Froggerfrage

Frogger

Als freund obsoleter spiele frage ich mich immer wieder einmal, wieso dieser frosch bei frogger eigentlich stirbt, wenn er ins wasser fällt. Die vielen frösche, die ich in wirklichkeit kennengelernt habe, konnten als amfibien ziemlich gut schwimmen…

Aber vielleicht sollte man seine fysikkenntnisse besser nicht aus den coin-ops der achtziger jahre entnehmen. An bubble bobble würde man etwa lernen, dass man mit einem turnschuh schneller fällt.

Realitätsnah mit beifahrer

Verblüffende Realitätsnähe -- Nürburgring/1 versetzt den Fahrer in einen regelrechten Geschwindigkeitsrausch. Täuschend echt wird auf einer abwechslungsreichen Rennstrecke simuliert, was Motorsportfreunde begeistert: 4-Gang-Automatik, ein Motorgeräusch mit allen Klangraffinessen, die Möglichen, Kurven mit Vollgas im Power-Slide zu durchfahren, damit der Wagen nicht ausbricht, das quietschende Geräusch driftender Reifen, ein Lenkverhalten, welches z.B. erlaubt, die Kurven anzuschneiden und in der Ideallinie zu nehmen. -- Perfekte Meßwertanzeige -- Geschwindigkeitsmesser, Kilometerzähler, Zeituhr, Fehlerzähler. Unbestechlich vermerkt die Elektronik jede falsche Reaktion, fordert zum Wettkampf heraus, straft bei Unfällen mit Zeitverlust, belohnt gutes Faren mit einer Freifahrt. Der Zuschauer kann Zwischenzeiten und Kurvenfolgen zurzfen und wird dadurch unversehens zum Beifahrer.

Das früher „alles besser war“, mag ich einfach nicht glauben. Es gibt mindestens eine sache, die früher — hier in einem beispiel aus der mitte der siebziger jahre — genauso hirnamputiert, verlogen und schlecht war wie sie es auch heute noch ist: werbetexte.

Die in den text eingebettete grafik gibt übrigens sehr genau wieder, wie sich die „täuschend echte“ und „abwechslungsreiche rennstrecke“ nebst „perfekter messwertanzeige“ dem spieler auf einem schwarz-weiß-bildschirm präsentierten. Näheres kann jeder durch eine kleine recherche zum arcade-spiel „night driver“ von atari aus dem jahr 1976 herausbekommen.