichbar mit einer Bodenwelle bei einer Straße. Dies könne das Entgleisen eines Zuges auslösen

Die kaputtsparerei und folglich immer weiter verrottende infrastruktur in der BRD bringt menschen um. Grüße auch an den bummsverkehrsminister und an den bummsfinanzminister, dessen ministerium bananige hundert prozent der akzjen dieser „akzjengesellschaft“ deutsche bananenbahn hält! Was da geschieht, sind keine unglücke, sondern „störungen“, die in kauf genommen werden.

Aber hauptsache, man zieht für teuer teuer geld oberleitungen über die (übrigens auch verrottenden) autobahnen, damit die LKW ihre akkus laden können! Als ob es noch keine verkehrswege mit oberleitungen in der BRD gäbe!

Eine Antwort zu “Ich bin ja kein experte…

  1. Das ist das Problem bei privaten Staatskonzernen.. Hier geht es noch schlimmer darum, Verluste zu Sozialisieren und Gewinne zu Privatisieren. Daher ist auch jede From von ÖPP abzulehnen, so gut die auch gemeint sei.
    Was mit einer komplett privaten Bahn passiert, kann man ja auch anhand UK recherchieren.
    Da kaputte Gleise grundsätzlich von Steuerzahler finanziert werden müssen, fährt man halt gerne auf Verschleiß, seit der Privatisierung.
    Das konnte man schon früh selbst eruieren. Warum fährt denn der EC / ICE auf vielen Strecken nur mit 40 oder maximal 60 km/h? Sind da jedes mal Selbstmörder auf der Strecke? Nun, inzwischen hat die Bahn wohl reagiert und bringt die km/h nicht mehr als Fahrgastinfo auf dem Monitor.
    Das wird wohl auch der Grund gewesen sein, warum die Bahn als erstes mit eigenen Fernbussen in den „neuen“ Fernverkehr“ eingestiegen ist. 😀

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