Die uns immer von gottgefälliger sexualmoral erzählen

Der Geistliche habe bei der Abnahme der Beichte im Beichtstuhl masturbiert, die Mädchen nachts im Schlafraum aufgesucht, zu sich auf den Schoß gezogen und dabei unter den Schlafrock gegriffen, sagt sie über einen Mann, den sie sonst als liebevoll erlebt habe, der beliebt gewesen sei. Eines Nachts aber sprachen die Mädchen sich ab. Sie hätten sich wie Mumien in die Decken eingehüllt und sie bis über den Kopf gezogen, erinnert sie sich 50 Jahre später in ihrer Wohnung in Madrid. Eine Erzieherin habe dies gesehen und nach dem Verhalten der Mädchen gefragt. Nachdem sie ihr gesagt hätten, dass der Pfarrer sie nachts „besuche“, hätten sie ihn nie wieder gesehen […] Manche Bistümer beteiligen sich an einer Aufklärung, andere sperren sich […] Tatsächlich hat die katholische Bischofskonferenz erst nach großem öffentlichem Druck im Februar ein Anwaltsbüro mit der Untersuchung des Missbrauchs beauftragt. Doch viele Opfer lehnen das Vorhaben ab, weil der Chef des Anwaltsbüros, Javier Cremades, selbst Mitglied des katholischen Ordens Opus Dei ist, gegen den es ebenfalls Vorwürfe gibt

[Archivversjon]

Ich finde ja, wir sollten die aufklärung anderer fälle von organisierter kriminalität ebenfalls einfach den banden überlassen.

Der beste tag für einen austritt aus der kirche war übrigens gestern, aber heute geht es auch noch. Dieser Jesus aus nazaret war auch kein krist.

3 Antworten zu “Die uns immer von gottgefälliger sexualmoral erzählen

  1. Respekt vor dem solidarisch-kreativen Widerstand den sich die Mädchen da ausgedacht haben. Erinnert mich an ein Bürgerbegehren, dass ein paar Kinder für den Erhalt ihres Spielplatzes initiiert hatten. Sie durften zwar selber nicht abstimmen, aber sie durften Erwachsene von ihrem Anliegen überzeugen, Unterschriften sammeln und Öffentlichkeitsarbeit machen. Auf die Idee muss man als Kind auch erst mal kommen.

      • Ja, das ist große Kunst im Beuysschen Sinne.

        Ich hab die Meldung noch gefunden und ich muss auch noch irgendwo eine Kopie des Originalartikels haben. Ha! archive.org hat genau eine Kopie.

        Die wenigsten von uns dürften schon damals so helle gewesen sein. Ich kann mich jedenfalls auch nicht an eine vergleichbare Mittelfinger-Leistung gegenüber den Erwachsenen in dem Alter erinnern. Später als Jugendlicher im Gymnasium ein paar mal Lehrer deklassiert. Vergleichbares dann erst im Studium mit Mehr Demokratie in Bayern, aber das war dann keine große Kunst mehr.

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