Staatliche abschreckung

Politiker predigen eine digitale, einfache Verwaltung. Doch der Kirchenaustritt soll fast überall analog und kompliziert bleiben, wie eine c’t-Umfrage zeigt

Der beste tag, um aus den organisiert kriminellen kristlichen kwasistaatskirchen der BRD auszutreten, ist übrigens gestern gewesen — aber heute geht es auch noch. Diese Jesus aus nazaret, um den die blutsaufenden und herzenfressenden scheißkristen immer so einen herrmann machen, war übrigens auch kein krist, und schon gar nicht katolisch oder judenhasserisch-luterisch.

Gruß auch an die spirituell längst bankrotten scheißkirchen, die so einen p’litisch gewollten mitgliedergängelzirkus mitmachen! Ihr seid ja so erfüllt von hl. liebe, das kann man gar nicht mehr ertragen! Leider liebt ihr nur geld.

Sprachlicher hirnfick des tages

Gleich auf Seite drei findet sich eine maßlose Untertreibung: Auf europäischer Ebene, steht da im Ergebnispapier des jüngsten Koalitionsausschusses, würden „Möglichkeiten der Abschöpfung von Zufallsgewinnen von Energieunternehmen diskutiert“. Weder ist auf europäischer Ebene von „Zufallsgewinnen“ die Rede, noch wird über Möglichkeiten der Abschöpfung nur „diskutiert“. Vielmehr hat die EU-Kommission (!) den Mitgliedsstaaten „Leitlinien für die Anwendung steuerlicher Maßnahmen auf übermäßige Gewinne“ an die Hand gegeben – und zwar Anfang März dieses Jahres

[Archivversjon]

Schon seltsam, dass hier keiny von den dauerempörten gendertrötys und gesinnungskriegys aufschreit, die sonst sprache immer so dermaßen wichtig und tatsachenerzeugend finden, dass sie jedy als kwasinazi beschimpfen, das nicht ihre sonderzeichendurchtränkte kunstsprache schreiben und ihre zungenstrafen sprechen will. Ist vermutlich kein „linkes“ tema mehr, wenn in der p’litischen propaganda sprachlich geleugnet wird, dass kapitalisten auch in üblen krisen vor allem ordentlich zusätzlich reibach abstauben.

Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass religjon zwar opium des volkes (Marx) oder für das volk (Lenin) sein mag, aber gender ganz sicher kombiniertes LSD und rattengift für die linke ist.

Ist ja toll!

Im flugzeug muss man demnächst keinen gesichtsstulpen mehr wegen des gesetzlichen zwanges anzulegen [archivversjon]. So bleibt die gesetzliche maskenpflicht aus jetzt überhaupt nicht mehr nachvollziehbaren gängelgründen nur noch für den öffentlichen nahverkehr und den zugverkehr.

Vermutlich setzen sich die für diesen stinkend gärenden BRD-bullschitt verantwortlichen armenhasser und scheißp’litiker der FDP nicht so oft in züge, busse und straßenbahnen. Da kann man dann schon mal den vielen anderen menschen so einen absurden bundesstinkefinger zeigen.

Sicherlich aus rein wissenschaftlichen gründen! Gruß auch an prof. dr. Kallelaut, den bummskrankheitsminister! So ein großer wissenschaftler!

Und nun zum spocht: obskures ereignis des tages

Magnus Carlsen, amtierender schachweltmeister, hat beim sinquefield cup eine partie gegen den 19-jährigen großmeister Hans Niemann verloren (ganz großes schach von Hans Niemann, der nach einer sehr unüblichen und in dieser form noch nie gespielten eröffnung, auf die sich Magnus Carlsen offenbar so gut vorbereitet hatte, dass er seine züge eine beachtliche zeitlang ohne nachdenken am brett spielen konnte, verblüffend oft den nach kompjuteranalysen besten zug gefunden hat und so die partie gewann!) und ist einfach vom turnier zurückgetreten… aber mit einer ganz merkwürdigen ansage beim zwitscherchen, die viel mehr fragen aufwirft, als sie beantwortet [der link geht zu guhgells juhtjuhbb, wer keine lust auf die träckingwanzen von guhgell hat, guckt besser über invidious].

Für interessierte: die partie zwischen Magnus Carlsen und Hans Niemann gibt es hier auf juhtjuhbb und hier über invidious in einer kommentierung und ersten analyse durch den internazjonalen meister Georgios Souleidis. (Sehr guter kanal übrigens…)

Nein, ich weiß nichts näheres und habe auch keine gute verschwörungsteorie anzubieten, aber das ist schon ein sehr ungewöhnlicher vorgang.

Ähm… archäoastronomie des tages

Einem Astrophysikteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist es nun gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen anderer Fächer aus den USA und Italien erstmals gelungen, einen solchen Farbwechsel zeitlich sehr genau einzuordnen. Sie ermittelten mithilfe mehrerer historischer Quellen, dass Betelgeuse – der helle rote Riesenstern „links oben“ im Sternbild Orion – vor rund 2000 Jahren noch gelb-orange war. Der chinesische Hofastronom Sima Qian schreibt etwa um 100 v. Chr. über Sternfarben: Weiß ist wie Sirius, Rot wie Antares, Gelb wie Betelgeuse, Blau wie Bellatrix

Das klingt nach einer menge kwellenarbeit und filologie, also gar nicht nach normaler astronomie. Und mit dieser indirekt aus aufzeichnungen und berichten erschlossenen beobachtung lassen sich sogar ein paar konkrete aussagen machen:

Gerade aus der Tatsache, dass der Stern sich in den letzten zwei Jahrtausenden farblich von gelb-orange zu rot geändert hat, kann man zusammen mit theoretischen Rechnungen schließen, dass er etwa 14-mal mehr Masse als unsere Sonne hat […] Er ist dementsprechend 14 Millionen Jahre alt und befindet sich in der Endphase seiner Entwicklung. In etwa 1,5 Millionen Jahren wird er schließlich als Supernova explodieren

Die während unserer lebenszeit leider nicht verifizierbare vorhersage, wann es endlich das große supernova-feuerwerk mit beteigeuze gibt, ist natürlich mit den üblichen plus/minus rd. zehn prozent zu verstehen, die es in der astronomie immer irgendwie gibt. In diesem fall vielleicht noch mit einer zusatzunsicherheit wegen der verwendung antiker kwellen, über deren wirkliches alter und deren wirkliche urheberschaft oft nicht die wünschenswerte klarheit besteht. Aber der im ersten moment etwas schräg wirkende ansatz ist interessant genug und lässt sich vielleicht sogar auf andere objekte ausdehnen, für die es eine vielzahl alter beobachtungsberichte aus verschiedenen regjonen der welt gibt. Allerdings wird dabei wohl nicht noch einmal so etwas klares und auffälliges wie ein farbwexel eines hellen fixsterns ermittelt werden.