Und nun zum spocht

Marie Antoinette im jahr 2022 so: wenn sie kein trinkwasser mehr haben, sollen sie doch bei der tour du dopage mitfahren:

Damit die Tour de France ohne Zwischenfälle ablaufen kann und es vor allem in den Abstiegen nicht zu Stürzen kommt, werden einige Streckenabschnitte bewässert mit dem Ziel, den Straßenbelag zu kühlen.

Die Meldung löste in Frankreich eine Polemik aus: Wegen der seit Tagen andauernden Hitze wird das Wasser knapp, in mehreren Départements gelten Sparmaßnahmen für die Bevölkerung

Wer braucht bei vierzig grad im schatten schon was zum trinken? Diese leistungsschau des dopings ist doch viel wichtiger!!1! Denk doch mal einer an die darbende spochtwettenindustrie!!1! Und an die ganzen sponsoren, so wichtige, heilige konzerne!!1! Und nein, das ist jetzt nicht katar, das ist mitten in der EU, das ist frankreich.

Eine Antwort zu “Und nun zum spocht

  1. Etliche Liter von Trinkwasser gehen noch drauf, wenn Zuschauer den Fahrern Literflaschen zu stecken, die sie nicht trinken, sondern zur Abkühlung sich übergießen. Kein Sptzenfahrer trinkt „bloß Wasser“.

    Der Irrsinn des Radsportes erkennt man bei Bergetappen. Hier spielt natürlich Gewicht eine wichtige Rolle. Das Fahrrad selbst muß leicht sein, was ein fauler Kompromiss zur Stabilität ist. Ein Gabelbruch ist da keine Seltenheit. Ein leichte Bereifung bedeutet, ein kleines spitzes Steinchen reicht und du hast einen Platten. Was man wann und wie isst und trinkt muß durchdacht sein, einen Leistungseinbruch, wie Krämpfe kannst du dir nicht leisten. Schon gar nicht bei der Abfahrt.

    Jetzt kommt die Abfahrt. Erst quält man sich hoch, wo die Konkurrenz kaum abzuschütteln ist. Vor der Abfahrt schiebt man eine Zeitung oder geeignetes unter der Kleidung vor die Brust, um die Abkühlung, man schwitzt ja wie ein Schwein, zu vermeiden. Dann schießt man mit 90 Sachen herunter, möglichst ohne Bremsen. Oft mit scharfen Kurven. Linkst und Rechts der tödliche Abgrund ins Nichts. Und wehe die Gabel bricht, wehe da ist ein kleines spitzes Steinchen.

    Gute Abfahrer, die mit Glück und ihrem Gott im Rücken da halsbrecherisch herunter jagen, können sich so Zeit ein Polster von bis zu 10 Minuten schaffen, was bei diesem „Sport“ Welten bedeutet. Trotzdem das Risiko steht in keinem vernünftigen Verhältnis zum „großen Ruhm“, der so schnell verblasst.

    Tödliche Unfälle wie krasse „Abflüge“ werden auch nicht gezeigt, um die Illusion und den Profit nicht zu gefährden. Ich habe kein Mitleid, Verständnis sowieso nicht, mit „Profis“ die man zermanscht unten in einer Schlucht oder so zusammen kratzt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..