Häcker häcken

Sechs Terabyte an Daten von Servern des Verteidigungsministeriums Sedena hackte die Gruppe „Guacamayas“ herbei […] Denn betroffen ist nicht nur Mexiko – sondern auch Chile, El Salvador, Peru und Kolumbien […] 250.000 E-Mails des salvadorianischen Militärs, 300.000 Mails der kolumbianischen Streitkräfte […] über ein Terabyte an E-Mails von Bergbau- und Ölfirmen in Brasilien, Kolumbien, Chile, Ecuador, Guatemala sowie Venezuela

Leider wurden die daten an contentindustrielle jornalisten gegeben, die nur ein interesse haben: so häppchenweise zu veröffentlichen, dass mit den geschichten über einen möglichst langen zeitraum reklameplätze finanziert werden können. Denn einen anderen dschobb hat der contentindustrielle jornalist nicht. Nicht einmal in mittel- und südamerika.

Anständige häcker hätten so etwas zu gruppen mit anstand gegeben (also zu gruppen ohne jornalisten) oder einfach direkt und unzensierbar veröffentlicht. Da hätten die jornalisten immer noch genug möglichkeiten, mit ein paar rescherschen ihre gewohnten scheißgeschäfte mit der scheißreklame zu machen. Oder mit schönen interaktiven auswertungs-webseits. Oh, dieser artikel könnte einen wichtigen werbekunden stören? Na, dann erscheint er eben nicht.

Wer neues will, muss neues tun. Jornalismus ist niemals etwas neues, sondern der schwere, robuste beton für das alte, erstickende, rückwärtsgewandte. Überall. Jornalisten sind für menschen, die als menschen leben wollen, feinde. Überall.

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