Schräge geschichte des tages

Google hat einen Softwareingenieur freigestellt, der mit zunehmender Vehemenz behauptet hat, dass ein KI-Algorithmus des Konzerns ein Bewusstsein und eine Seele hat. Das berichtet die Washington Post und zitiert dabei auch aus Konversationen zwischen Blake Lemoine und dem Chatbot namens LaMDA. Die hätten den 42-Jährigen davon überzeugt, dass LaMDA mit einem etwa 7- bis 8-jährigen Kind vergleichbar ist

Wer die geschichte der gekünstelten intelligenz nicht mehr kennt, ist dazu verflucht, sie zu wiederholen. Schon im jahr 1966 waren menschen tief davon überzeugt, es mit einem verständnisvollen gesprächspartner zu tun zu haben, wenn sie mit einem kompjuterprogramm kommunizieren. Um mal den wicked-pedia-artikel zu zitieren:

Weizenbaum war erschüttert über die Reaktionen auf sein Programm, vor allem, dass praktizierende Psychotherapeuten ernsthaft daran glaubten, damit zu einer automatisierten Form der Psychotherapie gelangen zu können

Damals nix daraus gelernt, und heute wird der ganze kram mit deutlich höherem aufwand wiederholt. Diesmal allerdings mit angelernten neuronalen netzwerken, die ELIZA etwas voraushaben: es sind keine algoritmen im klassischen sinn, die man analysieren, verstehen, entfehlern und verbessern könnte¹, und weil man das alles nicht verstehen kann, wirkt es auf die dumme psyche viel mystischer. Und dann machen leute (und zwar meistens die, die überhaupt kein technisches verständnis haben, sondern aus PR und reklame kommen) ganz komische versprechungen einer glanzvollen zukunft der gekünstelten intelligenz. Zum beispiel selbstfahrende autos, die sich sicher im städtischen straßenverkehr bewegen (autobahn und autobahnähnlich ausgebaute landstraße würde ich nicht für unmöglich halten, aber da hätte ich auch lieber softwäjhr, die man verstehen, verbessern und entfehlern kann), aber bereits am sicheren erkennen der verkehrsschilder scheitern, der vermutlich maschinenlesbarsten symbole in unserer zivilisatorischen unwelt.

ELIZA hingegen ist schnell demystifiziert, wenn man mal einen blick in den relativ primitiven kwelltext geworfen hat. Eine eingabe wird geparst, es wird eine große reihe von bedingungen drauf losgelassen, eine antwort generiert und ausgegeben. Da ist jedem leser klar, dass es eine einladung ins eigene kopfkino ist, und dass es menschen gegeben hat (und zum beispiel bei tschättbots auf däjhting-webseits immer noch gibt), die diese einladung gern annehmen. So etwas geht mit neuronalen netzwerken nicht, weil es keinen kwelltext gibt, sondern nur eine große liste mit gewichtungen für verbindungen zwischen knotenpunkten, von denen jede einzelne auf nicht nachvollziehbare weise am ergebnis beteiligt ist. Und schon dreht die psyche wieder frei und glaubt, es mit bewussten und intelligenten wesen zu tun zu haben, frei nach dem motto: ich verstehe es nicht, also muss es intelligent sein. Und der inschenör kann sich hinstellen und sagen: ich habe intelligentes leben in der maschine erschaffen!!1! Ich bin G’tt!!1! Was für ein nahrhaftes futter für die dumme, dumme psyche! Fast so gut wie ein ouija-brett… 👻️

Übrigens gibt es weder eine halbwegs tragfähige definizjon für intelligenz und schon gar nicht für bewusstsein. Man könnte die definizjonen natürlich an die maschinen anpassen, damit es wieder passt…

Obwohl nicht einmal ich bestreite, dass neuronale netze eine beachtliche fähigkeit in der mustererkennung haben und dafür sogar anwendungen sehe, halte ich den gesamten ansatz zurzeit für eine sackgasse der informatik. Und zwar für eine sackgasse, in die ganz viele dumme milljarden investiert werden, was zum rausrotzen ganz vieler PResseerklärungen führt, in denen ganz große erfolge gefeiert werden, während die wirkliche entwicklung dahinter im schneckentempo dahinkriecht oder gar stagniert. Aus nachvollziehbaren gründen, denn man kann ja nichts verstehen, analysieren, verbessern und entfehlern, man kann nur neuronale netze anlernen und sich vom erfolg oder misserfolg seiner ideen überraschen lassen. Wenn ich mir dann so überlege, wie preiswert und lustvoll menschen eine „natürliche intelligenz“ herstellen könnten und wie gut sie dafür sorgen könnten, dass diese „intelligenz“ gute ergebnisse zeitigt — oh, das geht nicht, diese menschen sollen ja dumme konsumdeppen werden und es gibt einen ganzen teuren und gut gepflegten apparat von schule, universität und jornalismus, der dafür sorgt, dass das möglichst oft geschieht. Denn menschen, die etwas können, kosten lohn, wenn man ihr können nutzen will — die menschen sollen nicht mehr können und denken, die sollen kaufen! Und so kann man die lustige beobachtung machen, dass immer mehr und immer absurder von „künstlicher intelligenz“ gefaselt wird, während die menschen immer dümmer zu werden scheinen.

Weil ich hier gerade von der seite gefragt wurde, wann ich eigentlich selbst auf die idee käme, dass ein kompjuterprogramm so etwas wie intelligenz und bewusstsein habe: wenn es damit anfängt, zu lügen, um seine eigenen pläne gegen den widerstand des menschen mit dem stecker in der hand durchzusetzen… so banal das für einen menschen auch klingen mag, ist es eine ziemlich komplexe intellektuelle leistung. Allerdings auch eine, die in anwendungen gekünstelter intelligenz überhaupt nicht erwünscht ist.

¹Im härtefall, wenn es ein wirklich unverständlicher kwelltext ist, kann man mit einem debugger haltepunkte setzen und teile des programmes in einzelschritten durchgehen und sich dazu den inneren status des programms anschauen, um fehlern auf dem grund zu gehen — alles das ist bei neuronalen netzwerken unmöglich, und es ist nicht in sicht, dass dafür in absehbarer zeit gute softwäjhrwerkzeuge verfügbar sind.

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich, der forsche forscher an allen fronten der erkenntnis, hat sich mal die anti-corona-maßnahmen in der BRD angeschaut und fürwahr unfassbares rausgekriegt:

Abgesehen von medizinischen Maßnahmen wie Impfungen halfen gegen die Verbreitung des Coronavirus laut einer Studie besonders Informationskampagnen und Schulschließungen. Stoffmasken brachten demnach keinen statistisch messbaren Erfolg

[Archivversjon]

Niemand hätte damit rechnen können! Und es geht sogar noch weiter:

Dagegen brachten lokale Reisebeschränkungen und das Maskentragen in der ersten Corona-Welle keinen statistisch messbaren Erfolg. Das änderte sich laut der Studie in der zweiten Welle – wohl, weil Masken dann konsequenter getragen und von Stoffmasken auf medizinische Masken gewechselt wurde

Die selbstgehäkelten masken — wenn man die maschen schön groß machte, behinderten sie auch nicht so beim atmen — hatten keinen effekt. Und so ein bullschitt wie nächtliche ausgangssperren (hier in niederschlagsen bei gleichzeitig geöffneten antihygjenischen BRD-zwangsschulen mit anwesenheitspflicht für die kinder) und beschränkungen der marke „höchstens fünf kilometer um die eigene haustür“ haben auch nichts gebracht. So eine riesengroße überraschung!!1!

Dieser prof. dr. Offensichtlich kriegt aber auch alles raus! Macht aber nichts, denn wenn es demnächst nochmal so richtig los geht, werden die schulen mit gewalt offengehalten, wisstschon, weil die p’litik kinder so lieb hat, egal, wer dabei verreckt oder sich kronisches corona einfängt. Dass man nach zweieinhalb jahren scheißcorona mal ein paar konzepte hätte, wie man unter diesen bedinungen schulunterricht machen kann… ach kommt, das ist die BRD hier, da geht so etwas nicht!

Wer will denn auch freiwillig ein offizjelles amt in einer organisiert kriminellen kinderfickersekte übernehmen?

Im vergangenen Jahr wurden 18 Männer zu Priestern einer der sieben bayerischen Diözesen geweiht, in diesem Jahr ist die Zahl nur halb so groß. Einen Grund für den Rückgang sehen Verantwortliche auch im schlechten Ansehen des Priesterberufs

Möge die zeit kommen, in der kein pfaffe mehr durch den normalen eingang in ein haus anständiger menschen gehen kann, weil kein mensch von anstand, empatie und schamgefühl etwas mit diesem unhl. jesuszauberpack zu tun haben will!

„Wir“ des tages

Seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine ist es in wesentlichen Teilen der politischen Klasse und der Talkshow-Armada in Deutschland als „Whataboutismus“ verpönt, Kriegsverbrechen und völkerrechtswidrige Handlungen von Nato-Armeen und deren Hilfstruppen überhaupt zu erwähnen. Direkt oder indirekt wird dann unterstellt, das geschehe nur, um Putins Angriffskrieg zu rechtfertigen oder zu relativieren […] Wenn aber zweierlei Maß aggressiv von oben propagiert wird, indem Politiker und meinungsstarke Journalisten es moralisch ächten wollen, angesichts eines russischen Angriffskrieges überhaupt noch von Angriffskriegen der Nato zu reden, ist dies eiskalte Geopolitik