Vor rd. fünftausend jahren…

…haben menschen wohl auch schon gewusst, dass die erde für einen umlauf um die sonne rd. 365,25 tage braucht. Gut, es ist ein bisschen weniger, aber das kriegt man mit einfachen mitteln auch bei sehr langfristiger himmelsbeobachtung nicht raus.

Ich verstehe nicht, dass menschen immer wieder darüber überrascht zu sein scheinen, dass menschen vor ein paar tausend jahren ein genau so großes gehirn hatten wie wir. Kaum haben sich menschen unter benutzung dieses gehirnes von ihren existenzjellen lebensrisiken ein bisschen unabhängig gemacht (etwa, indem sie in einer arbeitsteiligen gesellschaft landwirtschaft betrieben, pflanzen und tiere züchteten und daseinsvorsorge für den erwartungsgemäßen jahreslauf hatten), kaum ist ein zustand erreicht, in dem die großen meister der nur vom hirnverkwarzten stadtbewohner als idyll verstandenen natur, der hunger und der tod, nicht mehr für eine auslastung der gesamten körperlichen und geistigen kraft sorgen, schon wird das gehirnchen neugierig und wissbegierig, beobachtet die erscheinungen der welt, versteht schritt um schritt, beobachtung und beobachtung, die muster des kosmos. Bis es irgendwann die „schule“, die „unterhaltung“ und den „jornalismus“ erfindet und wieder blöd wie ein haufen scheiße wird…

Lustige teorie des tages

Gar nicht auszudenken, wenn die ollen germanen ihre runenschrift von afrikanern übernommen hätten! Und im FAZ-artikel kommt es für die zeitgenössischen anhänger der abendlandser-romantik noch ein bisschen dicker:

Ausdrücke wie „Volk“, „Erde“, „Pflug“, „Sippe“ oder „Adel“ führen Vennemann und Mailhammer auf semitische Wurzeln zurück

Bei „semitische wurzeln“ für das wort „volk“ ist bei mir eine zwar völlig unangemessene und höchst geschmacklose, aber dennoch unwiderstehliche heiterkeit ausgebrochen. 🤣

Allerdings sehe ich ein problemchen: keine semitische sprache hat in ihrem schriftsystem vokalzeichen entwickelt, die im normalen alltag benutzt werden. Bis heute nicht. Weil es für semitische sprachen nicht nötig ist, vokale so eindeutig zu notieren. (Es gibt natürlich im hebräischen und arabischen eine art ersatz dafür, zum beispiel lustige pünktchen und striche zu den schriftzeichen, um die aussprache von heiligen texten eindeutig festzuhalten, damit der zauber auch funkzjoniert, außerdem wurden lange vokale schon in der antike häufig durch ein konsonantenzeichen angegeben.) Das müssten die ollen germanen dann wohl selbst hinbekommen haben, und ausgerechnet dabei sind zeichen rausgekommen, die etruskischen zeichen ziemlich ähnlich sind. Und dass germanen über die alpen hinweg handel betrieben haben und dabei die dortige kultur und die dort üblichen schriftsysteme kennenlernten, ist kein bisschen spekulativ.

Komisch, es ist sommer, aber ich habe spekulazjus-geschmack im mund und mir ist zumute, als ob sich da jemand etwas hindeutete, wie es seinem geschmack am besten passt. 😉

Aus ausländischer presse mehr über die BRD erfahren…

Ich finde es ja immer wieder faszinierend, dass ich nachrichten aus der BRD nicht mehr über den jornalismus aus der BRD erfahre, sondern über ausländische kwellen. Dabei hätte die entdeckung einer gut erhaltenen öffentlichen bibliotek aus der römerzeit mitten in köln so ein gutes sommerlochfutter sein können. Viel besser als die berichterstattung darüber, was Rummenigge über Özil sagt oder das jornalistische aufblasen ganz normalen, heißen und alles in allem erfreulichen sommerwetters zu einer volxverdummenden flut täglicher angstnachrichten. [Der link geht auf eine englischsprachige meldung]

Hej, von scheißverlegern mit scheißleistungsschutzrecht hungermäßig bezahlte scheißjornalisten, macht euch nur ja fein überflüssig! Je schneller, desto besser.