Neues aus der wissenschaft

Wenn man mit teuer raumfahrt ein bisschen aus dem sonnensystem rausfliegt, kann man es messen: das universum ist doppelt so hell, wie es nach modellrechnungen auf grundlage gegenwärtiger teorien erwartet wurde. Nicht, dass diese „dunkle materje“ — ein besseres wort wäre übrigens „unsichtbare materje“, denn lediglich dunkle dinge würden noch licht abschirmen, dabei energie aus dem licht aufnehmen, sich dadurch aufheizen und schließlich messbar im infraroten leuchten, was bislang nicht beobachtet wurde — am ende gar nicht so dunkel ist.

Dass die jetzt zur erklärung schnell herausgeholten axionen rein hypotetische teilchen sind, die aus symmetriegründen von einigen leuten postuliert wurden, die ihre eleganzvorstellungen mit gruppenteorie-antrieb mit einer so genannten „natürlichkeit“ verwexeln, hat zum glück sogar heise mal angedeutet. Dafür einen sorgfaltspunkt von mir. 😉

(Nein, nicht alles, was matematisch möglich ist, ist in der fysikalischen wirklichkeit existent. Und fysik sollte sich nun einmal mit dem beschäftigen, was man messen kann, denn das ist ihr gegenstand. Natürlich entstehen dabei hypotesen. Und natürlich werden diese hypotesen interessant, wenn es zu messungen kommt, die sie bestätigen. Aber der ganze zoo an teilchen, den die teoretische teilchenfysik postuliert, hat eine derartige beliebigkeit, dass man recht viele — vor allem unscharfe — messergebnisse mit diesen teilchen bestätigen kann. Und eine teorie, die alles erklärt, erklärt nix.)