Kein „chaos communication congress“ 2022

Auch im jahr 2022 gibt es keinen „chaos communication congress“ des CCC:

Der CCC sieht sich gezwungen, auch in diesem Jahr auf den Chaos Communication Congress zu verzichten. Stattdessen rufen wir lokale Gruppen zu dezentralen und unabhängigen Alternativ-Events auf. Das Chaos Communication Camp wird vom 15. bis 19. August 2023 in Mildenberg stattfinden.

Wir alle wissen nicht, wie die Corona-Lage im Dezember sein wird – aber es ist absehbar, dass strenge Hygiene-Auflagen notwendig und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch verpflichtend sein werden – falls eine Veranstaltung von der Größe des Congress überhaupt genehmigungsfähig ist.

So schade, dass der CCC nicht einfach ein oktoberfest veranstaltet! So eine drogenparty ist in der BRD ja genehmigungsfähig, scheiß auf corona. 😁️

„Cyber cyber“ des tages

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ist von einem Hackerangriff auf einen ihrer IT-Dienstleister betroffen

[Archivversjon]

So so, ein häckerangriff? Was muss man denn heute so können, um für informatisch analfabetische kwatschjornalisten als ein „häcker“ durchzugehen?

Einer Hackergruppe oder einem Einzeltäter sei es gelungen, mithilfe einer Ransomware-Attacke einen sogenannten Kryptotrojaner in die IT-Infrastruktur eines Dienstleisters einzuschleusen, heißt es

Aha, man muss eine mäjhl mit einem anhang versenden können. Dann bin ich aber auch ein häcker. Und du auch! 😁️

Die Deutsche Presse-Agentur hat nach eigenen Angaben einen Krisenstab gebildet, der sich intensiv mit dem Fall beschäftigt

Wenn die sich so „intensiv mit dem fall beschäftigen“, können sie ja mal den frisch trojanifizierten dienstleister fragen, ob er denn nicht antivirus-schlangenöl auf seine kompjuter geschmiert hat, falls doch mal ein mitarbeiter klicki-klicki etwas aus einer nicht digital signierten mäjhl aufmacht. Oh, hat er? Und es hat gar nichts genützt, weil das schlangenöl nun mal gar nichts nützt? Gut, dann können die hirnhonks von der scheiß-DPA aber endlich mal damit aufhören, den leuten zu erzählen, dass antivirus-schlangenöl den kompjuter sicherer macht. Das tut es nämlich nicht.

Immer wieder waren deutsche Medienhäuser in den vergangenen Jahren Cyberangriffen ausgesetzt. Diese hatten teilweise wochenlang Auswirkungen unter anderem auf Zeitungsproduktionen

Diese „deutschen medienhäuser“ prahlen doch sonst bei jeder scheißgelegenheit damit, wie gut und sorgfältig sie rescherschieren können — aber niemand scheint es dort zu schaffen, mal zu rescherschieren, wie man dieses internetz halbwegs sicher nutzt.

Unvergessen meine probleme vor einigen jahren, als ich mal einem scheißjornalisten eine verschlüsselte mäjhl schreiben wollte, weil die offene postkarte manchmal unangemessen bis gefährlich ist. Die haben nicht einmal daran gedacht, dass das vielleicht mal möglich sein sollte. Und nein, das war kein kleines medienhaus vom kuhdorf. Gut, dann eben nicht. Geht sterben!

Aber cyberkwasseln bis zum abwinken und einen menschen, der eine mäjhl versenden kann (in die man übrigens jede beliebige absenderadresse eintragen kann, auch die des scheffs oder eines kollegens), als „häcker“ bezeichnen! Idjoten!

Geistig eigentümliche frage des tages

Wenn ein angelerntes neuronales netzwerk aus musikstücken, auf denen andere leute ein urheberrecht haben, neue musik zusammenfummelt, wurde dann eines dieser wertvollen urheberrechte verletzt, mit denen die musikindustrie ihren reibach macht?

Darauf doch gleichmal eine porzjon geografischer „kreativität“ aus dem neuronalen netzwerk, in diesem fall aus stable diffusion:

Lustige ansicht der erdkugel, generiert von einem angelernten neuronalen netzwerk (stable diffusion), bei der südamerika an den fernen osten geklebt wurde.

Die krampfkomisch anmutende frage ist also nicht gänzlich unberechtigt. Wenn ich in den neunziger jahren landschaften aus fraktalen erzeugt habe, sahen die nicht nur möglich aus, sondern immer auch sehr fremd. Aber da hat niemand von „kreativität“ oder gar von *fanfaretröt!* „kunst“ gefaselt. Das war ja nicht intellidingsda, das war einfach nur zufallsgenerator und einfache prinzipjen aus der fraktalen geometrie. 😉

Und jetzt glauben die ahnungslosen idjoten tatsächlich, sie hätten etwas „intelligentes“ in der hand. 😂️

Und vor allem: diese „künstliche intelligenz“, von der sie immer faseln, ist gar nicht so intelligent. Manchmal aber in einem bizarren sinn des wortes kreativ. Aber das ist ein zufallsgenerator zusammen mit ein paar regeln auch. Und selbst, wenn das regelwerk komplex genug ist, so dass man es nicht verstehen und nicht analysieren kann, bleibt es ein zufallsgenerator mit ein paar regeln und nichts intelligentes.

(Und ja, bei einem extrahieren der stimme aus einem musikstück entsteht eine kopie und eine bearbeitung eines werkes. Wenn das nicht so ist, werde ich demnächst mal ein paar dumme poplieder aus der täglichen hölle für wehrlose ohren mit einer „besseren“ musik unterlegen.)

Ach, schnell vorm absenden noch nachgetragen: angelernte neuronale netzwerke können ja auch programmkohd erzeugen und erweisen sich dabei als genau so „kreativ“, wie ich das erwartet hätte. Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an die „künstliche intelligenz“!