Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat sich mal die rausgeleckten daten von dieser fickpartnersuche für verheiratete namens „ashley madison“ angeguckt, und hat dabei auch den frauenanteil ermittelt: rd. 0,004 prozent der nutzer_innen waren frauen. Dass das auffinden eines weiblichen fickpartners für den schnellen betrug am ring- und papierfickpartner damit unwahrscheinlicher gewesen sein dürfte als eine interessante frauenbekanntschaft unter den arbeitern an einer baustelle, hat diese betrügerwebseite „ashley madison“ allerdings nicht darin gehindert, für ihre tolle dienstleistung tolle reklame zu machen und tolle gebühren zu erheben. Und es wurde natürlich auch daran gedacht, wenigstens für den schein zu sorgen:

Gegenüber der Washington Post berichten Insider nun, dass die Firma explizit Menschen bezahlt habe, Fake-Konten zu erstellen und mit Männern zu chatten

In wirklichkeit könnte es sein, dass sogar diese hübsche webseit eine höhere frauenkwote hat. :mrgreen:

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß mit irgendwelchen betrügerischen menschenverkuppelseits im internetze. Die, die viel reklame in presse und glotze machen, sind offenbar ganz besonders brauchbar, außer vielleicht bei ihrer technischen gestaltung, bei ihrer haltung zum datenschutz und bei angemessenen arbeitsbedingungen für ihre mitarbeiter:

Schon 2013 wurde die Firma von einer ehemaligen Mitarbeiterin verklagt, die sich nach eigenen Angaben beim Anlegen der Fake-Konten von Frauen Verletzungen am Handgelenk durch ständiges Tippen zugezogen haben will

Kannste dir gar nicht selbst ausdenken! 😆

Und nein, die anderen derartigen betrugsseits — von „parship“ bis „elitepartner“ — sind mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit nicht besser¹…

Zur versöhnung der nutte justizja, die so gern für besitzende ihre unteren lippen spreizt: ich meine die formulierung ähnlich wie „von a bis z“, da es mir unmöglich ist, eine vollständige liste derartiger fickpartnervermittlungsseits zu schreiben. Ausgewählt habe ich die beiden firmierungen mit der bei mir am nervigsten und intelligenzverachtendsten ankommenden reklame, weil mir diese am deutlichsten als ein „niemals auch nur auf die idee kommen“ im gedächtnis gehaftet sind. Dass ich von „betrug“ spreche, ist im umgangssprachlichen sinn des wortes zu verstehen, nicht im juristischen.

Datenschleuder des tages

Diese fickpartnersuchseite „ashley madison“ hat ja ein paar daten „veröffentlicht“. Daran könnt ihr euch jetzt mal den industriestandard im datenschutz anschauen:

This archive contains *all* the credit card transactions from the past 7 years! […] This file contains 32 million user data: first/last names, street address, phone numbers, relationship status, what they are looking for, if they drink, smoke, their security question, date of birth, nickname, etc… […] About 36 million email addresses.

Bei heise gibts den deutschen text zum gruseln.

Aber hej, dafür gabs behaupteterweise kaum richtige frauen dort. Aber das mit dem bezahlen, wenn man eine richtige frau will, das wird wohl funkzjoniert haben… im puff hätte man wenigstens etwas für sein geld gehabt. :mrgreen:

Auch weiterhin viel spaß beim glauben an den datenschutz! Die liste wäxt und wäxt.